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Logistik-Aktien: Die anziehende Weltkonjunktur wird die Flaute beenden

Das Wort Logistik umfasst Organisation, Steuerung, Bereitstellung und die Optimierung von Prozessen sowie von Güter-, Informations- und Energieströmen. Die Branche verteilt sich dort auf die Bereiche Schiene, Straße, Luft und Wasser.

Schienengüterverkehr

Mit der Erfindung der Dampflokomotive begann der Gütertransport auf der Schiene. Im 19. Jahrhundert war der Schienengüterverkehr für die Industrialisierung Europas sowie der Besiedlung Nordamerikas von zentraler Bedeutung. Erst mit dem Aufstieg des Straßenverkehrs und dem Bau der Autobahnen verringerte sich die herausragende Bedeutung des Schienengüterverkehrs.

Heutzutage finden immer noch rund 9% des Gütertransports über die Schiene statt. Das deutsche Schienennetz umfasst ca. 70.000 km. Über 360 Mio. Tonnen wurden in Deutschland 2012 über die Schiene transportiert. Verschiedene Prognosen rechnen EU-weit mit einem Verkehrsleistungsanstieg von 70% bis 2025. Profiteure vom Schienengüterverkehr sind die Zughersteller (in Deutschland beispielsweise Siemens) sowie die Logistik-Unternehmen.

Frachtschifffahrt

Frachtschifffahrt ist der Überbegriff der Binnen- und der Seeschifffahrt. Das Schiff wurde als Transportmittel schon vor Jahrtausendenden eingesetzt und ist immer noch von wichtiger Bedeutung für den nationalen (Binnenschifffahrt) und den internationalen (Seeschifffahrt) Gütertranssport.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 520 Mio. Tonnen über See und Binnengewässer transportiert. Der Anteil am gesamten Güterverkehr liegt bei rund 12%. Es ist davon auszugehen, dass schon im kommenden Jahr sowohl die gelieferte Menge als auch der Anteil am gesamten Güterverkehr spürbar zunehmen werden. Profiteure der Frachtschifffahrt sind die großen Hafengesellschaften (in Deutschland Hamburger Hafen) und vor allem asiatischen Werften.

Güterverkehr mit dem Flugzeug

Mit 4,3 Mio. Tonnen beförderterer Güter hat das Flugzeug den geringsten Anteil am Güterverkehr. Gerade einmal 0,1% der Güter wurden 2012 per Flugzeug transportiert, was in etwa ein Zwanzigstel von dem ist, was (gemessen am Gewicht) per Pipeline transportiert wurde. Die Besonderheit des Gütertransports per Flugzeug liegt in der Schnelligkeit.

Gerade bei Postsendungen und verderblichen Gütern ist die Geschwindigkeit wichtig. Auch Engpässe im Produktionsablauf können dank des Luftgüterverkehrs vermieden werden. Denn während der Warentransport von Fernost nach Deutschland über den Seeweg ungefähr 6 Wochen dauert, braucht die Ware per Lufttransport nur 3 Tage. Profiteure des Luftfahrt-Güterverkehrs sind neben den Logistik-Unternehmen die Flugzeughersteller Boeing und Airbus (EADS).


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Straßengüterverkehr

Das wichtigste Transportmittel im Güterverkehr ist und bleibt der Lastkraftwagen. Über 70% des Transports läuft über die Straße. In den vergangenen Jahren hat die Straße zwar einige Prozentpunkte an Schifffahrt und Schienengüterverkehr abgegeben, doch bleibt die Straße bis auf weiteres wichtigster Transportweg.

Gerade bei kurzen Strecken ist der Gütertransport über die Straße konkurrenzlos. 2012 wurden in Deutschland insgesamt 3,4 Mrd. Tonnen über die Straße transportiert.

Weltweit betrachtet, ist die Wichtigkeit des Straßengüterverkehrs noch größer. In vielen Ländern ist das Schienennetz nicht geschlossen, Flüsse sind nicht für den Warentransport geeignet. Profiteure des Straßengüterverkehrs sind neben den Logistik- Unternehmen die großen Lkw-Hersteller, zu denen in Deutschland etwa MAN und Daimler gehören.

Warum die Logistik-Branche für Sie als Anleger interessant ist

Es existiert eine Reihe guter Gründe dafür, dass die Logistik-Branche in den kommenden Jahren weiterwachsen wird. Die beiden wichtigsten Faktoren sind:

Der internationale Warenverkehr nimmt aufgrund der Globalisierung zu

Die Welt wächst weiter zusammen. Auf allen Kontinenten gibt es inzwischen Freihandelszonen, die noch verhältnismäßig jung sind und zu weiter steigendem Handel führen werden. Zu den größten Freihandelszonen gehören die Europäische Union (EU), die ASEAN-China (Association of Southeast Asian Nations – China) und die NAFTA (North American Free Trade Organisation). Inzwischen werden auch transatlantische Freihandelsabkommen diskutiert, die perspektivisch zu einem sehr starken Anstieg des Güterverkehrs führen werden.

Der internationale Warenverkehr nimmt aufgrund des wachsenden Wohlstands zu

Neben der oben erwähnten Globalisierung ist für die Logistik-Unternehmen auch der wachsende Wohlstand von zentraler Bedeutung. Das hohe Wirtschaftswachstum in Fernost wird zwangsläufig dazu führen, dass europäische Unternehmen mehr Güter Richtung Asien transportieren werden. Doch der Güterstrom wird nicht nur in eine Richtung fließen. Mit der steigenden Wettbewerbsfähigkeit kommen auch zunehmend asiatische Güter nach Europa.

Checkliste: Erfolgreich anlegen mit Logistik-Aktien

  • Unter den Logistik-Unternehmen gibt es große Unterschiede. Achten Sie auf einen gesunden Mix aus Schiene, Luftfahrt, Straße und See.
  • Kaufen Sie Logistik-Aktien in Phasen, in denen sich ein Wirtschaftsaufschwung andeutet. In Nachkrisenphasen können Sie mit Logistik-Aktien echte Schnäppchen machen. Sobald sich vorherige positive Frachtprognosen bestätigen, ist der Einstiegszeitpunkt gekommen.
  • Überdenken Sie Ihre Investition, wenn sich eine Konjunkturflaute andeutet. Wenn sich das Wirtschaftsklima eintrübt, müssen Sie darauf achten, wie Ihre Investition darauf reagieren wird. Insbesondere Unternehmen mit einem hohen Anteil im Schifffahrtgüterverkehr können dann vor Problemen stehen. Im Zweifel sollten Sie sich von der Aktie trennen.
  • Achten Sie auf politische Einflüsse: Sie sollten die politische Diskussion bezüglich einer Besteuerung von Flugbenzin oder einer Anhebung von Mautgebühren im Auge behalten.
  • Denken Sie langfristig. Die Zeit spielt für Sie. Das Frachtvolumen wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten deutlich zunehmen und das Geschäft für die Logistiker anfachen. Eine Investition in beide empfohlenen Aktien ist langfristig richtig.

30. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.