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London vs. Berlin – Preissenkung und -steigerung im Luxus-Segment

Die vergangenen Jahre haben in Europa einen absoluten Immobilien-Spitzenmarkt hervorgebracht: London. Die britische Metropole hat auch einen Großteil der Immobilieninvestitionen des gesamten Landes auf sich gezogen. Dort sind über die Jahre hinweg massive Preissteigerungen zu verzeichnen gewesen. Man kann sogar so weit gehen und sagen: London hat im Laufe der vergangenen Jahre sein Gesicht verändert.

London: Trendende im Luxus-Segment

Dazu haben sicherlich auch die extrem teuren Luxus-Immobilien beigetragen. Doch genau in diesem Segment deutet sich jetzt ein Trendende an. Vielleicht ist das ein Signal für den gesamten Londoner Immobilienmarkt. Nach Preissteigerungen von 100 % und mehr in nur wenigen Jahren ist jetzt vielleicht der Punkt erreicht, wo das Pendel zurückschlägt.

Das legen auf jeden Fall aktuelle Daten aus London nahe. So ist ein Luxusanwesen mit 1.060 m² in der angesagten Saint John Woods Gegend nun für 28 Mio. Pfund erhältlich. Im Sommer 2013 erfolgte das erste Listen für dieses Objekt immer noch bei 39 Mio. Pfund.

Preise auf dem Rückzug

Auch bei abgeschlossenen Verkäufen waren die Preise zuletzt auf dem Rückzug. Das gilt zum Beispiel für ein Anwesen im Bereich Kensington des Gartens. Im Herbst lag das erste Angebot für das Anwesen bei unglaublichen 118 Mio. Pfund.

Verkauft wurde es jetzt für 78 Mio. Pfund. An den Preisen erkennt man aber auch, dass es sich wirklich um außergewöhnliche Luxusimmobilien in einem ganz speziellen Teilmarkt der Metropole London handelt.


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Transaktionsvolumen im Luxussegment 2015 um ein Drittel eingebrochen

Nach Angaben der Marktexperten von Knight Frank ist das Transaktionsvolumen im Luxussegment in London 2015 um rund ein Drittel gesunken. Die Experten von Knight Frank machen dafür auch externe Faktoren, wie beispielsweise eine neu eingeführte Steuer aus dem Jahr 2014, verantwortlich.

Die ist insbesondere dann fällig, wenn Investoren in London einen Zweitwohnsitz erwerben oder auch Immobilien als Investment aufkaufen. Nun wird dieser Steuersatz sogar noch einmal weiter erhöht.

Hier hat der britische Staat also aktiv in den Immobilienmarkt eingegriffen. So soll der Standort London vor zu viel ausländischem Kapital geschützt werden. Wenn man sich jedoch heute in London umschaut, kann man den Eindruck bekommen, dass dieser Schritt sehr spät kommt. Vielleicht ist dieser Schritt aber noch nicht zu spät.

Berlin: Potenzial im Luxus-Segment

In Deutschland sieht es in diesem Segment jedoch ganz anders aus. Schaut man sich die Daten zum deutschen Markt für Luxusimmobilien an, heißt es kurz zusammengefasst: Vor allem in Berlin ist noch sehr viel Potenzial in diesem speziellen Immobiliensegment.

Davon sind etliche Marktexperten überzeugt: So erwartet der Immobilienverband Deutschland (IVD) weitere große Zuwächse im Luxus-Segment in Berlin. Die deutsche Hauptstadt spielt zwar international in der ersten Liga mit großen Namen wie London, Paris oder New York. Doch das ist bei den Immobilien nicht angekommen – speziell bezogen auf das Luxus-Segment.

Bis zu 19.000  Euro pro Quadratmeter in Berlin

Immobilien in den anderen Metropolen kosten vielfach das Dreifache. Dennoch kann Berlin bei den Toppreisen immerhin in der Champions League mitspielen: Laut aktueller Marktdaten der Makler von Engel & Völkers lag der Spitzenpreis für ein Luxusobjekt in Berlin bei rund 19.000 Euro pro Quadratmeter. In Köln brachte es das Topobjekt „nur“ auf 9.800 Euro pro Quadratmeter.

Etliche Marktexperten sehen jetzt das Potenzial. Viele internationale Investoren sind auf der Suche nach attraktiven Immobilien in Deutschland – das ist keine neue Entwicklung. Doch gerade im Luxussegment locken jetzt noch hohe Renditen. Was da möglich sein kann, hat der Immobilienstandort London in den vergangenen zehn Jahren gezeigt.

Insofern ist es auch weiterhin für Immobilien-Investoren spannend, genau auf diese Standorte der deutschen Metropolen zu setzen. Dabei muss man jedoch eine Sache klar beachten: Im Luxussegment sind die regionalen Unterschiede extrem groß. München und Hamburg spielen hier ganz klar in einer eigenen Liga. Das gilt vor allem für die großen Objekte. Die Spitzenpreise erreichen dort auch schon mal mehr als 10 Mio. Euro – so viel wie an keinem anderen deutschen Standort.

Keine Frage: Dies ist schon ein spezielles Segment. Hier hängt sehr viel auch an der Individualität der einzelnen Objekte. Bei hohen einstelligen Millionenbeträgen müssen es schon ganz besondere Objekte sein – sonst sind diese Preise nicht realisierbar. Dennoch kann es sich lohnen, genau in dem Segment aktiv zu werden – denn die Gewinnchancen sind auch besonders groß.

20. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.