MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Mieterrechte: Heizung muss einwandfrei funktionieren

Der Vermieter muss die Wohnung in vertragsgemäßem Zustand zur Verfügung stellen.

Im Gegenzug ist der Mieter zu Mietzahlungen verpflichtet. So ist es im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt.

Damit die Wohnung uneingeschränkt genutzt werden kann, muss auch die Heizungsanlage funktionstüchtig sein.

Arbeitet sie nicht richtig, stellt das einen Mangel dar, wegen dem die Miete gemindert werden darf.

Fällt die Heizung in den Wintermonaten ganz aus, kann die Miete sogar um 100% gemindert werden.

In diesem Fall kann der Mieter sogar fristlos kündigen. Generell gilt, dass bei erheblichen Mängeln bereits ab dem ersten Tag die Miete gemindert werden darf.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Mieter muss Mangel melden

Stellt der Mieter einen Mangel fest, muss er ihn dem Vermieter unverzüglich anzeigen. Nur so kann der Eigentümer den Missstand beseitigen.

Weiß er nichts davon oder konnte gar nichts wissen, so ist auch er auch nicht zur Behebung verpflichtet.

Kommt der Mieter seiner Meldepflicht nicht nach und entsteht aus dem nicht angezeigten Mangel ein Folgeschaden, kann er sogar zu Schadenersatz verpflichtet werden.

Mieterrechte: Heizung muss bestimmte Temperaturen erreichen

Die Heizung muss, vor allem in den kalten Monaten, dazu in der Lage sein, für angenehme Temperaturen zu sorgen.

20 bis 22°C müssen jederzeit tagsüber erreicht werden können, nachts genügt auch eine Beheizbarkeit auf 18°C aus.

Können diese Temperaturen nicht erreicht werden, ist der Mieter zur Minderung berechtigt. Wie hoch diese ausfallen darf, hängt natürlich davon ab, wie kalt es tatsächlich in der Wohnung wird.

Dabei muss der Mieter aber bedenken, dass unerhebliche Mietminderungen nicht zulässig sind. Im Zweifelsfall muss ein Gericht über die angemessene Höhe der Minderung entscheiden.

Die Heizperiode dauert vom 1. Oktober bis zum 30. April. Im Sommer darf die Heizungsanlage vom Vermieter abgeschaltet werden. Kommt es allerdings zu Kälteeinbrüchen, muss er sie wieder in Betrieb nehmen.

Nach dem Deutschen Mieterbund ist eine maximal erreichbare Wohnungstemperatur von 17-18°C als kalt zu bewerten. Bei unter 14°C zählt die Wohnung als unbewohnbar, sodass der Mieter keine Miete mehr zahlen muss.

Mieter sollten die Außen- und Innentemperatur protokollieren, wenn die vorgegebenen Temperaturen nicht mehr erreicht werden. So sind sie mit ihrer Mietminderung und bei einem daraus resultierenden Gerichtsprozess auf der sicheren Seite.

Mietminderung: Mieter sollte Temperaturen protokollieren

Es kommt nämlich bei der Mietminderung wegen unzureichender Heizleistung darauf an, an wie vielen Tagen die Wohnung kalt geblieben ist und wie weit die Temperatur hinter den Vorgaben zurückgeblieben ist.

Die Mietminderung dürfen Mieter nur für die Tage berechnen, an denen es in der Wohnung zu kalt war.

Eine Mietminderung für den ganzen Monat ist nur möglich, wenn wirklich an allen Tagen die erforderlichen Mindesttemperaturen unterschritten wurden.

26. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.