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Mehr als das Großbritannien-Geschäft – wie der Brexit um sich greift

Würden politische Entscheidungen der Vernunft folgen, wäre vieles einfacher. Dass dem nicht so ist, zeigt das britische Referendum zum EU-Ausstieg. Wichtig ist, dass man sich als Anleger mit den möglichen Folgen beschäftigt. Auch wenn etliches noch nicht voll absehbar ist, so steht eines fest: Es gibt mehr Brexit-Verlierer als Gewinner.

Brexit Verlierer in der Unsicherheit

Neue Handelsbarrieren, Fragen zum Aufenthaltsrecht, der Verfall bisheriger Lizenzen und Privilegien im Binnenmarkt sowie Währungsschwankungen aufgrund erhöhter Unsicherheiten – war die Liste negativer Faktoren schon vor Monaten lang, tun sich seit der offiziellen Bekundung zum harten Ausstieg immer neue auf.

Selbst Signale, die in einigen Punkten auf mehr Einvernehmen schließen lassen, helfen kaum weiter. In ihrer teilweisen Widersprüchlichkeit werfen sie nur noch mehr Fragen auf. So werden schon jetzt Unternehmen zu Brexit-Verlierern, deren Geschäfte eigentlich gut laufen. Weil sie nicht mehr planen können, überschatten Reibungsverluste die Gewinnperspektiven.

Britische Banken bauen um

Ein Beispiel hierfür ist die Banken-Branche. So zeigt der Aktienkurs von Barclays seit drei Monaten wieder eine negative Tendenz. Die Bank muss sich neben ihrem internen Umbau nach Milliardenverlusten nun konkret mit Einbußen der heimischen Wirtschaft infolge des Brexit sowie dem Zugang zum europäischen Markt beschäftigen. Um weiterhin im Spiel zu bleiben, wird die EU-Zentrale nach Dublin verlagert. Der Abzug von Kapazitäten aus London macht auch den Finanzplatz zunehmend zum Brexit-Verlierer.


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Noch härter trifft es Banken wie Lloyds, die hauptsächlich in Großbritannien aktiv sind. Um die Folgen des Referendums für die Wirtschaft aufzufangen, ist Schrumpfen und Sparen angesagt. Auf der Streichliste stehen 200 Filialen und über 3.000 Jobs.

Insgesamt geht die Stimmung in der Finanzbranche rapide Richtung Null. Mit dem Brexit werden Kapazitäten nicht nur nach Europa abwandern. New York wird mit der anstehenden Deregulierung im Bankensektor London den Rang als Finanzhauptstadt ablaufen.

Airlines mit Einbußen

Vor Unwägbarkeiten steht auch der erfolgreiche Billigflieger Ryanair. Während hierzulande die Strecken ausgebaut werden, droht der Brexit den Flugverkehr teilweise lahmzulegen. Die Iren befürchten, dass im Hin und Her der Austrittsverhandlungen eine Lücke bei Genehmigungen der Flüge von und nach Großbritannien entsteht.

Ryanair will notfalls ganz auf britische Inlandsflüge zu verzichten. Immerhin muss die Flugbranche ein Jahr im Voraus planen, was aber derzeit nicht geht. Die Airline lockt zwar mit niedrigeren Preisen auf anderen Routen, doch das geht auf Kosten der Marge.

Das gesamteuropäische Modell steht auch bei Easyjet infrage. Die Briten laufen Gefahr, ihre EU-Lizenzen zu verlieren. In der Folge verlagern sie ihr Geschäft auf den Kontinent. Auch hier wird Großbritannien zum Brexit-Verlierer. Je nach Austrittsszenario rechnet die internationale Airline Organisation IATA langfristig mit Einbußen von bis zu 20 Mio. Passagieren. Weil das Land zudem andere internationale Abkommen neu regeln muss, sind auch Airlines wie British Airways betroffen.


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Auch deutsche Unternehmen gehören zu den Verlierern des Brexit. Unabhängig von Fragen zu Lizenzen und drohenden Handelshürden hat bereits das geschwächte Pfund seine Spuren hinterlassen. So verzeichnete die Pharmabranche einen Ausfuhrrückgang nach Großbritannien um 19%, die Chemiebranche um 11%. Und die Autohersteller plagt ein Minus von 14%.

Freihandelsstatus für Autos in Gefahr

Gerade für BMW wird die Problemliste immer länger. Ein Sprengsatz, der bisher kaum wahrgenommen wird: Der zollfreie Export in zahlreiche Länder steht infrage. Die Freihandelsabkommen mit der EU sehen vor, dass ein Fahrzeug zu einem bestimmten Anteil aus europäischen Komponenten bestehen muss. Für die Schweiz beispielsweise sind es 60%, für Südkorea 55%.

Das Problem: BMW produziert einen Großteil seiner Motoren in Birmingham oder Swindon, womit viele Modelle ihren Status als EU-Fahrzeug verlieren könnten. Die Sache beschäftigt die meisten deutschen Hersteller. Insgesamt sind sie auf der Insel mit 100 Produktionsstätten vertreten.

Die Unsicherheiten gehen also weit über das Geschäft mit Großbritannien hinaus und reichen bis in Details wie Energie-, Abgas- oder Datenschutzbestimmungen. Allein das zeigt die beklemmende Dynamik der EU-Austrittsverhandlungen. Jeder Punkt zieht neue Probleme nach sich und offenbart neue Brexit-Verlierer.

Für Anleger gilt umso mehr die Devise, breit gestreut zu investieren oder über ETFs die Dynamik verschiedener großer Indizes weltweit abzubilden.

19. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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