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Liquiditätsrisiko meiden: Fondsschließungen als Warnung

Die Finanzkrise hat ein Risiko ins Licht gerückt, das die Finanzwelt fast vergaß: Liquidität ist das A und O der Anlage – dasselbe Thema wie für Unternehmen.

Denn: sowohl als Anleger wie auch als „Betreiber“ des Anlageobjektes ist Liquiditätsmanagement Voraussetzung dafür, nicht zu teure schnelle Geschäfte machen zu müssen. Wenn Sie etwa Anlageobjekte fundamental analysieren, achten Sie auf deren Cash-Positionen.

Mehr zum Thema: Die Definition der Liquidität

Zahlungsmittel-Analyse wichtig

So würde das beste Unternehmen, das nicht über Zahlungsmittel verfügt, schnell den Verwerfungen des Marktes ausgeliefert sein. Dies ist das wesentliche Problem vieler Mittelständler – gerade jetzt, da am Markt wieder eine Kreditklemme ausgebrochen ist.

Sie ermitteln die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen über die Bilanz und deren Positionen „Kasse“, „liquide Mittel“, „Wertpapiere im Anlagevermögen“ und ähnliche Positionen, die sich schnell auflösen lassen.

Eine wichtige Kennziffer dabei ist das Verhältnis des „Cash-Flow“, das heißt des Zahlungsmittel-Zuflusses zum Kurs. Das KCV sollte möglichst niedrig sein, das heißt: je weniger Sie für „Cash“ zahlen müssen, desto besser. Eine allgemein gültige „gute“ Zahl gibt es nicht. Am besten ist es, wenn Sie das KCV in der historischen Entwicklung bewerten und im Vergleich zur Konkurrenz.


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Immobilienfonds: Zweites Liquiditätsrisiko

Ein anderes Analyseform ist das „Markt-Liquiditätsrisiko“. Immobilienfonds haben unglücklicherweise kürzlich klar werden lassen, was dies ist. Selbst die „besten Fonds“ können schnell in Verlegenheit geraten, wenn zu viele Investoren auf einmal Anteile zurück geben wollen.

Denn: dann müssen Kassenbestände aufgelöst und im Zweifel Immobilien verkauft werden. Da die Fondsmanager die Preise dann nicht mehr bestimmen, sondern „nehmen“ müssen, ist dies für Investoren ein starker Nachteil.

Wenn Sie Geld in Anlageformen investieren, analysieren Sie daher deren Position sowie Ihre eigene Liquiditätssituation:

  • Wie abhängig ist die Anlageform vom Verhalten der Investoren? Das bedeutet: auch private Beteiligungen können ein Liquiditätsrisiko beinhalten, da der Rückzug eines Investors das jeweilige Anlageobjekt oder Unternehmen belasten können. Vor allem Immobilienfonds aber sind gefährdet.
  • Falls Sie als Investor selbst Ihre Liquidität im Auge halten müssen, fragen Sie sich, wie schnell Sie Anteile veräußern können. Geschlossene Fondsanteile etwa haben kaum einen Markt. Im Zweifel blieben Sie auf den Anteilen sitzen – und müssten selbst zu hohen Kosten Kredite aufnehmen.
  • Beachten Sie den „Zeithorizont“ der Anlagen: Wenn Sie langlaufende Anleihen kaufen, müssen Sie künftig mit Kursverlusten während der Laufzeit rechnen, falls die Zinsen steigen. Sofern Sie Liquidität während der Laufzeit bräuchten, kaufen Sie die über Kursverluste teuer ein.

Das Liquiditätsrisiko ist bei vielen Anlagen größer als der Markt zunächst offenbart. Sowohl auf Anlegerseite – wenn Sie Anlagen mit langer Laufzeit ohne liquiden Markt halten – als auch auf Seiten des Anlageobjekts.

Scheinbar sichere Geldanlagen wie Immobilienfonds können in die Liquiditätsfalle geraten, wenn zu viele Anleger auf einmal Anteile zurück geben wollen. Bei der Auswahl achten Sie daher auf die Liquiditätsaspekte:

Wie lange können Sie Kapital binden?

Wie abhängig ist Ihr Anlageobjekt von der Liquidität?

Sicher gehen Sie dabei mit hochliquiden Aktien aus dem Dax. Deshalb gilt auch unter diesem Aspekt: Ein ETF-börsengehandelter Fonds auf den Dax ist in aller Regel eine geeignete Depotbeimischung.

6. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.