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Mietkaution in Raten: Zahlung vereinbaren und vorteilhaft anlegen

Wird eine Barkaution vereinbart, ist der Mieter berechtigt, diese in drei gleichen Monatsraten zu leisten. Anders lautende Vereinbarungen im Mietvertrag sind unwirksam.

Das gilt insbesondere für die Regelung, wonach die gesamte Mietkaution bereits vor Beginn des Mietverhältnisses zu zahlen ist. Die erste Rate wird im Zweifel mit der ersten Miete fällig, die weiteren Raten dann mit der Miete für den zweiten und dritten Mietmonat.

Achtung: Die gesetzliche Regelung ist das Eine und die Vermietungspraxis das Andere. In den meisten Fällen, in denen eine Wohnung neu vermietet wird, verlangt der Vermieter eine vereinbarte Barkaution in voller Höhe bei Mietbeginn. Und fast immer wird sie auch gezahlt.

Wenn aber der Mieter nach Abschluss des Mietvertrags auf die gesetzliche Regelung hinweist und nur noch bereit ist, die Mietkaution in drei Raten zu leisten, macht es keinen Sinn, ihm deshalb böse Briefe zu schreiben.

Abgesehen davon, dass er nur von seinem gesetzlich eingeräumten Recht Gebrauch macht, ist eine solche Reaktion allzu oft die Keimzelle für ständigen Mietärger in der Folgezeit.

Wie Sie die Mietkaution anlegen können

Bei Vermietung einer Wohnung sind Sie als Vermieter verpflichtet, eine Barkaution von Ihrem übrigen Vermögen getrennt anzulegen. „Getrennte Anlage“ bedeutet Einrichtung eines besonderen Kontos.


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Die Barkaution muss bei einer Bank oder Sparkasse zu dem Zinssatz angelegt werden, der für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblich ist.

Seit Einführung der Mietreform im September 2001 ist ausdrücklich gesetzlich geregelt, dass auch andere Anlageformen zulässig sind. „Andere Anlageformen“ sind hierbei nur solche, die grundsätzlich auch Erträge abwerfen können, z.B. Zinsen oder Dividenden.

Eine ertragslose „Anlage“ wie die bloße Verwahrung, scheidet deshalb von vornherein aus. Die Vereinbarung einer anderen Anlageform ermöglicht es Ihnen und Ihrem Mieter, das Geld mit höheren Erträgen als den Zinsen anzulegen, die es für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist gibt.

Realisiert sich der Gewinn nicht in der erwarteten Höhe, bleibt er ganz aus oder tritt sogar ein Vermögensverlust ein, so kann Ihr Mieter weder das eingesetzte Kapital noch eine Mindestverzinsung von Ihnen zurückverlangen.

Der Gesetzgeber sieht Ihren Mieter in einer solchen Situation ebenso wenig schutzwürdig an wie Sie als Vermieter. Der Grund: Sowohl Sie als auch Ihr Mieter gehen mit der alternativen Anlageform ein vergleichbares Verlustrisiko ein.

Mietkautionszinsen für Mieter

Achtung: Die Zinsen stehen dem Mieter zu; sie erhöhen die Mietkaution. Das gilt auch für höhere Zinsen, die Sie deshalb erwirtschaften, weil Sie die Barkaution besonders vorteilhaft angelegt haben.

Wichtig: Egal, ob die klassische oder eine alternative Anlageform vereinbart wird, in beiden Fällen muss die Anlage aber auch dann vom Vermögen des Vermieters getrennt erfolgen. Das erfordert die Anlage der Mietkaution auf einem treuhänderischen Ander- oder Sonderkonto.

Der Mieter ist berechtigt, die Mieten zurückzuhalten, bis der Vermieter ihm gegenüber nachgewiesen hat, dass die Mietkaution auf einem Treuhandkonto angelegt ist.

Allerdings ist nicht erforderlich, dass Sie als Vermieter für jede einzelne Mietkaution ein gesondertes Konto anlegen. Die Errichtung eines Sammelkontos ist ausreichend.

Sammelkonto – ja oder nein?

Mit einem Sammelkonto können sich manche Vermieter allerdings überhaupt nicht anfreunden. Der Grund: Je größer das Miethaus ist und je zahlreicher die Mietparteien sind, desto arbeitsintensiver kann es werden, die Zinsgutschriften dem einzelnen Mieter bzw. seiner Mietkaution zuzuordnen.

Die Alternative in diesen Fällen: Sie eröffnen eben doch für jeden Mieter ein gesondertes Konto. Oder aber Sie vereinbaren von vornherein keine Barkaution, sondern zahlen die Mietkaution auf ein Sparkonto des Mieters mit Sperrvermerk ein.

Das funktioniert wie folgt: Der Mieter eröffnet bei einem Kreditinstitut seiner Wahl und unter seinem Namen ein Sparkonto, das ausdrücklich mit der Bezeichnung „Mietkaution“ versehen wird. Das Sparbuch übergibt er nach Einzahlung der Mietkaution Ihnen als Vermieter.

30. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.