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Long Straddle: Die Alternative in unsicheren lebhaften Märkten

Der Begriff “Long Straddle” bedeutet nichts anderes als:

Gleichzeitiger Kauf von Call-Option und Put-Option bzw. Call-Optionsschein und Put-Optionsschein”.

Dabei wählt man jeweils für Call und Put dieselben Stückzahlen, dieselbe Basis (Strike) und dieselbe Laufzeit!

Die Basis wird dabei in der Regel so nah am Geld wie möglich gewählt (möglichst gleiches Niveau wie der aktuelle Kurs des Underlyings).

Wofür brauche ich das?

Mit einem Long Straddle konstruiert der Anleger eine Strategie, die auf verstärkt verändernde Kurse des Underlyings setzt. Dabei ist es egal, ob der Kurs steigt oder fällt!

Der Long Straddle wirft Gewinne ab, indem bei stärker steigenden Kursen der Call rasant ansteigt und somit die Verluste des Puts überkompensiert. Bei stark fallenden Kursen sollen die Gewinne des Puts die Verluste des Calls überkompensieren und somit auch ein positives Gesamtresultat erzielen.

Bedingung ist, dass sich der Kurs des Underlyings innerhalb der Laufzeit des Calls und Puts stärker in eine Richtung bewegt.

Stagnierende oder sich wenig verändernde Kurse sind der Tod des Long Straddle.


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Es kann dann im Worst Case ein Totalverlust eintreten. Aus diesem Grunde sollten nur erfahrene Anleger diese Strategie aufbauen und nur ein Bruchteil des Kapitals eingesetzt werden.

Beispiel:

„Kauf 10 Kontrakte Call ODAX 6850 20. April 12“

Letzter Kurs (23.02.2012, 13:24)

222,- Euro

plus

“Kauf 10 Kontrakte Put ODAX 6850 20. April 12“

Letzter Kurs (23.02.2012, 13:24)

248,- Euro

Der Anleger hofft nun auf stärker steigende Dax-Kurse oder stärker fallende Dax-Kurse bis 20. April 2012.

1. Steigt der Dax beispielsweise auf 7.500 Punkte, so hätte der Call einen rechnerischen inneren Wert von 650 Euro, der Put wäre wertlos. Somit hätte der Anleger 650 Euro – 222 Euro  – 248 Euro = 180 Euro /Optionenpaar verdient.

Das entspräche einem Profit von +38,3%, obwohl der Dax nur 9,5% zugelegt hat.

Aber auch bei fallenden Kursen verdient dieser Long Straddle.

2. Fällt beispielsweise der Dax-Index auf 5.500 Punkte, dann wäre der Put 1.350 Euro wert, der Call hingegen wertlos. Der Anleger hätte 1.350 Euro – 222 Euro – 248 Euro = 880 Euro/Optionenpaar verdient.

Das entspräche einem Profit von +187,3%, obwohl der Dax nur 19,7% verloren hat.

Ein Totalverlust tritt dann ein, wenn der Dax-Index am Laufzeitende genau bei 6.850 Punkten steht.

Tipp:

Diese Strategie wendet man in Phasen an, in denen nicht vorhersehbar ist, in welche Richtung der Markt sich bewegt, es aber klar ist, dass er sich stärker bewegt. Zurzeit haben wir so eine Situation.

Der Dax ist durchaus korrekturanfällig, immerhin haben wir seit dem Jahreswechsel 1000 Punkte zugelegt. Auf der anderen Seite ist er aber auch nach oben euphoriegefährdet, was Anstiege bis 7.500 tatsächlich ermöglichen würde.

Ein Long Straddle im Dax ist zurzeit mit Sicherheit nicht der schlechteste Gedanke!

16. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten Chancen-Investor und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!