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Mehr Rendite bei Sozialwohnungen: So erhöhen Sie die Miete rechtssicher

Selbst wenn es sich zunächst anhört wie ein Widerspruch: Auch bei preisgebundenen Wohnungen können Sie die Miete erhöhen und damit Ihre Rendite steigern. Allerdings müssen Sie etwas anders an die Sache herangehen als bei der Vermietung von preisfreiem Wohnraum.

Während sich eine Mieterhöhung im freifinanzierten Wohnungsbau sofort spürbar auf die Rendite auswirken kann, genießen Sie als Vermieter von staatlich geförderten Sozialwohnungen (=Wohnungen, die mit öffentlichen Mitteln gebaut wurden) erst nach mehreren Jahren die Früchte Ihrer heutigen strategischen Überlegungen.

Für Sozialwohnungen gelten besondere rechtliche Vorgaben

Während der Preisbindung sind Sie an die gesetzlich (laut Wohnungsbindungsgesetz) vorgeschriebene Kostenmiete gebunden.

Das heißt, Sie können über die Miete Ihre laufenden Aufwendungen für die vermietete Wohnung hereinholen, mehr aber nicht. Die Kostenmiete ist in der Regel wesentlich niedriger, als die auf dem freien Mietmarkt erreichbaren Mieten.

Das bedeutet aber auch: Wenn Sie nicht aufpassen, steigen zwar Ihre Aufwendungen, doch die Miethöhe bleibt gleich – und Sie zahlen drauf. Damit Ihnen das nicht passiert, können Sie zum Beispiel eine Gleitklausel vereinbaren. Dann steigt und sinkt die Miethöhe „automatisch“ entsprechend der Höhe Ihrer laufenden Aufwendungen.


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Mit Hilfe der Gleitklausel kann der Vermieter eine erhöhte Miete von dem Tag an verlangen, an dem die Mieterhöhung zulässig ist. Die Mieterhöhung kann in diesem Fall auch rückwirkend verlangt werden. Der Betrag ist jedoch auf den Jahreshöchstbetrag begrenzt.

So erhöhen sie die Miete einer Sozialwohnung

Die Erhöhung oder Senkung der Miete einer Sozialwohnung ist gesetzlich genau geregelt und darf nicht nach Belieben erhöht werden. Folgende Mieterhöhungsfälle sind jedoch gesetzlich zugelassen:

  • höhere Kapitalkosten,
  • gestiegene Bewirtschaftungskosten und
  • höhere Gesamtkosten nach Modernisierung.

Zunächst müssen Sie als Vermieter eine wirksame Mieterhöhungserklärung abgeben. Sollte keine begründete Mieterhöhungserklärung vorliegen, ist es das Recht des Mieters, die bisher vereinbarte Miete zu bezahlen. Wenn Sie die Miete erhöhen möchten, so müssen Sie dies dem Mieter, wie bei nicht preisgebundenen Wohnungen auch, schriftlich mitteilen.

In diesem Schreiben muss der genaue Betrag genannt werden, um den sich die monatliche Miete erhöhen soll. Darüber hinaus ist es besonders wichtig, den Grund der Erhöhung nachvollziehbar zu erklären. Ohne eine entsprechende Erläuterung bleibt die Mieterhöhung unwirksam. Wichtig ist, dass der Mieter genau nachvollziehen kann, warum die Miete erhöht werden soll.

Darüber hinaus müssen dem Mieterhöhungsschreiben Nachweisbelege beigefügt werden, aus denen die Höhe der laufenden Aufwendungen ersichtlich wird. Dies kann entweder eine Kopie der Wirtschaftlichkeitsberechnung oder Auszug daraus sein. Auch eine Kopie des Bescheides von der Bewilligungsstelle über die Genehmigung der Mieterhöhung ist ausreichend.

Die Mieterhöhung ist aber auch ohne die Genehmigung der Bewilligungsstelle zulässig, sofern die anderen Voraussetzungen erfüllt sind. Eine wirksame und sorgfältig angefertigte Mieterhöhungserklärung ist in jedem Fall unerlässlich.

20. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.