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Leserfrage: Darf eine Bank mich als ehemaligen Kunden ablehnen?

Neukundenangebote, wo man nur hinschaut. Die Banken übertrumpfen sich gegenseitig bei der Eröffnung eines neuen Kontos.

Bei den einen gibt es eine 50-Euro-Gutschrift zur Begrüßung. Bei den anderen immerhin 4 Prozent Zinsen aufs Festgeld. Wieder andere bieten eine kostenlose Kreditkarte an. Oder einen Tankgutschein. Und so weiter und so weiter.

Ist es da ein Wunder, dass Kunden das ausnutzen und ständig die Bank wechseln? So auch ein Leser, von dem folgende Frage stammt: „Ich hatte früher mal ein Konto bei einer bestimmten Bank und will jetzt wieder eines eröffnen, weil es da ein Startguthaben für 50 Euro gibt. Das hat die Bank aber glatt abgelehnt. Darf sie das?“

Es kommt darauf an. Bei einem Girokonto auf Guthabenbasis darf eine Bank den Kunden in der Regel nicht ablehnen.


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Denn von der Gehaltszahlung über die Miete bis zur Telefonrechnung wird alles übers Girokonto abgewickelt. Menschen ohne Girokonto wären sehr im Nachteil.

Zwar gibt es immer noch keinen gesetzlichen Anspruch auf ein Girokonto. Aber eine Richtlinie des zentralen Kreditausschusses, an die sich die Banken halten.

Laut „Girokonto für Jedermann“ darf eine Bank einen Kunden nur ablehnen, wenn er beispielsweise das Konto für Geldwäsche oder Betrug nutzt, wenn er Falschangaben bei Daten macht, die für das Vertragsverhältnis wichtig sind.

Anders sieht es bei Tages- und Festgeldkonten aus. Hier hat die Bank sehr wohl ein Recht, nein zu sagen. Etwa, wenn ein Kunde immer wieder zu ihr zurückkehrt, um von attraktiven Neukundenangeboten zu profitieren.

Die Juristen sagen: Es besteht kein Kontrahierungszwang. Auf gut Deutsch: Die Bank kann sich aussuchen, mit wem sie ein Vertragsverhältnis eingeht.

Das ständige Wechseln von Bank zu Bank empfehle ich Ihnen aber nicht. Auch wenn Ihnen dadurch vielleicht das eine oder andere Startguthaben durch die Lappen geht.

Oder wenn Sie einen attraktiven Neukunden-Zins versäumen, der aber in der Regel ohnehin meist nur 6 Monate gültig ist.

Viel wichtiger ist, dass Sie sich die Bank aussuchen, die zu Ihren Gewohnheiten passt. Heben Sie öfters am Schalter ab? Dann wählen Sie keine Bank, die dafür Gebühren nimmt. Sind Sie häufig unterwegs?

Dann suchen Sie sich eine Bank aus, die entsprechend viele Bankautomaten aufgestellt hat, wo Sie überall kostenlos abheben können. Legen Sie Wert auf eine Kreditkarte?

Dann wählen Sie eine Bank und ein Kontomodell, bei dem dieser Service kostenfrei oder zum bezahlbaren Tarif inbegriffen ist. Auf diese Weise sparen Sie mehr, als Sie durch Lockangebote einnehmen.

31. März 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".