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Michelin: mehr als nur ein Reifenhersteller

Das „Michelin-Männchen“ ist wohl eines der bekanntesten Werbefiguren auf der Welt. Das Bibendum kurz Bib ist das Wahrzeichen des weltgrößten Reifenherstellers Michelin aus Frankreich.

Der Grundstein für den heutigen Weltkonzern wurde bereits im Jahr 1889 gelegt, als sich die Brüder André und Edouard Michelin entschlossen, einen Kautschuk-Betrieb im französischen Clermont-Ferrand zu übernehmen. Daraus ging das Unternehmen Michelin & Compagnie hervor.

Michelin – am Anfang stand die Panne

Im Jahr 1891 hatte ein Radfahrer eine Panne und fuhr zur Fabrik von Edouard und André Michelin. In wenigen Stunden reparierte Edouard Michelin den Radreifen und machte damit erstmals Bekanntschaft mit dem Luftreifen, der später den Aufstieg von Michelin zum Weltkonzern begründen sollte.

Heute produziert Michelin an 69 Standorten weltweit mehr als 177 Millionen Reifen jährlich und ist damit einer der größten Automobilzulieferer. Der Continental-Konkurrent beschäftigt mehr als 113.000 Mitarbeiter in 19 Ländern. Dabei kann Michelin ebenso wie der Rivale aus Deutschland, auf kontinuierlichen Erfolg zurückblicken – heute setzt Michelin mehr als 20 Mrd. € jährlich um.


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Wie Michelin das Zick-Zack-Profil und den Radialreifen erfand

Michelin kann auf eine erfolgreiche Geschichte und Innovationen zurückblicken. Neben Reifen für Fahrräder und Automobile, brachte Michelin im Jahr 1905 auch die erste Straßenkarte auf den Markt, um Autofahrern die Routen-Planung zu erleichtern. Heute ist Michelin mit ViaMichelin auch mit digitalen Produkten rund ums Reisen im Internet präsent.

Im Jahr 1930 erfand Michelin das Zick-Zack-Profil, das heute noch in Reifen verwendet wird, um mehr Grip zu erzeugen. Im Jahr 1938 folgte der Michelin Métalic, womit der erste Stahlgürtelreifen geboren war.

Auch die Erfindung des Radialreifens geht auf Michelin zurück. Im Jahr 1946 ließ Michelin den Radialreifen patentieren, der später die Weltmärkte eroberte.

Kooperationen und Partner

Im Motorsport ist Michelin ebenfalls zuhause. Zusammen mit Ferrari erringt Michelin als Reifenhersteller im Jahr 1979 den Formel-1-Weltmeistertitel. Auch mit der US-Weltraumbehörde NASA arbeitete Michelin an speziellen Reifen für das Space Shuttle Programm, im Jahr 1995 landete das Space Shuttle auf Michelin Reifen.

Auch sonst ist Michelin nicht nur am Boden geblieben. Der neue Airbus A380 ist mit Michelin Reifen bestückt, wobei der Flugzeugbauer Airbus auch bei seinem Modell A350 XWB auf die Spezialreifen der Franzosen setzt.

Gemeinsam mit Goodyear, Bosch und Siemens will Michelin die Entwicklung von sogenannten „intelligenten Reifensystemen“ vorantreiben. Durch integrierte Chips sollen Daten wie der Reifendruck, die Lufttemperatur und Verschleißerscheinungen auf das Display im Armaturenbrett gemeldet werden.

Mit Bosch besteht eine Entwicklungs- und Vertriebskooperation bei Fahrdynamik-Managementsystemen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Autos trotz Reifendruckverlust weiter fahrtüchtig bleiben.

Michelin – ein Ausblick auf die Zukunft

Auch in Zukunft können Reifen-Kunden und auch Anleger weitere Innovationen von Michelin erwarten. Die Franzosen wollen nicht nur Fahr- und Bremsfunktionen, sondern auch ganze Antriebs- und Aufhängesysteme im Rad unterbringen.

Neben dem Michelin Airless, ein luftloser, pannensicherer und wartungsreifer Reifen, haben die Franzosen mit dem Michelin Active Wheel eine Revolution für E-Autos geplant: Durch einen Elektromotor im Rad sollen Bremse und Feder/Dämpfer zu einer Einheit verschmelzen. Dadurch sollen Schaltgetriebe, Kupplung, Kardanwelle und Stabi entfallen.

Michelin stößt damit in neue Märkte vor, die dem Unternehmen weiteres Wachstum bescheren sollen – davon könnten langfristig auch Anleger profitieren.

6. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands