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Mieterhöhung nach Modernisierung: So wird die neue Miethöhe berechnet

Viele Vermieter kennen dieses Problem: Eine Modernisierung wurde vorgenommen, aber eine einvernehmliche Regelung zur Erhöhung der Miete mit dem Mieter scheint aussichtlos zu sein. Das ist jedoch kein Problem, denn eine Mieterhöhung nach einer Modernisierung ist auch mit Hilfe des Gesetzes – und ohne Zustimmung des Mieters -möglich.

Mieterhöhung nach Modernisierung – der gesetzliche Weg

Wenn Vermieter eine Renovierungsmaßnahme bei vermietetem Wohnraum durchgeführt haben, gilt es nun noch die Miete zu erhöhen. Falls eine einvernehmliche Regelung mit dem Mieter nicht möglich ist, kann bei einer Mieterhöhung von Wohnraum der gesetzlichen Weg des § 559 Bürgerliches Gesetzbuch eingeschlagen werden: die Mieterhöhung bei einer Modernisierung.

Wichtig ist dabei vor allem: Die Bauarbeiten müssen bereits durchgeführt worden sein. Erst danach können Vermieter nämlich auch eine höhere Miete verlangen. Vermieter dürfen in diesem Fall 11 Prozent pro Jahr der für die Wohnung aufgewendeten Modernisierungskosten verlangen.

Modernisierung: Berechnung der neuen Miete

Um die neue Miete zu errechnen, schlägt man ein Zwölftel dieses umlegbaren Jahresbetrags auf die aktuell im letzten Monat vor Beginn der Maßnahme gezahlte Miete auf.

Berechnungsbeispiel:


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Nehmen wir an, die monatliche Netto-Miete betrug bisher 500 €. Die aufgewendeten Modernisierungskosten für die Wohnung beliefen sich auf insgesamt 5.000 €. Davon können nun 11% auf den Mieter umgelegt werden:

5.000 : 100 x 11 = 550 €

Diese 550 € müssen nun noch durch 12 geteilt werden:

550 : 12 = 45,83 €

Dadurch ergibt sich ein monatlicher Erhöhungsbetrag der Miete in Höhe von 45,83 €. Dieser Betrag muss nun mit der ursprünglichen Miete addiert werden:

45,83 + 500 = 545,83 €

Damit ergibt sich eine neue monatliche Netto-Miete von 545,83 € nach Fertigstellung der Modernisierungsarbeiten.

Kostenverteilung: Wenn mehrere Wohnungen betroffen sind

Wenn Vermieter Modernisierungen in mehreren Wohnungen eines Objekts durchgeführt haben, können die hierfür entstandenen Kosten auf die einzelnen Wohnungen nach Quadratmetern aufgeteilt werden.

Falls also sämtliche Mieter von der Modernisierung in gleicher Weise profitieren sollten, zum Beispiel durch den Einbau einer neuen Heizung, nehmen Vermieter am besten eine Verteilung nach Quadratmetern vor. Wurde hingegen ein (neuer) Fahrstuhl eingebaut, empfiehlt sich jedoch ein anderer Aufteilungsmaßstab, zum Beispiel unter Berücksichtigung der Stockwerke.

Fazit: Erhöhung der Miete nach einer Modernisierung ist rechtmäßig

Fest steht jedoch eines: Vermieter sind nach einer Modernisierung nicht auf die Zustimmung der Mieter für eine Erhöhung der Miete angewiesen. Auch das Gesetz gewährleistet eine Möglichkeit der Mieterhöhung. Wie diese genau aussieht und wie die neue Miethöhe berechnet werden kann, wissen Sie jetzt.

Sollte sich der Mieter jedoch auf eine individuell ausgehandelte Mieterhöhung einlassen, ist das für den Vermieter sehr viel einfacher und auch meist mit weniger Ärger verbunden.

28. April 2015

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