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Mieterhöhung Musterschreiben: Rechtlich auf der sicheren Seite

Eine Mieterhöhung kann aus verschiedenen Gründen erforderlich werden.

Steigen beispielsweise die Mieten in einem Stadtteil an, sollte die Miete einer dort liegenden Wohnung daran angepasst werden.

Auch im Falle einer Modernisierung können die Kosten entsprechend dem Mietrecht an den Mieter weitergegeben werden.

Mieter stehen einer Mieterhöhung grundsätzlich kritisch gegenüber.

Damit sie dennoch rechtswirksam ist, müssen einige Punkte beachtet werden.

So darf die Miete nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden. Liegt die verlangte Miete bereits darüber, kann diese Möglichkeit nicht genutzt werden.

Insgesamt darf die Miete innerhalb von 3 Jahren nur um 20% angehoben werden.

Um eine Mieterhöhung rechtssicher begründen zu können, sollten sie sich entweder auf den Mietspiegel oder mindestens 3 Vergleichswohnungen berufen können. Ein Sachverständigengutachten oder aber die Auskunft aus einer Mietdatenbank sind ebenso geeignet.


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Bevor die Mieterhöhung rechtskräftig wird, muss der Mieter dieser zustimmen. Dafür hat er 2 Monate Zeit. Stimmt er vor Ablauf der Frist nicht zu, kann die Zustimmung eingeklagt werden.

Ohne Klage kann in diesem Fall keine Mieterhöhung durchgeführt werden.

Damit alle wichtigen Aspekte abgedeckt sind und keine Fehler auftreten, kann auf Musterschreiben zur Mieterhöhung zurückgegriffen werden.

Mieterhöhung: Das sagt das Bürgerliche Gesetzbuch

§ 558 BGB regelt alles zum Thema Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.

Hier schreibt das Gesetz vor, dass der Vermieter die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen kann, wenn die Miete zu dem Zeitpunkt, an dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist.

Dabei kann das Mieterhöhungsverlangen frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden.

Zudem wird geklärt, wie die ortsübliche Vergleichsmiete gebildet wird:

Hier fließen die üblichen Entgelte ein, die in der Gemeinde oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit gezahlt werden.

Der relevante Zeitraum erstreckt sich dabei über die letzten 4 Jahre. Wohnraum, für den eine Förderung vorliegt oder bei dem die Miethöhe per Gesetz festgelegt ist, ist davon ausgenommen.

Zudem darf sich die Miete bei der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete innerhalb von 3 Jahren nicht um mehr als 20% erhöhen.

Im Falle einer Mieterhöhung nach einer Modernisierung ist § 559 BGB entscheidend.

Dieser besagt – kurz gefasst – dass der Mieter nach der Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen die jährliche Miete um 11% der für die Wohnung aufgewendeten Kosten erhöhen kann.

Mieterhöhung: Musterschreiben sind online verfügbar

Es sind also einige Vorgaben zu beachten.

Ein Musterschreiben können Vermieter als Vorlage benutzen, wenn sie ihrem Mieter die Miete rechtssicher unter Beachtung der erwähnten Punkte erhöhen möchten.

Verschiedene Musterschreiben sind online kostenlos verfügbar. Nach einer Suchmaschinenanfrage können Sie aus verschiedenen Möglichkeiten wählen.

Für die verschiedenen Gründe und Arten, die zu der Mieterhöhung führen, stehen entsprechend ausgearbeitete Musterschreiben zur Verfügung.

Da enge gesetzliche Vorgaben zur Mieterhöhung bestehen, ist der Vermieter mit einem Musterschreiben auf der sicheren Seite.

Vermieter können so Streitigkeiten und Möglichkeiten zur Anfechtung durch den Mieter aus dem Weg gehen.

29. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.