MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Lindt & Sprüngli: Aktie und Schokolade ein Genuss

Passend zum Weihnachtsfest stellen wir Ihnen die die Geschichte eines börsennotierten Schokoladenherstellers und Traditionsunternehmens vor, nämlich des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli.

Lindt & Sprüngli: Wie alles begann

Die Ursprünge von Lindt & Sprüngli liegen in den beiden Schokolademanufakturen von Rudolf Sprüngli in Horgen und Rodolphe Lindt in Bern. Rudolf Sprüngli Junior übernahm die Firma seines Vaters im Jahr 1891.

Ein Jahr später wurde die Confiserie Sprüngli dann als eigenes Unternehmen ausgegliedert. 1899 baute Rudolf Sprüngli die Fabrik in Kilchberg und wandelte die Firma noch im selben Jahr in eine Aktiengesellschaft um.

Bald darauf übernahm die Chocolat Sprüngli AG die Berner Schokoladenmanufaktur von Rodolphe Lindt mitsamt dem Patent für dessen Conchierverfahren. Daraus resultierend war die Aktiengesellschaft Vereinigte Berner und Zürcher Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli geboren.

Lindt in Deutschland

Von der Schweiz aus begann der Siegeszug der Lindt-Schokolade. Auch der deutsche Markt wurde mit eigenen Produkten, aber auch mit Hilfe von Kooperationen und Übernahmen erobert.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Bereits 1935 schloss Lindt mit der Leonard Monheim AG aus Berlin einen Lizenzvertrag für die Fertigung in Deutschland. 1988 übernahm Lindt & Sprüngli die Fertigung in Deutschland selbst und produziert seitdem einen Großteil der international vertriebenen Artikel in Aachen.

Börsengang und weitere Entwicklung

Der Börsengang von Lindt & Sprüngli brachte frisches Kapital und legte 1986 den Grundstein für die internationale Expansion. Im Jahr 1989 erfolgte die Inbetriebnahme des Produktions- und Verwaltungsgebäudes in Stratham, New Hampshire in den USA.

Noch im gleichen Jahr gelangte die Lindt & Sprüngli SA in Frankreich vollständig in den Besitz des Stammhauses. 1993 wurde die langjährige Lizenznehmerin Bulgheroni SpA im italienischen Induno Olona als Lindt & Sprüngli SpA in das Unternehmen aufgenommen.

Im darauf folgenden Jahr erfolgte in Österreich die Gründung der Lindt & Sprüngli (Austria) GmbH und die Integration der Wiener Confiserie Hofbauer in das Unternehmen.

1997 wurde die italienische Gesellschaft „Caffarel“ in Turin gekauft, sowie eine Lindt & Sprüngli Company in Sydney gegründet. Anfang 1998 folgte die Akquisition der „Ghirardelli Chocolate Company“ in San Francisco, der ältesten amerikanischen Schokoladenfabrik. Weitere Tochterfirmen finden sich mittlerweile in Hongkong, Mexiko, Polen, Schweden und Spanien.

So entwickelt(e) sich die Lindt-Aktie

Die Lindt-Aktie hat in den vergangenen knapp 11 Jahren eine turbulente Entwicklung gezeigt. Im Januar des Jahres 2003 notierte die Lindt-Aktie bei rund 700 CHF, um dann bis zum September 2007 auf über 4.000 CHF zu steigen. Der Wert der Aktien versechsfachte sich in diesem Zeitraum annähernd.

Danach stürzte die Aktie bis März 2009 rasant ab und fand erst bei etwas über 1.500 CHF einen Boden. Aktuell, Ende 2013, notiert die Lindt-Aktie wieder bei knapp 4.000 CHF und befindet sich somit in unmittelbarer Nähe der Rekordmarke aus dem Jahr 2007.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 27 auf Basis des für 2014 prognostizierten Gewinns je Aktie ist die Lindt-Aktie zur Zeit alles andere als ein Weihnachtsschnäppchen.

Eine Wunsch-Aktie für die nächste „Crash-Phase“

Der Kurssturz 2007 bis 2009 zeigt auch im Fall der Lindt-Aktie, dass „Crash-Phasen“ ideale Kauf-Phasen sind. Den Tiefpunkt wird man an der Börse praktisch nie erwischen, wer aber bei Lindt nach dem Kursminus von 50% bei 2.000 CHF zugegriffen hat, konnte sein Kapital anschließend mit einer globalen Premium-Marke verdoppeln.

Daher ein abschließender Praxis-Tipp: Legen Sie sich in der ruhigen Weihnachtszeit eine „Aktien-Wunschliste“ an. Notieren Sie 5 oder 10 Top-Aktien, die Sie schon lange im Depot haben möchten, die Ihnen aber in den vergangenen Monaten und Jahren immer zu teuer waren.

In der nächsten „Crash-Phase“ werden auch Weltklasseunternehmen an der Börse kurzzeitig unter Druck geraten. Arbeiten Sie dann Ihre „Aktien-Wunschliste“ ab. Pro Jahrzehnt gibt es erfahrungsgemäß 1 bis 2 Phasen, in denen Sie Aktien wie Lindt & Sprüngli zu Schnäppchenpreisen kaufen können.

Die vereinfachte Faustformel lautet: Wenn eine Top-Aktie wie Lindt in einer allgemeinen Schwächephase 50% verloren hat, können Sie fast „blind“ kaufen. Warten Sie nicht auf den absoluten Tiefpunkt. Dann droht die Gefahr, dass Sie den Einstieg verpassen.

23. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.