MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Metalle der Seltenen Erden: Chinas Rohstoffwaffe

Auf dem Rohstoffmarkt gibt es seit einigen Jahren neben den bekannten Edelmetallen ein weiteres großes Feld für Investitionen: Metalle der Seltenen Erden.

Diese bezeichnen mit Scandium, Yttrium und Lanthan insgesamt drei Elemente aus der dritten Gruppe des chemischen Persiodensystems.

Hinzu kommen insgesamt 14 weitere Metalle, welche als Lantanoide – also lanthanähnliche Stoffe – bezeichnet werden.

Das erste Element der Seltenen Erden wurden erst relativ spät – genauer im Jahre 1787 – in Skandinavien entdeckt. Über die folgenden Jahrhunderte wurde die Gruppe kontinuierlich ausgebaut.

Mehr dazu: Seltene Erden: Die Nachfrage wird steigen

Verwendung in Schlüsseltechnologien

Wirkliche Verwendung für die Rohstoffe gibt es jedoch erst seit wenigen Jahrzehnten, vor allem in diversen modernen Schlüsseltechnologien.

So wird Yttrium beispielsweise für Leuchtstofflampen, LEDs und LCD-Bildschirme benutzt, während Lanthan vor allem in Katalysatoren und in Akkus für Elektrogeräte wie Netbooks und MP3-Player verwendet wird.

Aber auch in medizinischen Lasern und Röntgengeräten sowie in Batterien und Dauermagneten werden vor allem die Elemente der Lanthanoiden-Gruppe genutzt.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Gadolinium, Promethium, Dysprosium und Holmium finden sich sogar in modernen Atomreaktoren wieder.

Mehr dazu: Seltene Erden: Aktien, die noch viel Potential bieten

Abbau steht in der Kritik

Der Bedarf an diesen Metallen steigt also jährlich weiter an, da immer neuere und komplexere Technologien ihren Einsatz erfordern. Der Abbau von Seltenen Erden steht dabei jedoch schon seit Längerem in der Kritik.

Da die Elemente nicht in reiner Form im Erdreich vorkommen, muss auf gifitige Chemikalien zurück gegriffen werden, die den Schlamm im Umfeld des Abbaugebietes weiträumig verseuchen.

Eine alternative umweltschonendere Lösung konnte bislang nicht gefunden werden.

Metalle der Seltenen Erden: China ist Nummer Eins

2009 erreichten die Seltenen Erden einen weltweiten Abbau von 124.000 Tonnen – beinahe gänzlich gefördert in China. Die Volksrepublik war in diesem Jahr für rund 120.000 Tonnen verantwortlich.

China dominiert damit den Markt der Metalle der Seltenen Erden und setzt diese Monopolstellung durch hohe Exportbeschränkungen zu ihrem Vorteil durch.

Für drei Elemente – darunter das wichtige Yttrium – soll nach Plänen der Regierung in Peking ein kompletter Exportstopp gelten.

Andere Rohstoffe werden mit hohen Ausfuhrzollen belegt. Die USA hat gegen diese Maßnahmen am 13. März 2012 Anklage vor der WTO erhoben.

Mehr dazu: Seltene Erden Vorkommen Chinas: Lebenswichtige Exporte weiter gedrosselt

Suche nach neuen Abbaugebieten

Die Angst vor einer Abhängigkeit von chinesischen Exporten haben daher in den vergangenen Jahren zu der Suche nach neuen Abbaugebieten geführt.

So werden vor allem in Kanada und Grönland große Reserven vermutet, die eine jährliche Förderung auf den chinesichen Niveau ermöglichen könnten. Der Beginn des Abbaus kann hier jedoch frühestens 2015 beginnen.

Und auch in Deutschland werden Seltene Erden vermutet. So sollen in Sachsen etwa 41.600 Tonnen der raren Metalle existieren.

In der Zukunft könnte die Suche nach Metallen der Seltenen Erden übrigens auch ein galaktisches Problem werden.

So waren beispielsweise in Erzen vom Mond und diversen Asteroiden Spuren von Seltenen Erden enthalten. Theorien für einen Weltraum-Abbau liegen bereits in den Schubladen vieler Regierungen.

17. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.