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Metallrente im Todesfall: Das müssen Sie wissen

Die finanzielle Altersvorsorge in Deutschland besteht klassischerweise aus der Kombination von gesetzlicher Rentenversicherung und privater Geldanlage.

Für bestimmte Berufszweige kommt jedoch noch eine dritte Möglichkeit hinzu: nämlich die einer betrieblichen Altersvorsorge.

Zusätzliche Altersvorsorge: Die Metallrente

Genau um eine solche betriebliche Altersvorsorge handelt es sich auch bei der so genannten Metallrente. Sie steht allen Arbeitnehmern offen, die in einem metallverarbeitenden Betrieb oder in der Elektroindustrie angestellt sind.

Mittlerweile haben sich aber auch noch zahlreiche weitere Unternehmen aus ganz verschiedenen Branchen dem Vorsorgewerk Metallrente angeschlossen.

Es kann sich also lohnen herauszufinden, ob Ihr Arbeitgeber eventuell auch dazu gehört und die Möglichkeit einer zusätzlichen betrieblichen Altersvorsorge über die Metallrente besteht.

Metallrente im Todesfall: Was steht wem zu?

Doch viele Arbeitnehmer, die in einem angeschlossenen Unternehmen tätig sind, fragen sich: Was geschieht mit dem angesparten Geld, wenn es zu einem Unfall oder einer lethalen Erkrankung kommen sollte?

Der Versicherungsvertrag ist ja in erster Linie mit der Person verknüpft, die auch im Betrieb arbeitet und soll eigentlich deren Altersvorsorge dienen.

Immerhin ist der Angestellte selbst ja auch derjenige, der dann viele Jahre lang einen Teil seines Lohns direkt in den Aufbau der Metallrente hat fließen lassen.

Was also geschieht, wenn der Versicherungsträger verscheidet?

Metallrente im Todesfall: Leistungen gelten weiterhin

Hier kann grundsätzliche Entwarnung gegeben werden: Generell ist es nämlich nicht so, dass das mühsam angesparte Geld dann einfach verschwindet und der Vertrag null und nichtig wird.

Auch im Falle des Todes des Arbeitnehmers, der Metallrente beantragt hatte, bleiben die Leistungen bestehen und können auf Antrag einem der Begünstigten in voller Höhe ausgezahlt werden.

Wer als Begünstigter im juristischen Sinne gilt wird durch eine genaue Festlegung im entsprechenden Versicherungsvertrag geregelt. Dabei gilt eine bestimmte Reihenfolge, in der die Begünstigung geltend gemacht werden kann, um eine Übervorteilung durch Dritte zu vermeiden.

An erster Stelle steht dabei wenig überraschend der Ehegatte bzw. der Lebenspartner in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Sollte kein Ehe- oder Lebenspartner existieren gelten automatisch eventuelle Kinder als Begünstigte.

Es gibt jedoch ein bestimmtes Höchstalter, das im Vertrag festgelegt ist, und außerdem müssen die Kinder noch kindergeldberechtigt sind. Wenn der Arbeitnehmer keine Kinder hat oder diese nicht mehr kindergeldberechtigt sind, fallen die Leistungen aus der Metallrente einem Lebenspartner aus einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft zu.

Dieser Lebenspartner muss lediglich vorab namentlich im Vertrag benannt worden sein, er muss jedoch nicht in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit dem ursprünglich Versicherten gelebt haben.

Gibt es keinerlei Angehörige in dieser Form kann der Arbeitgeber die Leistungen auch einem anderen Berechtigten auszahlen, sofern dieser noch zu Lebzeiten des Versicherten namentlich im Vertrag festgehalten worden ist. Im letztmöglichen Fall steht das angesparte Kapital automatisch eventuellen Erben zu.

21. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.