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Lohn- und Einkommensteuerberechnung: Was es zu beachten gibt

Das Thema Steuerberechnung ruft bei einigen Steuerzahlern nach wie vor Verunsicherung hervor. Jedoch tragen einige Hilfsmittel dazu bei, die recht komplizierten Steuerberechnungen zu vereinfachen.

Abgaberechner bieten eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, die Steuerschuld zu ermitteln. Zu beachten wäre hierbei das zu versteuernde Einkommen. Dies bildet die Grundlage zur Ermittlung der Steuerlast.

Hilfsmittel bei der Lohn- und Einkommensteuerberechnung

Die Einkommensteuertarife finden sich im § 32a EStG. Allerdings tragen die dort aufgeführten Formeln zur Berechnung der Einkommensteuer nur bedingt zum Verständnis bei.

Um die Ermittlung der Einkommensteuerlast für jeden Steuerzahler so übersichtlich wie möglich zu gestalten, werden vom Gesetzgeber auch Einkommensteuertabellen angeboten, anhand derer die Berechnung der Einkommensteuer vorgenommen werden kann.

Ein zusätzliches Angebot des Bundesministeriums für Finanzen ist ein Abgabenrechner zur Ermittlung der Lohn- und Einkommensteuer.

Grundsätzliches zur Lohn- und Einkommensteuer

Während Arbeitnehmer und Pensionisten zur Zahlung der Lohnsteuer verpflichtet sind, wird bei Selbstständigen die Einkommensteuer erhoben.

Der Unterschied zwischen Lohn- und Einkommensteuer liegt lediglich in der Erhebungsform, der Steuertarif bleibt bei beiden Formen gleich. Arbeitnehmer profitieren jedoch von zusätzlichen Absetzbeträgen und Steuerbefreiungen.

Grundlage für die Berechnung der Lohnsteuer ist der Bruttolohn und die entsprechende Steuerklasse. Die Basis für die Berechnung der Einkommensteuer ist hingegen das zu versteuernde Einkommen. Hierfür sind alle Freibeträge, Pauschalen und abzugsfähige Ausgaben anzugeben.

Während die Lohnsteuer vom Arbeitgeber einbehalten und direkt an das Finanzamt abgeführt wird, wird die Einkommensteuer im Veranlagungsweg erhoben. Dies erfordert die Abgabe einer Einkommensteuererklärung, auf deren Grundlage die Einkommensteuer ermittelt wird.

Auch Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit werden in die Einkommensteuererklärung aufgenommen. Jedoch wird die bereits einbehaltene Lohnsteuer auf die Einkommensteuer angerechnet. Zusätzlich ist zu beachten, dass auch die lohnsteuerpflichtigen Einkünfte nachträglich veranlagt werden.

Grundtabelle, Splittingtabelle und Lohnsteuertabelle

Grundtabellen, Splittingtabellen für zusammen veranlagte Ehepartner und Lohnsteuertabellen können helfen, die Einkommensteuerschuld anhand des zu versteuernden Einkommens abzulesen.

Diese Tabellen sind zwar hilfreich, jedoch nicht immer jedem Steuerzahler zur Hand. Auch wenn die Steuerschuld recht hoch anzusiedeln ist, reichen die Steuertabellen meist für eine Berechnung nicht aus. Hier kommt dann der Abgabenrechner zum Zuge.

Abgabenrechner: Eine wichtige Hilfe zur Ermittlung der Steuerlast

Abgabenrechner sind bei der Berechnung der Lohn- und Einkommensteuer besonders hilfreich. Aufpassen sollte der Nutzer jedoch, wenn er tarifliche Sondervorschriften, wie zum Beispiel den Progressionsvorbehalt, beachten muss. Steuerfreie Einkünfte werden hierbei nicht direkt besteuert, werden jedoch bei der Ermittlung des Steuersatzes für die übrigen Einkünfte berücksichtigt.

Ein erhöhter Steuersatz ist die Folge. Diese Sonderregelungen bleiben bei der Ermittlung der Steuerlast meist unberücksichtigt und können so die Angaben verfälschen. Dennoch lohnt es sich, zumindest einen Blick auf einen Abgabenrechner zu werfen.

7. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.