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MACD: Der Vielkönner – Teil 2

In der letzten Woche starteten wir hier auf Chartanalyse-Trends eine Serie zu dem wichtigen und hoch interessanten Indikator MACD.

Im Teil 1. hatten wir uns damit beschäftigt, wofür die Abkürzung MACD steht, wer ihn entwickelt hat und warum er so vielseitig einsetzbar ist.

Heute werden Sie hier erfahren, wie er konstruiert wird.

Das Wissen darum, auf welchen Berechnungen ein Indikator basiert, ist sehr wichtig für sein Verständnis. Denn nur wenn ich in der Charttechnik weiß, wie etwas aufgebaut ist, kann ich beurteilen, welchen Indikator ich wann, wo und zu welchem Zweck einsetze und wie ich seine Ergebnisse interpretieren kann.

Die Konstruktion des MACD

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach ausschaut: Der MACD wird aus 3 exponentiellen Gleitenden Durchschnitten konstruiert – auf dem Chart sieht man nämlich nur 2 davon.

Die MACD-Linie

Der Grund dafür ist darin zu suchen, dass die eigentliche MACD-Linie aus der Differenz zweier exponentieller Gleitender Durchschnitte (GDs) errechnet wird.


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In der Charttechnik werden standardmäßig die Gleitenden Durchschnitte über 12 und 26 Perioden (also Tage, Wochen, Monate etc.) benutzt. Doch auch wenn Sie eigene Periodenwerte verwenden: Immer wird der längere GD vom kürzeren subtrahiert – bei der Standardeinstellung also der GD26 vom GD12.

Konstruktion der MACD-Linie: Der längere exponentielle Gleitende Durchschnitt (EMA26) wird vom kürzeren (EMA12) subtrahiert

Wie Sie auf dem obigen Wochenchart des Dow Jones Industrial Average sehr schön erkennen können, ist das Ergebnis der Subtraktion, die MACD-Linie, ein Oszillator, der um die Nulllinie als Mittelpunkt pendelt.

Ein positiver Wert der MACD-Linie bedeutet also: Der kürzere exponentielle Gleitende Durchschnitt notiert ÜBER dem längeren (vergleiche oberer Chartteil). Ein negativer Wert zeigt an, dass der kürzere exponentielle Gleitende Durchschnitt UNTER dem längeren liegt.

MACD: Die Signallinie

Wichtig ist, dass die Überkreuzungen dieser beiden Durchschnitte, die sich ja jeweils in einem Durchgang durch die Nulllinie (senkrechte blaue Linien) manifestieren, hierbei KEINE Rolle als Signalgeber spielen.

Signalgeber (in der Charttechnik-Terminologie auch Trigger genannt; engl. für Auslöser) ist nämlich die dritte Durchschnittslinie. Sie ist letztlich nichts anderes, als ein Gleitender Durchschnitt der MACD-Linie. Standardmäßig wird hier ein 9-Perioden-Durchschnitt (also Tage, Wochen, Monate etc.) verwendet.

Überkreuzt die Signallinie die MACD-Linie von oben nach unten, dann liegt ein Verkaufssignal vor. Kreuzt der Trigger die MACD-Linie von unten nach oben, dann erhalten wir ein Kaufsignal.

Diese Überkreuzungen sind in der nachfolgenden Grafik des Dow Jones Industrial Average mit senkrechten roten (Verkaufssignal) und grünen Linien (Kaufsignal) kenntlich gemacht. Zurzeit befindet sich der Dow Jones also im Kaufsignal.

MACD-Linie + Trigger: Kauf- und Verkaufsignale

Da Ihnen vermutlich von den vielen Durchschnitten jetzt schon etwas schwummerig vor Augen ist, erfahren Sie in der nächsten Folge, warum hier ausgerechnet ein Wochenchart verwendet wurde.

Darüber hinaus erfahren Sie, wie der MACD als Trendanzeiger, Trendfolger und zur Untersuchung von Divergenzen eingesetzt wird.

Viel Erfolg an den Börsen!

15. September 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.