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Manz AG: Wie Dieter Manz Alternativen zur Solarproduktion findet

Die Manz AG, 1987 als Spezialmaschinen-Hersteller für die Solarindustrie gegründet, hat neue Absatzmärkte ins Visier genommen. Die Krise der Solarbranche führte bei Manz 2012 zu einem Minus beim EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von 31 Mio. €.

Durch eine strategische Neuausrichtung auf neue Geschäftsfelder ist der AG im Jahr 2013 mit einem Rekordumsatz von rund 266 Mio. € die Trendwende geglückt. Besonders die Nachfrage für Maschinen zur Herstellung von Displays für Smartphones und Tablets sorgte für ein Umsatzplus von 45% und ein positives EBIT.

Weiteres Potential für das Unternehmen steckt in den Anlagen zur Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien – ein Thema, das für Hersteller von Elektroautos eine Rolle spielen wird.

Spannend ist zudem, wie viel Wachstumsspielraum diese Produktion auch in den Bereichen der stationären Stromspeicherung sowie der Premium Consumer Electronics bietet.

GeVestor.de sprach mit dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden der Manz AG, Dieter Manz, darüber, was die Anleger in Zukunft von der Diversifizierung in unterschiedliche Geschäftsfelder erwarten können.

GeVestor: Die Manz AG hat die Krise in der Solarbranche deutlich zu spüren bekommen. Der Umsatz wurde hauptsächlich durch andere Geschäftsbereiche generiert. Wird der Bereich Solar wieder zulegen können oder droht diesem Standbein die Amputation?

Manz AG: Nein, im Gegenteil! Die Solarbranche ist wieder im Aufwind. Im vergangenen Jahr konnte der Endkundenmarkt für Solarzellen und -module erneut wachsen und mit 36 GW lag die weltweit neuinstallierte Photovoltaik-Leistung so hoch wie nie zuvor.

Wir rechnen damit, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird. Die Marktkonsolidierung unter den Herstellern ist nahezu abgeschlossen und der Preisverfall der Module hat sich deutlich abgeschwächt, so dass wieder in neue effiziente Produktionsanlagen investiert wird.

Auch in Krisenzeiten waren wir vom großen Potenzial der Photovoltaik in Märkten wie China, Indien, den USA, der Türkei, Südafrika oder dem Nahen Osten überzeugt und haben unsere Entwicklungsaktivitäten in der kristallinen Photovoltaik wie auch im Dünnschicht-Solarbereich vorangetrieben.

Das höchste Potenzial für Kostensenkungen und Steigerung von Wirkungsgraden weist dabei die CIGS-Dünnschicht-Technologie auf.

Mit unserer schlüsselfertigen, voll integrierten Produktionslinie zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen sind wir in dieser Zukunftstechnologie weltweit führend. Dementsprechend sehen wir hier große Verkaufschancen im laufenden Geschäftsjahr.

GeVestor: Ihre Display-Sparte hat dem Unternehmen im vergangenen Jahr Rekordumsätze beschert. Wie lange kann diese Entwicklung noch anhalten?


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Manz AG: Der derzeitige Wachstumstreiber unseres Geschäftsbereichs Display sind Geräte mit Touchpanel-Displays wie beispielsweise Smartphones und Tablet-Computer. Die Nachfrage auf diesem Endkundenmarkt boomt unverändert.

Deshalb rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr 2014 in diesem Geschäftsbereich mit einer weiterhin positiven Entwicklung des operativen Geschäfts. Die in diesem Jahr erhaltenen Großaufträge in diesem Geschäftsbereich lassen uns sehr optimistisch auf das Gesamtjahr blicken.

Die erhöhte Nachfrage sowie die zusätzlichen Anwendungsbereiche werden nach unserer Einschätzung zu Neu- und Ersatzinvestitionen in Produktionsanlagen führen, von denen die Manz AG in ganz entscheidendem Maße profitieren kann.

Dieter_Manz

Vorstandsvorsitzender Manz AG: Dieter Manz*

GeVestor:  Für Handys und Tablets wird die Leistung der Akkus immer entscheidender. Welche Potenziale sieht die Manz AG für den Bereich Battery in diesem Markt?

Manz AG: Sie sprechen mit der Batterielaufzeit einen entscheidenden Punkt für die weitere Verbesserung von Handys und Tablets an. Mit unseren Produktionstechnologien im Bereich Battery ermöglichen wir der Unterhaltungsindustrie, die Kapazität und Lebensdauer der Akkus kontinuierlich zu steigern.

Nicht nur im Bereich Premium Consumer Electronics, auch auf den Zukunftsmärkten E-Mobility und stationäre Energiespeicherung ist eine zunehmende Marktdynamik festzustellen. Mit unserem Technologie-Portfolio sind wir hier ausgezeichnet aufgestellt, um unsere Marktposition in diesen Zukunftsmärkten weiter auszubauen.

Im Bereich Battery sehen wir somit ein hohes Umsatz- und Ertragspotenzial mit der Chance, mittelfristig ein vergleichbares Niveau wie im derzeit boomenden Geschäftsbereich Display erreichen zu können.

Alle Branchen, die wir mit unseren Maschinen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien beliefern, bieten ausgezeichnete Perspektiven für die Manz AG.

Im April haben wir mit der Übernahme der Maschinenbausparte des italienischen Technologie-Unternehmens Kemet Electronics Italy unser Technologie-Portfolio um ausgewiesenes Know-how in der Wickel- und Laminier-Technologie ergänzt und uns den Marktzugang zu wichtigen, internationalen Kunden erschlossen.

GeVestor: Batterie-Technik gewinnt auch in der Automobilindustrie, gerade mit Blick auf den Bereich Elektromobilität, immer mehr an Bedeutung. Die Manz AG wurde schon öfter in Zusammenhang mit dem Elektroauto-Hersteller Tesla gebracht. Wann wird die Manz AG Tesla oder einen der anderen großen Autohersteller als Partner gewinnen können?

Manz AG: Die Elektromobilität ist ein Zukunftsmarkt, der zunehmend an Dynamik gewinnt. Wir werden unsere Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten für Batterietechnologien weiter intensivieren und suchen selbstverständlich den Kontakt mit allen potenziellen Kunden.

Aufgrund unseres umfassenden Technologie-Portfolios ist es meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit, wann wir weitere namhafte Kunden bekanntgeben können.

GeVestor: Welches Marktpotential sehen Sie für die Manz AG in diesem Bereich?

Manz AG: Momentan erfüllen Lithium-Ionen-Batterien noch nicht die Erwartungen, um sich in der Breite als wirkliche Alternative zu herkömmlichen Antriebssystemen zu etablieren.

Das liegt vor allem auch an den noch relativ hohen Produktionskosten der Batterien, die mit zunehmender Massenproduktion jedoch zwangsläufig sinken werden.

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Produktionsanlagen für Lithium-Ionen-Batterien wollen wir für den Durchbruch dieser Zukunftstechnologie sorgen und von einer dynamischen Marktentwicklung in Zukunft profitieren.

GeVestor: Ende 2013 hat die Manz AG mit einer Kapitalerhöhung knapp 30 Mio. € eingesammelt, um den Bereich Battery auszubauen und mögliche Zukäufe tätigen zu können. Wie haben Sie das Geld bislang verwendet, welche konkreten Investitionen stehen jetzt an?

Manz AG: Mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung haben wir unsere Eigenkapital-Ausstattung deutlich verbessert und eine nachhaltige Basis für die Finanzierung des Unternehmenswachstums geschaffen.

Daneben haben wir, wie geplant und kommuniziert, die Übernahme der Maschinenbausparte des italienischen Technologie-Unternehmens Kemet Electronics Italy, einem Tochterunternehmen der amerikanischen KEMET Corporation, durch die Mittel aus der Kapitalerhöhung finanziert.

GeVestor: 2013 hat die Manz AG wieder ein positives EBIT vermelden können, insgesamt steht aber noch ein Minus in der Bilanz. Wie lautet die Prognose des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2014?

Manz AG: Für das Geschäftsjahr 2014 rechnen wir aufgrund der positiven Aussichten in den Geschäftsbereichen Display und Battery sowie einem Auftragsbestand von derzeit rund 133 Mio. € und dem geplanten Verkauf einer CIGSfab mit einem starken Umsatzwachstum bei einem deutlich verbesserten EBIT im Vorjahresvergleich.

* (c) Manz AG.

28. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.