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Merkel vs. Steinbrück: Wirtschaftspolitik Vergleich

Im Wahlkampf um die Bundestagswahl 2013 haben sich so langsam die wichtigsten Unterschiede in den Positionen der beiden Kandidaten herauskristallisiert.

Wir fassen für Sie im Überblick zusammen, wo Angela Merkel und Peer Steinbrück hinsichtlich der Themen Wirtschaft und Finanzen stehen.

Wer würde „teurer“ für die Bürger?

Es sieht so aus als seien die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Herausforderer für die Bundestagswahl 2013 Peer Steinbrück zwei Seiten einer Münze.

Die Kanzlerin fährt einen eisernen Sparkurs und scheut sich davor, Worte wie Steuererhöhung in den Mund zu nehmen.

Steinbrück andererseits formulierte bereits als Finanzminister Pläne, die zusätzliches Geld in die Kasse des Bundeshaushalts spülen sollen.

Außerdem macht er keinen Hehl daraus, dass er auch als Bundeskanzler die Bürgerinnen und Bürger vermehrt zur Kasse bitten würde.

Trotzdem kann man es nicht so darstellen, als wenn Angela Merkel damit die privatfinanziell gesehen „günstigere“ Lösung für die Wähler wäre.

Ihre eigene angestrebte Agenda für das Jahr 2013, zum Beispiel beim Themengebiet Energiewende, wird ebenfalls deutliche Mehrkosten verursachen, nur eben nicht so offensichtlich erkennbar.

Wir wollen uns daher die bisherigen Positionen und Aussagen der beiden Wahlkampfgegner im Überblick und gegliedert nach Themengebieten anschauen.

Einkommensteuer

Nach einem Entwurf des Bundestages sollen die Steuerzahler in 2013 um rund zwei Milliarden Euro entlastet werden, 2014 sollen es schon vier Milliarden sein.

Grund für diese Pläne ist eine Strategie zum Abbau der so genannten „Kalten Progression“, also der überproportional steigenden Steuerbelastung der Bürger.

Die SPD blockiert dieses Gesetz jedoch und Peer Steinbrück hat sogar einige Erhöhungen der Einkommensteuer  angesprochen.

Geplant sei demnach eine  Anhebung des Einkommensteuer-Spitzensatzes von 42 auf 49 Prozent.

Abgeltungssteuer

Die relativ neu eingeführte Abgeltungssteuer, die auf Kapitaleinkünfte erhoben wird, soll laut SPD ebenfalls erhöht werden und zwar von bislang 25 auf 30 Prozent.

Dabei blieben die erste 800 Euro wie gehabt steuerfrei, bei Mehreinkünften schlüge die 5-prozentige Erhöhung zu.

Energiewende

Die Energiewende gehört ganz klar zu den avisierten Zielen der CDU und wird ebenfalls teuer werden. Unlängst hat die Agentur McKinsey ihren Bericht dazu vollendet.

Bis 2020 sollen demnach die Kosten für Unternehmen und Privathaushalte von heute jährlich 13,5 Milliarden Euro um rund 60 Prozent auf dann 21,5 Milliarden Euro steigen.

Sozialversicherung und Renten

Im Bereich der Rentenversicherungen möchte Angela Merkel eine deutliche Ausweitung der Leistungen erreichen.

Wenn wie geplant ebenfalls die Erwerbsminderungsrenten erhöht werden, würde das eine starke Mehrbelastung für die Beitragszahler bedeuten.

Schätzungen gehen dabei von bis zu 8 Milliarden Euro pro Jahr ab 2030 aus.

Babygeld

Ein besonders großer Kostenpunkt sind die geplanten zusätzlichen Babyjahre für die Rentenanrechnung.

Die CSU fordert, dass Mütter auch für vor 1992 geborene Kinder mehr als ein Jahr bei der Rente gutgeschrieben werden.

Sicherte der Bund zum Beispiel drei Babyjahre für alle vor 1992 Geborenen ab, beliefen sich die Kosten nach offiziellen Schätzungen auf bis zu 13 Milliarden Euro.

6. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.