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Wann eine Mietminderung wegen Schimmel rechtens ist

Die Mietminderung bei Schimmel und feuchten Wänden in der Wohnung ist ein Dauerstreitthema zwischen Mieter und Vermieter. Mietminderung: Lärm nicht zwingend ein Grund.

Ein konkreter Prozentsatz für die Mietminderung existiert im Mietrecht nicht: Gerichte, die in solchen Mietrechtfällen entschieden haben, billigten Mietminderungen zwischen 2% bis 93%. Den eigenen Status zu bestimmen, fällt bei dieser enormen Spannbreite natürlich schwer.

Vom Gesetzgeber ist hier wenig fest geregelt. Einzig sicher ist, dass beim Schimmelbefall einer einzigen Wand eine Mietminderung von 20% als angemessen betrachtet wurde. Um Ihnen konkretere Anhaltspunkte für die Mietminderung bei Schimmel in der Wohnung geben zu können, haben wir folgende Urteile für Sie gesammelt:

Urteile im Mietrecht bei Schimmel in der Wohnung

  • Landgericht Berlin, Aktenzeichen 65 S 205/89: Erhebliche Feuchtigkeit und Schimmel in fast der gesamten Wohnung führten zu einer Mietminderung in Höhe von 80%.
  • Landgericht München, Aktenzeichen 15 S 7066/85: Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche und Toilette sind von Schimmel befallen. Eine Mietminderung von 15% wurde deshalb genehmigt.

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Mietrecht bei Schimmel durchsetzen – diese Punkte müssen eingehalten werden

Der Mieter muss den Vermieter in jedem Fall vorab über den Schimmel bzw. die feuchten Wände informieren. Dies sollte schriftlich erfolgen. Eine telefonische Benachrichtigung ist zwar ebenfalls möglich, lässt sich aber nicht nachvollziehen und hilft Ihnen im Zweifelsfall vor Gericht nicht weiter.

Durch diese Benachrichtigung erhält der Vermieter die Gelegenheit, den Mangel zu beseitigen. Kommt er dieser Verpflichtung innerhalb von vier Wochen nicht nach, so kann die Mietminderung in Anspruch genommen werden.

Folgende Punkte sollten deshalb vom Vermieter überprüft werden:

  • Wurde vorab über den Mangel informiert?
  • Wurde eine angemessene Frist zur Beseitigung des Schimmels in der Wohung gesetzt?
  • Ist der Schimmelbefall eventuell durch den Mieter verursacht worden, beispielsweise durch falsches Lüften?

Falls der Schimmelbefall durch den Mieter verursacht wurde, sieht das Mietrecht vor, dass das Minderungsrecht entfällt oder der Mieter selbst dazu verpflichtet ist, den Schimmel zu beseitigen.

Mietminderung Schimmel: Für Vermieter wohlbekannt

In einer Umfrage unter 1.011 Mietern hat ImmobilienScout24 ermittelt, dass Schimmel der häufigste Grund für Mietminderungen ist. Jeder fünfte deutsche Mieter hat demnach bereits seine Miete wegen Schimmel gemindert. Insgesamt liegt Schimmelbefall mit 39% auf dem ersten Platz der Mietmängel – gefolgt von defekten Heizungen mit 29% und feuchten Wänden mit 28%.

Aber: Gegen unberechtigte Mietminderungen können Sie sich wirksam schützen.

Mietminderungen wegen Schimmel in der Wohnung für bis zu 3 Monate

Mit 52% konnte über die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer die Miete wegen Schimmelbefalls über einen Zeitraum von 1 bis 3 Monaten mindern, 29% konnten dewegen eine Mietminderung von 3 bis 6 Monaten durchsetzen.

Informationen darüber, wie die Miete gemindert werden kann, erhielten die meisten über das Internet: 44% der Mieter griffen zur Maus. Den Rat von Freunden suchten 31%, während 29% einem Mieterverein beigetreten sind.

Internetrecherche über Schimmel in der Wohnung: Fehler über Fehler

Die Recherche im Internet nach Gründen für eine Mietminderung führt jedoch häufig zu grob vereinfachten Informationen. Mieter versuchen deshalb oft, bereits bei kleinsten Mängeln unberechtigterweise die Miete zu mindern.

3. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.