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Mietminderung: Wasserschaden kann zu erheblicher Minderung berechtigen

Bei einem Wasserschaden gelten die allgemeinen Regeln zur Mietminderung.

Sobald der Mieter den Mangel feststellt, muss er ihn dem Vermieter anzeigen.

Das gibt er dem Vermieter die Gelegenheit, den Mangel zu beseitigen.

Wusste der Vermieter nichts davon oder konnte er es gar nicht wissen, muss er die Mietminderung nicht hinnehmen.

Erst wenn der Vermieter auf die Anzeige des Mangels nicht reagiert, kann der Mieter eine Mietminderung vornehmen.

Mietminderung bei Wasserschaden: Auf die Ursache kommt es an

Kommt es in einer Wohnung zu einem Wasserschaden, muss die Schuldfrage geklärt werden. Ist der Mieter selbst für den Schaden verantwortlich, muss er auch selbst dafür aufkommen.


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Die unsachgemäße Benutzung der Waschmaschine beispielsweise ist ein häufiger Grund für einen vom Mieter verursachten Wasserschaden.

Anders sieht es aus, wenn Undichtigkeiten an den Wasserrohren auftreten. Da sie zum Gebäude gehören, ist der Vermieter für ihre Instandhaltung verantwortlich.

Tritt nun wegen ihnen ein Wasserschaden auf, muss der entstandene Schaden und die daraus resultierende Wertminderung der Wohnung begutachtet und daraus die Mietminderung abgeleitet werden.

Die Reparaturarbeiten selbst stellen auch eine Minderung der Wohnqualität dar und fließen in die Mietminderung mit ein.

Mietminderung: Wasserschaden kann zu 100% Minderung berechtigen

Ein Wasserschaden führt leicht zu erheblichen Schäden an der Wohnung. Nicht nur die Möbel können unbenutzbar werden, auch Decken und Wände können aufweichen. Dadurch kann die Wohnung unbewohnbar werden.

Ist das der Fall, muss der Mieter den Vermieter zur Beseitigung dieses Mangels auffordern. Kommt dieser der Forderung nicht nach, kann der Mieter die Miete um bis zu 100% mindern oder aber sogar fristlos kündigen.

Die Mietminderung muss in jedem Fall in schriftlicher Form erfolgen und sollte mit dem Gutachten eines Sachverständigen untermauert werden.

Meist ist eine Mietminderung jedoch Vereinbarungssache. Kommt es nicht zu einer außergerichtlichen Einigung, muss das Gericht im Einzelfall entscheiden, ob und wenn ja, welche Höhe der Mietminderung angemessen ist.

Aufstellung von Trocknungsgeräten kann auch Minderungsgrund sein

Ist nach einem Wasserschaden das Aufstellen von Trocknungsgeräten erforderlich, muss auch dies bei einer eventuellen Mietminderung berücksichtigt werden.

Ist der erzeugte Lärm nicht zumutbar, kann es dazu kommen, dass der Vermieter dem Mieter eine Ausgleichswohnung für den Zeitraum des Betriebs der Trocknungsgeräte bezahlen muss.

Auch für die Stromkosten, die dem Mieter durch den Einsatz der Trocknungsgeräte entstehen, muss der Vermieter aufkommen.

Wasserschäden durch Instandhaltung vorbeugen

Wasseraustritt in der Wohnung führt meist zu erheblichen Schäden. Auch wenn der Vermieter den Mangel zeitnah behebt, kommen erhebliche Kosten und Aufwand auf ihn zu.

Die ordnungsgemäße Instandhaltung aller Wasserrohre ist daher sehr lohnenswert und kann am Ende Kosten und Ärger ersparen.

12. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.