MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Leserfrage: Sind Auslandsbanken sicher?

„Als Kunde der Bank ING DiBa bin ich über Ihre Einschätzung zur Einlagensicherheit sehr erfreut“, schreibt uns ein Leser.

„Jetzt lese ich öfter über gute Zinssätze bei der Amsterdamer Trade Bank. Bei 5,50 % Zinsen ist es für mich schon eine Überlegung wert, ob ich mein Geld nicht auch dort sicher anlegen kann. Was meinen Sie dazu?“

Wir raten zur Vorsicht.Bei Auslandsbanken sollten Sie vorher grundsätzlich prüfen, ob sie dem deutschen Einlagensicherungssystem angehören oder nicht.

Das hat einen einfachen Grund: Nur für Banken, die der deutschen Einlagensicherung angehören, gilt Angela Merkels Staatsgarantie.

Das heißt: Selbst wenn sämtliche Sicherungssysteme bei einer Bankenpleite versagen, garantiert die Bundesrepublik Deutschland für die Sicherheit der Einlagen von Privatkunden.

Das tut sie auch bei manchen Auslandsbanken – aber nicht bei allen. Die Garantie gilt nicht für Auslandsbanken, welche die Spareinlagen nach der Einlagensicherung ihres Heimatlandes absichern.

Die Amsterdamer Trade Bank ist so ein Fall, bei dem die Merkel-Garantie nicht greift. Denn sie gehört der niederländischen Einlagensicherung an.

Das heißt: Zwar sind Ihre Spareinlagen dort nach niederländischem Recht bis 100.000 Euro zu 100 Prozent abgesichert.

Sollte allerdings je das niederländische Sicherungssystem bei einer Bankenpleite versagen, haben Sie hier als Bankkunde nicht die letzte Gewissheit, dass der deutsche Staat Ihre Spareinlagen retten wird.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Aus diesem Grund sollten Sie bei dieser Bank besser vorsichtig sein, auch wenn uns nichts Nachteiliges aus dem Umfeld dieser Bank – und generell über das niederländische Einlagensystem – bekannt ist.

Grundsätzlich gilt: Prüfen Sie jede deutsche und jede ausländische Privatbank in zwei Stufen, bevor Sie ihr Ihr Erspartes anvertrauen.

Zunächst sollten Sie kontrollieren, ob die Bank dem deutschen gesetzlichen Einlagensicherungssystem angehört. Zuständig hierfür ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), die 90 Prozent der Spareinlagen bis zu maximal 20.000 Euro absichert.

Alle Banken, die dort Mitglied sind – auch einige ausländische – fallen automatisch unter Angela Merkels Staatsgarantie.

Auf der zweiten Stufe sollten Sie nachsehen, ob Ihre bevorzugte Bank freiwillig mehr absichert als sie unbedingt von Gesetzes wegen muss.

Die freiwillige Absicherung in Deutschland umfasst 100 Prozent in praktisch unbegrenzter Höhe (bis zu 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals einer Bank, das sind meist Millionenbeträge für jeden einzelnen Bankkunden).

Dafür ist der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) zuständig.

Auf dessen Internetseite finden Sie unter dem Stichwort „Einlagensicherung“ eine Liste mit Banken, die das Ersparte ihrer Kunden voll absichern.

(Schauen Sie am besten direkt einmal auf der offiziellen Webseite des BdB nach.)

Ist Ihre Bank dort nicht aufgeführt, lassen Sie besser die Finger davon. Denn in unsicheren Zeiten wie diesen sollten Sie Ihr Geld nur einem Kreditinstitut anvertrauen, bei dem es auch die größtmögliche Sicherheit genießt.

Übrigens: Genossenschaftsbanken und Sparkassen werden Sie beim EdB und dem Einlagensicherungsfonds des BdB vergeblich suchen.

Sie haben eigene Sicherungssysteme, die alle Spareinlagen in unbegrenzter Höhe absichern.

Zudem gilt auch für sie ausnahmslos die Staatsgarantie der Bundesrepublik Deutschland.

Herzlichst

Ihr

BKK-Unterschrift-Liemen

Dr. Erhard Liemen,

Chefredakteur von:

„Bankkunden – vertraulich“

„Der Deutsche Wirtschaftsbrief“

6. Februar 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.