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Makler: Kein Anspruch auf Provision bei höherem Kaufpreis

Das Dresdner Oberlandesgericht musste in einem Streit zwischen Makler und Immobilienkäufer entscheiden: Ein Ehepaar wollte die Wohnung, in der es bislang zur Miete wohnte, kaufen. Ein Makler wollte diesen Kauf in trockene Tücher bringen.

Im Maklervertrag wurde vereinbart, dass das Ehepaar dem Makler eine Provision zahlen würde. Als Grundlage für diese Provision wurde die Kaufpreisvorstellung des Ehepaars von 220.000 Euro angenommen.

Makler: Weit höherer Kaufpreis als ursprünglich vereinbart

Doch statt des erhofften Preises wurde schlussendlich eine Summe von 275.000 Euro für die Mietwohnung vom Vermieter und Eigentümer aufgerufen.

Deshalb verweigerte das Ehepaar dem Makler die Provision. Der  Makler zog daraufhin vor Gericht und kassierte dort eine Niederlage.


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Makler: Keine Provision fällig, wenn endgültiger Preis um 25 Prozent zu hoch liegt

Das Oberlandesgericht Dresden schlug sich auf die Seite des Ehepaars und verwies darauf, dass es zwar eine verhandlungsbedingte Unsicherheit bei Immobiliengeschäften gibt.

Der genaue Endpreis könne deshalb letztendlich nicht konkret festgelegt werden im Vorfeld.

Doch bei einer mehr als 25-prozentigen Abweichung vom ursprünglich erwarteten Kaufpreis handelt es sich nicht mehr um eine wirtschaftliche Gleichwertigkeit, wie das Gericht in seiner Urteilsbegründung schrieb.

Kontaktiert ein Makler die Mieter einer Wohnung, informiert sie über die Verkaufsabsicht des Eigentümers bzw. Vermieters und erklärt sich bereit, für den Mieter den Kauf in die Wege zu leiten, dann gilt folgendes:

Eine versprochene Provision des Mieters ist lediglich als Vermittlungsauftrag und nicht als Nachweismaklerauftrag zu werten.

Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf Provision, wenn der tatsächlich entstehende Preis den zuvor gemeinsam vorgestellten Preis um ein Viertel übersteigt.

Oberlandesgericht Dresden, Aktenzeichen 8 U 1167/08

Ein wichtiges Urteil für Immobilienkäufer, die einen Makler beauftragt haben und trotzdem wesentlich mehr als ihren ursprünglich vorgestellte Wunschpreis zahlen müssen.

Denn neben dem ohnehin schon deutlich höheren Preis auch noch den Makler dafür „belohnen“ zu müssen, dass er nicht den gewünschten Preis erzielt hat, wäre nicht akzeptabel.

27. November 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.