MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Mietrecht: Wandfarbe ist Sache des Mieters

In seinen eigenen vier Wänden darf jeder nach seiner ganz eigenen Auffassung glücklich werden – dies beinhaltet auch, dass die eigenen vier Wänden in jeder nur denkbaren Farbe erstrahlen dürfen.

Mieter, die rosafarbene Wände für sich entdeckt haben, dürfen also unbesorgt zum Farbpinsel greifen.

Falls der Eigentümer versucht, seinen Mieter durch eine Klausel im Mietvertrag zu einer neutralen Wandfarbe zu verpflichten, dann ist dies zum Scheitern verurteilt:


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Wenn es um die Farbe der Wände in einer Mietwohnung geht, dann finden Mieter und Vermieter in gemäßigten Farbtönen wie weiß oder beige zwar häufig einen gemeinsamen Nenner.

Doch insbesondere Mieter mit einem ausgeprägten Hang zur Individualität streben oftmals danach, auch den eigenen vier Wänden einen Anstrich zu verpassen, mit dem sich potenzielle Nachmieter nur schwer anfreunden können.

Doch der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat ein Urteil gefällt, das regelt, ob der Vermieter während der Wohnungsnutzung die Wandfarbe vorschreiben darf oder nicht.

Mietrecht: Vermieter kann die Wandfarbe nicht bestimmen

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied zugunsten eines Mieters, dessen Vermieter im vertraglich vorschreiben wollte, dass die Wände „in neutralen Farbtönen“ gestrichen werden müssen, wie der Infodienst Recht und Steuern der LBS mitteilte.

Dies würde jedoch eine Einschränkung bei der Gestaltung des persönlichen Lebensraums darstellen, die nicht zulässig ist.

Das Recht auf freie Farbwahl dies jedoch nur solange, wie der Mieter die Wohnung auch als sein Domizil nutzt.

Beim Auszug des Mieters ist dem Interesse des Vermieters Folge zu leisten, der ein berechtigtes Interesse daran hat, dass die Wände der Wohnung nicht etwa auch weiterhin in grellem Pink erstrahlen oder mit stimmungsdämpfenden Schwarz gestrichen sind.

Bundesgerichtshof Karlsruhe, Aktenzeichen VIII ZR 166/08

10. September 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.