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Liebe Immobilienmakler: Erklären Sie dem Kunden Ihre Position

Wo steht der Immobilienmakler? Ist er einseitiger Interessenvertreter, ist er Mittler zwischen den Parteien?

Das Gesetz lässt beide Modelle zu. Der Einzige, der seine Position wirklich erklären kann, ist der Immobilienmakler selbst.

Ein Plädoyer für die deutliche Positionsbestimmung.

Einseitige Interessenvertretung?

Die aktuelle Gesetzeslage ermöglicht, dass Immobilienmakler als einseitige oder als zweiseitige Interessenvertreter arbeiten.

Es ist daher ein wichtiger Beitrag zur Transparenz und zum fairen Umgang mit Kunden, wenn Immobilienmakler ihre Position gegenüber den Beteiligten verdeutlichen.

Immobilienmakler sollten ihren Auftraggeber genau darüber aufklären, welche Position sie einnehmen.


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Verantwortung übernehmen

Dieser Verantwortung kann sich kein Immobilienmakler entziehen. Immerhin sind an die Stellung des Immobilienmaklers auch die Pflichten innerhalb des Maklervertrages geknüpft.

Der einseitige Interessenvertreter kann in Preisverhandlungen anders agieren als der Doppelmakler. Dieser muss in Preisverhandlungen eine neutrale Position einnehmen und kann allenfalls die Preisvorstellungen bzw. –gebote unter den Vertragsparteien übermitteln.

Die Stellung des Maklers als einseitiger Interessenvertreter oder Doppelmakler kann grundsätzlich in den AGB enthalten sein. Von dieser Praxis sollten Immobilienmakler im eigenen Interesse abgehen und die Erklärung der Positionierung deutlicher als in den AGB vornehmen.

Klare Ansage im Maklervertrag

Eine klare Ansage gegenüber dem Kunden ist geboten. Idealerweise wird im schriftlichen Maklervertrag festgehalten, welche Position der Immobilienmakler gegenüber seinem Kunden hat.

Machen Sie es wie in der DIN 15733

Die DIN 15733, das ist die Norm für Makler-Dienstleistungen – greift die Frage der Stellung des Immobilienmaklers gegenüber den beiden Vertragsparteien auf und legt dem Immobilienmakler die Pflicht auf, sich bei Vertragsschluss gegenüber seinem Kunden zu erklären.

Bei Abschluss des Maklervertrages muss der Immobilienmakler nach der DIN 15733 erklären, ob er auch für die andere Seite tätig wird.

Dort heisst es in Ziffer 3.2. „Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Makler“, dass eine schriftliche Vereinbarung über die Dienstleistungen, für die der Immobilienmakler beauftragt wird, zu erstellen ist. Diese muss enthalten … (Buchstabe k)

„die Festlegung, ob der Immobilienmakler ausschließlich für den Auftraggeber oder als Vermittler tätig ist;“

Die DIN 15733 ist als europaweiter Standard für die Dienstleistungen von Immobilienmaklern der Diskussion der Offenlegung der Interessenvertretung voraus geeilt. An der Erstellung der DIN haben auf europäischen Ebene 31 Länder mitgewirkt. In allen 31 Ländern ist der Standard als eigene Norm erschienen (EN 15733).

Provisionspflicht als Folge der Festlegung

An diese Festlegung knüpft nun die Frage der Provisionspflicht an. Nach geltender Rechtslage kann ein Immobilienmakler in Deutschland genauso wirksam mit beiden Parteien wie mit einer Seite eine Provision vereinbaren.

Diese Situation muss dann nicht geändert werden, wenn Immobilienmakler ihre Position gegenüber dem Kunden eindeutig klären und auf Basis der Vereinbarung einer Tätigkeit für eine oder für beide Seiten ihre Provisionsforderung stellen.

Es liegt im Interesse jedes Immobilienmaklers und des gesamten Berufsstandes, dass diese Erklärung gegenüber dem Kunden vorgenommen wird. Die Diskussion um das Maklerrecht würde vielleicht anders ausfallen, wenn dies gängige Praxis wäre oder sogar im Gesetz festgeschrieben wäre.

Wie machen Sie es mit Ihren Kunden? Wann legen Sie die Tätigkeit für eine oder für beide Seiten offen?

21. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.