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Mega-Fusion: Vonovia übernimmt Deutsche Wohnen

Wenn man in Immobilien investieren möchte, muss man nicht gleich eine eigene Wohnung oder ein eigenes Mietshaus kaufen. Kleinere Summen lassen sich durchaus anderweitig anlegen. Zum Beispiel in die Aktien börsennotierter Immobilienkonzerne. Zwei davon haben in den letzten Tagen von sich reden gemacht: Die Vonovia AG will die Deutsche Wohnen AG übernehmen. Um was für Konzerne handelt es sich dabei?

Vonovia: Marktführer für Wohnimmobilien

Früher trug Vonovia den Namen „Deutsche Annington“. Eine Londoner Beteiligungsfirma gründete das Unternehmen, indem es 11 Wohnungsbaugesellschaften mit rund 65.000 Eisenbahnerwohnungen von der Bundesrepublik Deutschland kaufte.

Nach weiteren Wohnungskäufen in Kiel übernahm die Deutsche Annington noch den Gesamtbestand an Werkswohnungen des Energieriesen RWE.


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Dann ging die Fusionitis los, und die Deutsche Annington riss sich mit der Übernahme des Immobilienunternehmens Viterra noch rund 150.000 E.ON-Wohnungen unter den Nagel. Der Börsengang erfolgte 2013. Nach dem Zusammenschluss mit der GAGFAH heißt die Holding seit Anfang September 2015 Vonovia. Inzwischen notiert die Immobilien-Holding im deutschen Leitindex DAX.

Deutsche Wohnen: Bisher auf Rang 2 am Wohnungsmarkt

Das Übernahmeziel der Vonovia AG ist die Deutsche Wohnen AG. Letztere ist ebenfalls auf Wohnimmobilien spezialisiert und notiert im MDAX. Ob die Übernahme gelingt, entscheiden die Aktionäre der Deutsche Wohnen AG. Sie können das Angebot von Vonovia annehmen – oder auch nicht. Annehmen werden sie wohl vor allem, wenn der Preis stimmt.

Net Asset Value: Die bei Immobilienaktien wichtigste Kennzahl

Neben den üblichen Kennzahlen bei der Auswahl von Aktien (Kurs-Gewinn-Verhältnis, Dividendenrendite etc.) sollte man bei Immobilienaktien eine besonders im Auge behalten: den so genannten Net Asset Value. Bei anderen Unternehmen würde man vom Buchwert sprechen. Immobilienkonzerne bewerten die Wohnungen bzw. Gewerbeobjekte in ihrem Bestand regelmäßig. Das Ergebnis ist der Net Asset Value.

Hier gilt die Faustregel: Liegt der Börsenwert (sprich die Marktkapitalisierung) unter dem Net Asset Value, dann ist ein Kauf sinnvoll. Falls nicht, dann hängt es von den Gewinnaussichten der jeweiligen Gesellschaft ab, ob sich ein Kauf lohnen kann oder nicht. Den Net Asset Value findet man übrigens jeweils in der Gewinn- und Verlustrechnung. Auch in den Quartalsberichten wird er ausgewiesen.

Wohnungsmarkt bleibt dennoch schwierig

Noch ist offen, wie rentabel Investments in Immobilienwerte sind, die sich allein auf Wohnimmobilien spezialisiert haben. Zwar heizt der Trend zu Singlewohnungen und jüngst auch der Flüchtlingsstrom die Nachfrage nach Wohnraum in Deutschland an.

Zugleich aber werden die gesetzlichen Anforderungen immer strenger – Energieausweis, energetische Sanierung, Mietpreisbremse und, und, und. Das sollte man im Auge behalten, wenn man sich für Immobilienaktien interessiert. Die Aktien-Investments sollten daher mit ähnlicher Sorgfalt ausgewählt werden wie ein Mietobjekt. Nur dann hat man auch lange Freude daran.

28. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Yannick Esters
Von: Yannick Esters. Über den Autor

Yannick Esters schreibt für den GeVestor-Newsletter "Immobilien-Telegramm" und ist Fachmann für die Immobilien-Branche.