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Mietrecht: Vögel füttern ist erlaubt – nur nicht bei Tauben

Viele Millionen Deutsche erfreuen sich im Winter am bunten Treiben vor ihrem Fenster – im stark besuchten Vogelhäuschen. Im Mietrecht ist klar vereinbart: Singvögel dürfen im Winter von Mietern gefüttert werden. Bei Tauben sieht der Fall jedoch anders aus.

Mietminderung bei Taubenbefall

Denn Tauben verbreiten nicht nur Schmutz und Krankheiten, sondern sorgen mit ihren gurrenden Geräuschen auch für eine Lärmkulisse, die von vielen Mietern als äußerst störend wahrgenommen wird.

Da Mieter die Miete mindern dürfen, wenn sich Tauben einnisten, haben Vermieter natürlich ein finanzielles Interesse daran, Tauben von ihrer Immobilie fern zu halten.

Zehn Prozent Mietminderung bei Taubenfütterung

Bis zu zehn Prozent Mietminderung drohen andernfalls (Aktenzeichen 5 C 857/04). Allerdings ist eine Mietminderung nicht gerechtfertigt, wenn Tauben durch ein geöffnetes Fenster in die Wohnung fliegen und die Wohnung auch auf diesem Weg wieder verlassen.


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Das Landgericht Berlin hat in einem Urteil entschieden, dass Mieter damit rechnen müssen, wenn Sie einen Altbau in einer Großstadt beziehen (Aktenzeichen 63 S 6/00).

Wenn es um Vögel geht, wird völlig zu Recht mit zweierlei Maß gemessen. Denn hier herrscht keine ornithologische Verwirrung vor, wenn Vögel zwar gefüttert werden dürfen, Tauben aber nicht. Sobald es sich Tauben in einem Haus bequem machen, liegt ein Mangel vor, der zur Mietminderung berechtigt.

Mietern verbieten, Tauben zu füttern

Untersagen Sie Ihren Mietern deshalb deutlich, Tauben zu füttern. Häufig ist es ohnehin nur schwierig zu bewerkstelligen, dass das eigentlich für Finken oder Amseln ausgelegte Futter nicht von gierigen Tauben verschlungen wird.

Sie können Ihre Mieter auch darauf hinweisen, dass eine unsachgemäße Fütterung mehr Schaden als Nutzen verursacht: Das Futter muss artgerecht sein und die Hygiene muss auch unbedingt beachtet werden, damit sich keine Parasiten bilden.

Vogelhäuschen: Hygiene beachten

Auch bei den beliebten Vogelhäuschen gilt es, einige Hinweise zu beachten. So sollten die meisten Modelle täglich gereinigt werden, um die Ausbreitung von Krankheiten unter den gefiederten Besuchern zu vermeiden.

Zwar ist die Gefahr einer Verbreitung von Keimen relativ gering, aber dennoch sollte der Futterplatz nicht zu stark verschmutzen – auch im Interesse der Optik für andere Mieter.

Standort beim Vogelfüttern sehr wichtig

Auch der Standort des Futterplatzes spielt dabei eine wichtige Rolle. So sollten sich die Besucher bei der Nahrungsaufnahme sicher fühlen. Das heißt auch, dass der Mensch das Häuschen aus einer versteckten Position beobachten sollte.

Ein geeigneter Stellplatz wäre daher eine von Bäumen oder einer Hecke geschütze Rasenfläche. Auch Hauswände stellen eine geeignete Abschirmung von Gefahrenquellen dar.

Dabei sollte jedoch beachtet werden, keine großen Fenster in der Nähe zu haben – hier droht den Vögeln eine Todesgefahr.

Weitere Informationen zur korrekten Fütterung von Wildvögeln im Winter finden Sie deshalb unter http://www.wildvogelhilfe.org/winterfuetterung/winterfuetterung.html

6. Januar 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.