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MACD: Charttechnik als Trendfolger

Die MACD-Charttechnik gehört in den vergangen Jahren zu den meistgenutzten Instrumenten der Markttechnik.

Die Abkürzung MACD steht dabei für den „Moving Average Convergence Divergence Indikator“. Dieser basiert auf dem Handelssystem des „Trendfolgers“, er baut demnach auf bereits bestehenden Kurstrends auf.

Dies bedeutet, dass Anleger, die die MACD-Charttechnik nutzen, bei bereits steigenden Kursen investieren und im Gegenzug – falls möglich – bei fallenden Kursen Leerverkäufe tätigen.

Mehr zum Thema: Die MACD-Strategie: Der Indikator als Signalgeber

MACD Charttechnik: Trittbrettfahrer für bestehende Trends

Gleichzeitig ist es mit dieser Technik jedoch nicht möglich, den höchstmöglichen Gewinn einer Geldanlage zu erzielen. Der Anleger steigt hierbei schließlich erst in eine Investition ein, wenn der Kurs bereits steigt – der niedrigste Preis für einen Einstieg wird dadurch natürlich verfehlt.

Der MACD wird dabei mit Hilfe von zwei Gleitenden Durchschnitten berechnet. Ein Gleitender Durchschnitt ist ein Indikator, welcher den durchschnittlichen Kurs einer Anlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums darstellt.


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Zur Berechnung dieser Indikatoren werden die jeweiligen Schlusskurse des Berechnungszeitraums – sagen wir der vergangenen 100 Tage – genommen und daraus ein Mittelwert berechnet. Am folgenden Tag ersetzt dann der aktuelle Schlusskurs den jeweils ältesten. Daraus entsteht nun eine Trendlinie.

Berechnung mit Gleitenden Durchschnitten

Bei der MACD Charttechnik werden standardmäßig die Gleitenden Durchschnitte von 12 (GD12) sowie 26 (GD26) Perioden verwendet. Perioden stehen hierbei für Tage, Wochen, Monate oder in Extremfällen sogar Jahren. Natürlich können Investoren diese Werte auch persönlich ändern.

Jeweils gleich bleibt jedoch die Berechnung der MACD Charttechnik. Hierzu wird der GD des längeren Zeitraums von dem des kürzeren Zeitraums subtrahiert. Daraus entsteht nun eine neue Linie, welche sich um eine Nulllinie herum aufbaut.

MACD Charttechnik: Signallinie für den Handel

Nun wird noch eine Signalline benötigt, welche ausschlaggebend für Kauf- oder Verkaufsignale ist. Diese wird berechnet, indem ein neuer Gleitender Durchschnitt der MACD-Linie berechnet wird. Standardmäßig geschieht dies über den Zeitraum von neuen Perioden.

Überschreitet die MACD-Linie diese neue Linie nun, meldet die Charttechnik ein Verkaufssignal. Sinkt die Linie dagegen unter den Signalgeber, erhält der Analyst ein Kaufsignal.

Je weiter sich der MACD dabei von der Signallinie entfernt, desto stärker ausgeprägt ist der Trend.

MACD Charttechnik: Divergenz-Analyse

Neben der reinen Trendbestimmung wird die MACD Chartanalyse auch für die Divergenz-Analyse genutzt. Hierbei werden die Extremwerte im Kurs mit dem Trend des MACD abgeglichen.

Hat der Kurs beispielsweise höhere Hochs, welche sich jedoch nicht durch neue Hochpunkte im MACD bestätigen, ist die Rede von einer „bärischen Divergenz“. Diese kann einen möglichen Trendwechsel ins Negative anzeigen. Im umgekehrten Fall spricht man von einer bullischen Divergenz.

MACD Charttechnik alleine unsicher

Auch wenn sich der MACD in den meisten Marktsituationen einsetzen lässt, sollten sich Anleger nicht allzu sehr auf ihn verlassen. In der Vergangenheit hat diese Charttechnik gelegentlich Fehlsignale produziert, die finanzielle Verluste nach sich ziehen können.

Anleger sollten daher weitere Charttechniken zur Absicherung nutzen.

Mehr zum Thema: MACD-Berechnung: So funktioniert es

6. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.