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Margin Call: Erklärung des Begriffs, der unangenehme Folgen hat

Der Begriff Margin Call wurde von Hollywood im gleichnamigen Film (in Deutschland „Der große Crash“) verarbeitet und mit Betrügereien in der Hochfinanz gleichgesetzt. Das hat mit der Realität allerdings wenig zu tun. Ein Margin Call trifft oft auch Privatanleger und ist keineswegs erfreulich.

Was ist ein Margin Call?

Beim Handel mit bestimmten Finanzprodukten ist es nicht notwendig, die ganze Summe, mit der gehandelt wird, auch wirklich auf seinem Tradingkonto zu hinterlegen. Es reicht, eine sogenannte Margin, die nur einen Bruchteil des gehandelten Volumens ausmacht, als Sicherheit auf dem Tradingkonto zu haben.

Dies gibt dem Anleger die Möglichkeit, mit weit höheren Summen zu handeln, als er selber an Vermögen hat. Auf der anderen Seite kann er auch mehr Geld verlieren, als auf seinem Tradingkonto ist. In diesem Fall erhält er dann einen Margin Call von seinem Broker mit der Aufforderung, den Verlust auszugleichen.

Margin Call: Bedeutung des Begriff Margin

Der Begriff Margin stammt, wie so oft im Finanzwesen, aus dem Englischen. „To margin“ bedeutet so viel wie etwas begrenzen oder einen Spielraum zulassen. In diesem Fall wird der finanzielle Spielraum des Anlegers begrenzt – überschreitet er diese Grenze, muss er für Ausgleich sorgen.


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Wen kann ein Margin Call treffen?

Wer mit Aktien oder Optionsscheinen handelt, kann beruhigt sein. Da er die Aktien ja in voller Höhe erwirbt, ist sein maximaler Verlust auch auf diesen Einsatz begrenzt. Auch wenn der Hebel bei Optionsscheinen schon höhere Chancen wie auch Risiken bietet, so ist doch immer die volle Summe zu investieren und eine Nachschusspflicht somit ausgeschlossen.

Betroffen sind Geschäfte, die über die Terminbörse abgewickelt werden, sowie der Devisen- und der CFD-Handel.

Der Handel an den Warenterminbörsen ist Privatanlegern kaum zugänglich. Der Handel mit CFDs und der Forexhandel (Devisenhandel, Forex = Foreign Exchange) werden in letzter Zeit stark beworben und locken mit großen Gewinnchancen.

Diese Chancen auf große Gewinne sind dadurch bedingt, dass mit einem bis zu 400-fachen Hebel gehandelt werden kann. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass aufgrund des hohen Hebels auch das Risiko entsprechend höher ist und so der Verlust schnell die hinterlegte Sicherheitsleistung, die Margin, übersteigen kann.

Wie schützt man sich vor einem Margin Call und den Folgen?

Der erste Schutz, um keinen Margin Call und die damit verbundene Nachschussverpflichtung zu erhalten, besteht wie bei allen Finanzgeschäften darin, keine Produkte zu handeln, die man nicht versteht.

Auch wenn die Werbung für CFD- und Forexhandel immer wieder anpreist, wie einfach der Einstieg in diese Handelsmöglichkeiten ist, so sollte man sich immer im Klaren darüber sein, dass der Hebel dieser Produkte in beide Richtungen wirkt und neben den Chancen ebenso große Risiken mit sich bringt.

Nur wer die Produkte und Märkte kennt, wer es versteht, mit dem sinnvollen Einsatz von Stop/Loss zu arbeiten und wer ein ausreichendes Risikomanagement betreibt, kann auf Dauer erfolgreich sein.

Für jeden, der die ersten Schritte in diesen Märkten macht, ist es ratsam, einen Broker zu suchen, der eine „Bremse“ eingebaut hat, also beim Erreichen der kritischen Verlustgrenze alle Positionen schließt und keine weiteren Trades zulässt. Mittlerweile gibt es einige Anbieter, die einen solchen „Verlustschutz“ anbieten.

22. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.