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Liberalismus in Deutschland

„Liber“ bedeutet „frei“ und ist das Grundprinzip des Liberalismus. Auch im Französischen, Spanischen oder Italienischen bedeutet „libre“ frei. Nach Ansicht der Liberalisten strebt jeder Mensch nach seinem eigenen Wohlstand und sorgt auf dem Weg dorthin auch für das Wohl der anderen.

Für Ökonomen, Philosophen und gesellschaftlich und politisch interessierte Menschen ist der Liberalismus in Deutschland ein spannendes Thema. Durch die Wahl der Freien Demokratischen Partei (FDP) können sich Bürger in Deutschland bewusst für die Gedankenströmung des Liberalismus entscheiden, was eine bewusste Auseinandersetzung mit diesem Thema noch wichtiger macht.

Liberalismus: Eine Definition

Liberalismus ist ein gesellschaftlicher Grundgedanke, der durch verschiedene Personen geprägt wurde. Auf philosophischer Ebene sind dies John Locke und Immanuel Kant, im Bereich Wirtschaft ist Adam Smith ein großer Name in diesem Bereich. Der Liberalismus hat vier Grundpfeiler, auf denen seine Theorien beruhen:

  1. Das Recht auf Selbstbestimmung auf Basis von Vernunft und Einsicht
  2. Beschränkung der politischen Macht
  3. Freiheit gegenüber dem Staat
  4. Selbstregulierung der Wirtschaft auf Basis des persönlichen Eigentums

Mehr zum Thema: Liberalismus: Definition und Erklärung

Liberalismus fordert geistige, politische, wirtschaftliche und soziale Freiheit. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich, Fremdsteuerung wird abgelehnt.

Liberalismus in Deutschland

Der Liberalismus in Deutschland wird in seinen Grundzügen von der 1948 gegründeten FDP vertreten. Die FDP ist die Partei, die am stärksten wirtschaftsliberale Ideen vertritt. Sie greift klassische Grundideen auf und setzt sie auf verschiedenen Ebenen um.

Hierzu gehören zum Beispiel Vereinfachungen des Steuerrechts, eine Verbesserung des Investitionsklimas durch Privatisierungen, Deregulierung und Bürokratieabbau. Gesetze wie die Speicherung von Telefon-Daten lehnt die FDP zum Beispiel ab, da sie dies als eine Einschränkung der Grundrechte ansieht. Diese Form der Gesellschaft, in der so wenig wie möglich durch den Staat geregelt wird und der Staat nur eine regulierende Position einnimmt, ist die Basis des Liberalismus.

Adam Smith – Begründer des Liberalismus

Im klassischen ökonomischen Liberalismus wird davon ausgegangen, dass ein freier Markt das beste Steuerungselement der Wirtschaft ist. Der Begründer dieser Theorie war der schottische Ökonom Adam Smith, der mit seinem Buch „Der Wohlstand der Nationen“ sehr bekannt wurde. Adam Smith lebte von 1723 bis 1790. Er war ein Moralphilosoph und Aufklärer.

Mehr zum Thema: Adam Smith: Liberalismus-Begründer

Adam Smith lehnt die staatliche Regulation ab und bevorzugt eine freie Marktwirtschaft. Dazu gehören verschiedene Aspekte wie die freie Preisbildung oder die Gewerbefreiheit. Insbesondere der Begriff des freien Wettbewerbs wurde von Smith geprägt und ist einer der Pfeiler des wirtschaftlichen Liberalismus. Für Ökonomen, Politiker, Gesellschaftstheoretiker und generell interessierte Menschen bietet der Liberalismus noch jede Menge weitere spannende Ansätze.

30. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.