MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Metallrente: So erfolgt die Gehaltsumwandlung

Wer in einem Betrieb der Metallverarbeitungsbranche oder Elektroindustrie beschäftigt ist, hat Glück: Neben den bekannten Methoden zur Altersvorsorge, kann er sich zudem für die Metallrente entscheiden.

Wer kann Metallrente nutzen?

Doch nicht nur die Stahlindustrie und verwandte Zweige sind Teil des 2001 gegründeten Vorsorgewerkes. Auch etliche andere Branchen wie die Holz- und Kunststoffverarbeitung sowie die Bekleidungsindustrie bieten diese Form der betrieblichen Altersvorsorge an.

Möchte ein Angestellter in diesen Geschäftsfeldern diese Vorsorge nutzen, spricht man von der so genannten Gehaltsumwandlung oder auch Entgeltumwandlung. Das bedeutet, dass ein gewisser Teil des zustehenden Lohnes nicht ausgezahlt wird, sondern stattdessen umgewandelt direkt in die Altersvorsorge fließt.

Gehaltsumwandlung = Entgeltumwandlung

Aufgrund des schnellen Zuwachses an Vorsorgepartnern ist die Metallrente seit ihrer Einführung im Jahre 2001 bis heute stark verbreitet.

Ende des letzten Jahres waren bereits 20.000 Unternehmen im Vorsorgewerk angeschlossen und knapp 400.000 Arbeitnehmer nutzten die Gehaltsumwandlung. Generell kann ein Prozentsatz des monatlichen Gehalts, aber auch vermögenswirksame Leistungen, Sonderzahlungen oder andere Entgeltbestandteile umgewandelt werden.

Das Maß setzt der Arbeitnehmer selber fest, allerdings existiert eine Maximal-Grenze bei 4% der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Dieses Geld wird dann direkt vom Arbeitgeber zurückbehalten und eingezahlt, die Vorsorgeeinrichtung ist für das Anlegen zuständig.

Steuerliche Vorteile durch Metallrente

Arbeitnehmer, die sich für eine betriebliche Altersvorsorge in Form der Metallrente entscheiden, genießen wie bei anderen Varianten auch gewisse steuerliche Vorteile. Pro Jahr sind insgesamt 2.688 € steuer- und sozialversicherungsfrei anlegbar. Im Rahmen der Metallrente können darüber hinaus nochmal 1.800 € zur Altersvorsorge verwendet werden, die steuerfrei bleiben.

Steuern und Sozialbeiträge fallen dann nur für das restliche Gehalt an. Wird das angelegte Geld dann später im Rentenalter ausbezahlt, sind natürlich dennoch Steuern fällig. Diese fallen dann aber unter den Steuersatz für Rentner, der deutlich günstiger ist, als jener für Angestellte.

Auf diese Weise hat man bares Geld gespart. Die Metallrente kennt allerdings auch einen Mindestbeitrag. Pro Jahr müssen mindestens 224 € angespart werden, sonst kann der Vertrag nicht ordnungsgemäß erfüllt werden.

Vertragliche Leistungsgarantie

Wichtig ist auch Folgendes: Ein Arbeitnehmer, der eine gewisse Zeit Metallrente-Gehaltsumwandlung betrieben hat, besitzt einen unwiderruflichen Anspruch auf diese Leistungen.

Dieser Anspruch bleibt auch dann bestehen, wenn man früher aus dem Unternehmen ausscheidet und noch nicht im Rentenalter ist.

Je nach vertraglich festgelegter Versorgungszusage kann man die Einlagen dann ausgezahlt bekommen oder sich dafür entscheiden, den Vertrag privat weiterzuführen. Vorsicht: Manche Verträge sehen auch einen Zuschuss in Form von Arbeitgeberbeiträgen vor.

Diese stehen dem Arbeitnehmer per Gesetz allerdings nur dann zu, wenn er mindestens fünf Jahre lang im Betrieb gearbeitet hat. Bei früherem Ausscheiden verfallen diese Ansprüche ansonsten.

15. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.