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Mietforderungen einklagen: Das müssen Sie beachten

Möchten Sie als Vermieter Forderungen gegenüber Ihrem Mieter einklagen, gilt es, ein paar Punkte zu beachten.

Für Ihre Klage ist grundsätzlich das Amtsgericht zuständig, in dessen Bezirk sich Ihre Wohnung befindet.

Sofern Ihre Forderung über 5.000 € beträgt und diese nicht Ihre Mietwohnungen betrifft, müssen Sie Ihre Klage durch einen Rechtsanwalt beim Landgericht erheben.

Achtung: Sofern Sie einen Mahnbescheid beantragen möchten, gilt vielfach das automatisierte Mahnverfahren, für das besondere Gerichte zuständig sind.

An welches Gericht Sie dann Ihren Antrag schicken müssen, hängt grundsätzlich davon ab, in welchem Bundesland Sie wohnen:

  • Baden-Württemberg: Amtsgericht Stuttgart
  • Bayern: Amtsgericht Coburg
  • Berlin: Amtsgericht Wedding
  • Bremen: Amtsgericht Bremen
  • Hamburg: Amtsgericht Altona
  • Hessen: Amtsgericht Hünfeld

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  • Niedersachsen: Amtsgericht Hannover
  • Nordrhein-Westfalen: Amtsgericht Hagen für Antragsteller mit Wohnsitzen in den OLG–Bezirken Hamm und Düsseldorf; Amtsgericht Euskirchen für Antragsteller aus dem OLG-Bezirk Köln
  • Rheinland-Pfalz: Amtsgericht Mayen
  • Sachsen-Anhalt: Amtsgericht Aschersleben bei besonderer Zulassung
  • Schleswig-Holstein: Amtsgericht Schleswig bei entsprechender Zulassung

Informieren Sie sich beim nächsten Amtsgericht

Wenn Sie unsicher sind, welches Gericht für Ihre Angelegenheit zuständig ist, fragen Sie beim nächsten Amtsgericht nach, dort wird man Ihnen weiterhelfen.

Wenn Sie mit Ihrer Klage oder Ihrem Mahnbescheid spät dran sind, bringen Sie diese(n) am besten persönlich zum Gericht. Dort gibt es einen sogenannten Fristenbriefkasten, in den Sie Ihre Klage bis 23:59 Uhr einwerfen können.

Der Eingang der Klage oder des Mahnbescheids bei Gericht ist dann noch fristgerecht.

Zuständigkeit des Gerichts prüfen

Achtung: Prüfen Sie die örtliche Zuständigkeit des Gerichts genau. Wenn Sie nämlich den Mahnbescheidsantrag beim falschen Gericht einreichen, können Sie den Eintritt der Verjährung hierdurch nicht verhindern.

Das erfolgt erst dann, wenn der Antrag beim zuständigen Gericht angekommen ist.

Für die Beantragung Ihres Mahnbescheids ist das Amtsgericht Euskirchen zuständig. Nur wenn Ihr Antrag dort vor Ablauf des 31.12.2009 eingeht, verhindern Sie den Eintritt der Verjährung.

Würden Sie nun Ihren Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids am 31.12. 2009 beim Amtsgericht Bonn einwerfen, wäre Ihre Forderung am 01.01.2010 verjährt.

Verkürzte Verjährungsfrist in Deutschland

Sicher ist Ihnen bekannt, dass die reguläre Verjährungsfrist in Deutschland vor einigen Jahren verkürzt wurde. Sie beträgt seither 3 Jahre – unabhängig davon, ob Sie privater oder gewerblicher Vermieter sind.

Dies bedeutet für Sie mehr denn je: Aufgepasst am Jahresende!

Notieren Sie Verjährungsfristen und …

Um die Verjährung Ihrer Forderungen zu verhindern, ist ein gutes Fristenmanagement erforderlich. Notieren Sie daher alle offenen Forderungen in Ihrem Terminkalender.

Je nach Umfang Ihrer Forderungen lohnt es sich vielleicht auch, einen separaten Fristenkalender anzulegen. Diesen kontrollieren Sie selbstverständlich regelmäßig.

… kalkulieren Sie einen Sicherheitsabstand

Andernfalls laufen Sie Gefahr, im Eifer des Gefechts die Frist zu versäumen.

Haben Sie die Vorfrist notiert – und ist die Forderung bis dahin noch offen –, ist genügend Zeit, die Sache einem Anwalt zu übergeben oder selbst einen Mahnbescheid vorzubereiten, um die Forderung rechtzeitig vor Ende des 3. Jahres einzuklagen.

Denn nur die Einleitung gerichtlicher Schritte verhindert die Verjährung.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre offenen Forderungen

Gegen Ende eines jeden Jahres überprüfen Sie bitte die offenen Forderungen gegenüber Ihren Mietern daraufhin, ob hier die Verjährung droht.

Auch bei absolut überzeugenden Zahlungszusagen eines Mieters sollten Sie sich nicht vertrösten lassen: Verlassen Sie sich nicht darauf, dass er noch rechtzeitig zahlen wird.

Im Zweifel kann er sich nach Eintritt der Verjährung nicht mehr an seine Zahlungszusage erinnern. Dann ist es für Sie aber zu spät.

Gehen Sie daher den sichersten Weg und beantragen Sie einen Mahnbescheid oder erheben Sie Klage.

18. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.