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Limitorder: Aktiengeschäfte nur zum Wunschpreis

Eine Limitorder ist ein Kauf- bzw. Verkaufsauftrag zu einem vorher festgelegten Kurs. Eine Limitorder ist immer nur zeitlich begrenzt gültig.

Kauf-Limitorder fixiert Einstandskurs

Ein Anleger wählt die Aktie eines Unternehmens aus, an dem er sich gerne beteiligen möchte – zum Beispiel die Aktie des Energieversorgers E. ON.

Eine Aktie von E. ON. kostest zu diesem Zeitpunkt 18,00 Euro. Dem Anleger ist das zu viel. Er möchte sich an E. ON. nur zu einem günstigeren Kurs beteiligen. Er fixiert sein Kauflimit daher auf 17,50 Euro.

Zwei Wochen später fällt E. ON. auf 17,40 Euro. Die Kauforder wird daher sofort ausgeführt. Der Anleger bezahlt am Ende sogar etwas weniger als die als Verkaufslimit festgelegten 17,50 Euro. In diesem Szenario hat sich das Setzen eines Kauf-Limits für den Anleger gelohnt.

Bei einer Kauf-Limitorder bezahlt man für eine Aktie maximal das festgelegte Kauflimit oder weniger. Solange der Kurs über dem Kauflimit liegt, wird die Order nicht ausgeführt.

Wenn E. ON. statt auf 17,40 Euro zu fallen, direkt auf 20,00 Euro gestiegen wäre, würde unserer Anleger leer ausgehen. Weil er  50 Cent pro Aktie sparen wollte, wären ihm zwei Euro Gewinn pro Aktie entgangen. Seine Order wäre in diesem Szenario nämlich nie ausgeführt worden.

Verkaufs-Limitorder sichert angestrebte Gewinnspanne

Gehen wir davon, dass der  Anleger  die Aktien zu jeweils 17,40 Euro erworben hat. Da er mit dieser Investition einen Gewinn erzielen möchte, muss er nun seinen gewünschten Verkaufskurs festlegen.

Unser Anleger legt seinen angestrebten Gewinn auf 20% fest. Um diesen Gewinn realisieren zu können, muss er seine E. ON. Aktien mindestens für 20,88 Euro verkaufen. Die 20,88 Euro entsprechen seinem Einkaufspreis von 17,40 Euro zusammen mit der 20%igen Gewinnspanne in Höhe von 3,48 Euro pro Aktie.


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Der Anleger gibt daher eine Verkaufs-Limitorder zum Kurs von 20,88 Euro auf. Einige Zeit später steigt die E. ON. Aktie auf 21,00 Euro. Der Verkaufsauftrag wird sofort zum Kurs von 21,00 Euro ausgeführt und unser Anleger realisiert damit einen Gewinn von 20,7%.

In diesem Fall hätte sich das Setzen eines Limits für den Verkaufsauftrag für den Anleger gelohnt.

Bei einer Verkaufs-Limitorder wird der Auftrag nur ausgeführt, wenn der aktuelle Kurs das Limit erreicht oder sogar darüber liegt. Wenn der Kurs für die Dauer der Order unter dem Limit bleibt, werden die Aktien nicht verkauft.

Für unser Beispiel heißt das folgendes: Wenn die E. ON. Aktie nur auf 20,50 Euro gestiegen wäre, um danach auf 15,00 Euro zu fallen, wäre der Anleger auf seinen Anteilen sitzen geblieben. Statt einen Gewinn zu realisieren, wäre er gezwungen mit seinen Anteilen auf bessere Zeiten zu hoffen.

Wann sind Limitorders in jedem Fall sinnvoll?

Wenn eine Aktie stark im Wert schwankt, also sehr volatil ist, sollte man Käufe und Verkäufe nur limitiert tätigen.

Bei einem volatilen Wert kann der Aktienkurs bereits täglich um 10% schwanken. Das macht es sehr schwierig, im Vorhinein zu wissen, zu welchem Kurs man eine Aktie kaufen oder verkaufen wird.

So kann ein Aktienkurs, der bei 9 Euro stand als man den Kauf der Aktien in Auftrag gegeben hat, aufgrund der hohen Volatilität zu einem Kurs von 9,50 Euro ausgeführt werden. Dies kann allerdings nur passieren, wenn man seine Order ohne Limit versehen hat.

Bei einer Kauf-Limitorder in Höhe von 9,00 Euro, wäre der Kaufauftrag erst ausgeführt worden, wenn der Aktienkurs wieder auf 9,00 Euro oder darunter gefallen wäre.

Ein geringes Handelsvolumen ist riskant

Neben einer hohen Volatilität macht auch das geringe Handelsvolumen mancher Aktien, das Setzen von Limits unabdingbar.

Werte mit einem geringen Handelsvolumen werden täglich nur mit einer sehr geringen Stückzahl gehandelt. Bereits kleine Kauf- bzw. Verkaufsaufträge können daher schon einen großen Einfluss auf den Aktienkurs ausüben.

Gerade beim Erwerb oder Verkauf großer Aktienpakete ist daher Vorsicht geboten. Bei einer Kauforder ist es daher sinnvoll streng zu limitieren, um Ende nicht deutlich mehr als den zuletzt verfügbaren Aktienkurs zu bezahlen.

Für Verkäufe gilt das gleiche, denn in dem Moment, in dem viele Aktien eines marktengen Titels zeitgleich zum Verkauf angeboten werden, gibt der Aktienkurs deutlich nach. Der Verkaufserlös wird daher ohne Limit erheblich geschmälert.

Bei großen Limitorders besteht allerdings das Risiko, dass sie lange Zeit nicht ausgeführt werden können. Dies liegt an einem Mangel des Angebotes bzw. der Nachfrage nach der betreffenden Aktie.

Um diesem Risiko entgegen zu wirken, sollten große Aufträge in mehrere kleine Aufträge mit jeweils geringerer Aktienanzahl zerstückelt werden.

Geduld lohnt sich 

Wenn Anleger mit Limitorders arbeiten, müssen sie Geduld mitbringen. Das Limit führt nämlich dazu, dass der Kauf oder der Verkauf erst ausgeführt werden, wenn der gewünschte Kurs erreicht ist.

Allerdings bieten Limitorders dem Anleger ein wertvolles Instrument, Einfluss auf den Einstandskurs und den Verkaufskurs zu nehmen.

Da diese beiden Kurse über den Gewinn oder Verlust jeder Transaktion entscheiden, wäre es fahrlässig, komplett auf dieses Instrument zu verzichten.Darüber hinaus ist es Anlegern auch möglich, Limitorders mit Stoppkursen zu kombinieren.

Mehr zum Thema: Aktienkauf: Billig oder mit Limit

2. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ludwig Buhmann
Von: Ludwig Buhmann. Über den Autor

Ludwig Buhmann analysiert für die GeVestor-Leser politische Entwicklungen rund um den Globus.