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Mehrstufiger Deckungsbeitrag – Teil der kurzfristigen Erfolgsrechnung

Für eine wirtschaftliche und zielgerichtete Unternehmensführung werden gesicherte und aussagefähige Informationen benötigt.

Als geeignetes Instrument einer Kostenrechnung bietet sich das Rechnungsmodell “mehrstufiger Deckungsbeitrag“ an.

Ein Ergebnis der Deckungsbeitragsrechnung – einstufiger und mehrstufiger Deckungsbeitrag

Deckungsbeitrag und Deckungsbeitragsberechnungen helfen bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungen.

Der Deckungsbeitrag (genannt auch Bruttogewinn) gehört in den Bereich der Kostenrechnung Diese Größe ist eine Hilfskennzahl.

Mehr zum Thema: Deckungsbeitragsberechnung: Beispiel zu diesem Kalkulationsverfahren

Sie besitzt rein buchhalterischen Charakter, wenn wirtschaftliche Chancen und Risiken nicht berücksichtigt werden.

Der Deckungsbeitrag stellt jenen Betrag dar, den ein Produkt zum Decken der fixen Kosten und Erzielen des Nettoertrages leistet.

Im Allgemeinen gibt es die Unterscheidung zwischen zwei Arten des Deckungsbeitrags:

Unterschieden wird zwischen der einstufigen (DB 1) und der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung (DB 2).

Das Ergebnis der Deckungsbeitragsrechnung ist je nach Methode ein einstufiger oder mehrstufiger Deckungsbeitrag.


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Zur Berechnung des einstufigen Deckungsbeitrages (auch Direct Costing) sind von den Umsatzerlösen nur die variablen Kosten eines Produkts abzuziehen.

Diese einfache Deckungsbeitragsrechnung soll eine Vollkostenverrechnung vermeiden und auf das Verrechnen fixer Kosten verzichten.

Für die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (auch Fixkostendeckungsrechnung) werden zusätzlich zu den variablen Kosten alle weiteren fixen Produktionskosten vom Nettoerlös abgezogen.

Mehrstufiger Deckungsbeitrag – Berechnung

Der Deckungsbeitrag eines Produkts steht der Abdeckung der Fixkosten zur Verfügung.

Es kann ein ausgewogenes Produktportfolio bestimmt oder geklärt werden, für welchen Preis ein Produkt verkauft werden kann, um betriebswirtschaftlich noch rentabel zu sein.

Die Berechnungen des mehrstufigen Deckungsbeitrags sind mathematisch einfach.

Im Gegensatz zum einstufigen berücksichtigt der mehrstufige Deckungsbeitrag eine Reihe unterschiedlicher Fixkosten.

Diese Vorgehensweise ermöglicht detaillierte Aussagen, welchen Beitrag das Produkt zum Unternehmensergebnis leistet.

Je tiefgründiger die Aufteilung der Fixkosten vorgenommen wird, desto mehrstufige Deckungsbeiträge entstehen mit der Zunahme der Aufteilung der Fixkosten.

Mehr zum Thema: Sonderfall relativer Deckungsbeitrag – sein Nutzen

Ein einstufiger Deckungsbeitrag (DB 1) bildet sich aus der Differenz zwischen Umsätzen und variablen Kosten.

Ein mehrstufiger Deckungsbeitrag (DB 2 bis DB 5) entsteht unter Berücksichtigung produktspezifischer und produktgruppenspezifischer Fixkosten (DB 2, 3), Bereichsfixkosten (DB 4) und Unternehmensfixkosten (DB 5).

Beim DB 5 handelt sich schließlich um den Unternehmenserfolg.

Deckungsbeitragsrechnung – welche Rückschlüsse sie liefert

Die Deckungsbeitragsrechnung erlaubt es Unternehmen, zahlreiche strategische Überlegungen abzuleiten.

Vor Jahren wurden die variablen Kosten als Preisuntergrenze eingesetzt. Ruinöse Preiskämpfe beispielsweise in der Stahlindustrie waren die Folge.

Die variablen Kosten können in der Praxis als kurzfristige Preisuntergrenze dienen, beispielsweise, um in den Markt einzutreten oder um ein Geschäftsfeld zu beleben.

Der mehrstufige Deckungsbeitrag (mit Berücksichtigung der fixen Kosten) ist dann erforderlich, wenn ein Unternehmen auf lange Sicht eine Preisuntergrenze ausnutzen muss.

Bewegt sich das Produkt auf einem höheren Preisniveau gegenüber der Konkurrenz, eignet es sich bei einem Nullsummenspiel dennoch für eine dauerhafte Sortimentserweiterung.

Mehr zum Thema: Wann Produktion trotz negativen Deckungsbeitrags sinnvoll ist

Fazit: Ein mehrstufiger Deckungsbeitrag lässt sich dann einfach berechnen,  wenn einzelne variable und fixe Kosten feststehen.

Die Schwierigkeit besteht nicht in der Berechnung, sondern vielmehr im Festlegen der Kostenpositionen.

26. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Thomas Detlef Bär
Von: Thomas Detlef Bär. Über den Autor

Thomas Detlef Bär ist diplomierter Ökonom. Seit einigen Jahren ist er als Autor rund um den Bereich Finanzen aktiv. Dabei hat er sich auf Ratgeber- und Wissensbeiträge spezialisiert. Lesern möchte er Fakten zur Vertiefung des eigenes Wissen vermitteln und gleichzeitig zu neuen Überlegungen anregen.