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Leistungsbilanz Bewerbung – die wichtige dritte Seite

Wie eine klassische Bewerbung auszusehen hat, weiß fast jeder Bewerber: Anschreiben, Lebenslauf und fertig. Doch mittlerweile empfehlen immer häufiger Leiter von Bewerbungsseminaren, dass die Bewerbung noch eine zusätzliche Seite enthalten sollte, die sogenannte Dritte Seite beziehungsweise Leistungsbilanz.

Diese Leistungsbilanz wird direkt nach dem Lebenslauf in die Bewerbung eingearbeitet. Sinn hat eine solche zusätzliche Seite, wenn sie dem Leser einen Informationsmehrwert bietet. So können Absolventen beispielsweise in einer Leistungsbilanz in Stichpunkten spezielle Praktika oder Auslandsaufenthalte hervorheben. Ob Personaler dies hierzulande benötigen, um eine Personalentscheidung zu treffen, ist hingegen noch offen.

Was ist die Leistungsbilanz?

Die sogenannte Dritte Seite ist keine Erfindung aus Deutschland oder Asien, sondern kommt aus dem angelsächsischen Raum. Dort haben die Anschreiben von Bewerbungen längst nicht den Informationsgehalt, den sie hierzulande haben. Daher fügen beispielsweise die Bewerber in den USA eine Dritte Seite hinzu, auf der kurz eine Selbstbeschreibung dargestellt ist.

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Sie beinhaltet in der Regel Fähigkeiten und Kenntnisse des Bewerbers, die für die offene Arbeitsstelle notwendig sind. Damit hat der Personaler einen schnellen Überblick von Praxiserfahrungen und Studienschwerpunkten. Die Leistungsbilanz, die allmählich hierzulande eingesetzt wird, knüpft an genau diesen Punkt an. Sie soll kurz und prägnant aufzeigen, welche speziellen Fähigkeiten der Bewerber für die Arbeitsstelle mitbringt.

Das sollte in einer Leistungsbilanz enthalten sein

Bevor der Bewerber anfängt eine Leistungsbilanz zu erstellen, sollte er sich überlegen welche Stärken er besitzt und inwiefern sie für die Arbeitsstelle relevant sind. Denn die Leistungsbilanz sollte nur eine Seite betragen und zudem sehr aussagekräftig sein. Da der Personaler darüber hinaus nie Zeit und Lust hat, lange Romane zu lesen, empfiehlt es sich die Darstellung stichpunktartig aufzubauen.

Darin sollten dann die markantesten Punkte aus dem Lebenslauf enthalten sein. So kann der Bewerber beispielsweise getätigte Projekte erwähnen und diese kurz erläutern, die für die Arbeitsstelle entscheidend sind. Zusätzlich können bestimmte Studienschwerpunkte hervorgehoben werden, um so die Spezialisierung zu verdeutlichen. Wichtige Auslandsaufenthalte, Praktika oder private Engagements dürfen ebenfalls erwähnt werden.

Das sollte nicht in die Leistungsbilanz

Die Leistungsbilanz sollte nicht verwechselt werden mit einer anderen Art der Dritten Seite, die hierzulande von Bewerbern auch gerne verwendet wird. Auf dieser listen Bewerber beispielsweise Zitate oder bestimmte Persönlichkeitsmerkmale auf, um sich so besser darzustellen und eine gewisse Lebensphilosophie zu vermitteln. Oft wird dies von Personalern als „Schaumschlägerei“ interpretiert und hinterlässt in der Regel einen negativen Eindruck.

Fazit der Leistungsbilanz

Bewerber mit noch sehr geringer Berufserfahrung sollten auf eine Leistungsbilanz verzichten, da der Lebenslauf und das Anschreiben die noch wenigen Informationen übersichtlich genug darstellen.

Wer bereits viele Praktika oder Projekte vorzeigen kann und der Lebenslauf daher eher unübersichtlich wirkt, kann mittels der Leistungsbilanz seine Fähigkeiten kurz und bündig aufzeigen. Nur vertiefende und aussagekräftige Informationen sind sinnvoll. Eine Wiederholung des Lebenslaufs ist nicht angebracht, dies würde ein Personaler als überflüssig ansehen.

29. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.