MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Mietvertrag: Extrawurst für Studenten

Kündigungsrecht im Mietvertrag für zwei Jahre ausgeschlossen

Als ein Student zu Beginn des Wintersemesters im Jahr 2006 ein Zimmer in einem Wohnheim anmietete, unterzeichnete er einen Mietvertrag, in dem das Kündigungsrecht für zwei Jahre ausgeschlossen wurde.

Doch bereits knapp neun Monate später reichte er die Kündigung ein und wies auf die unhygienischen Zustände im Sanitär-Bereich hin, die seiner Ansicht nach unzumutbar und gesundheitsgefährdend seien. Die Mietzahlungen stellte der Student ebenfalls ein.

Dies wollte sich der Vermieter nicht gefallen lassen und reichte Klage ein. Jedoch gab ihm keine der drei Instanzen recht, sodass der Vermieter schlussendlich auch vorm Bundesgerichtshof in Karlsruhe scheiterte.

Eine ordentliche Kündigung mit einer Frist von drei Monaten wurde von den BGH-Richtern ebenso anerkannt wie vom Landgericht Nürnberg und des Erlanger Amtsgerichts.

Flexibilität von Studenten muss berücksichtigt werden

Der BGH wies außerdem darauf hin, dass es generell möglich ist, das Kündigungsrecht für die Dauer von zwei Jahren auszuschließen. Jedoch sei dies bei Studenten nicht möglich, da deren Flexibilität gewahrt werden müsse.

Häufig würden Studenten nach wenigen Monaten zu dem Fazit kommen, dass das gewählte Studium doch nicht das Gelbe vom Ei ist. Außerdem sind bei zahlreichen Studiengängen auch Auslandssemester notwendig, was dazu führt, dass Studenten Sonderrechte beim Mietvertrag haben.

Die aktuelle Rechtsprechung erklärt den Ausschluss des Kündigungsrecht bei Studenten für nichtig und lässt eine ordnungsgemäße Kündigung mit einer Frist von drei Monaten zu.

Generell ist es aber möglich, die Kündigungsfrist im Mietvertrag auszuschließen. Dabei gilt eine Obergrenze von vier Jahren – wird eine längere Frist gewährt, dann wird diese Klausel im Mietvertrag vor Gericht wegen der langen Dauer als unwirksam erachtet.

Bundesgerichtshof Karlsruhe, Aktenzeichen VIII ZR 307/08

Unser Tipp: Vergessen Sie aber keinesfalls die Chancen, die Ihnen als Vermieter durch Studenten offenbart werden. Ein Beispiel:


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Für Vermieter interessant – Wohnraum für Studenten immer knapper

Wer jetzt Wohnraum in Bayern hat, verfügt über beste Renditechancen.

Das neue Semester für Studenten steht an. Damit aber steht Ihrem Wohnraum eine Nachfrage gegenüber, die geradezu explodiert.

Auch in anderen Bundesländern wird sich dieser Trend bestätigen.

Unterkünfte für Studenten werden damit teurer. Für Vermieter eine erstklassige Renditechance. Lesen Sie hier zum Hintergrund.

Fast 25% mehr Studenten

Alleine in Bayern wird es in diesem Jahr nahezu 25% mehr Studenten geben. Die Wehrpflicht existiert nicht mehr, dadurch steigen viele Schulabgänger genau ein Jahr früher in das Studium ein als vorher.

Zudem gab es einen „doppelten“ Abiturjahrgang durch die Abgänge nach dem 12. und nach dem 13. Jahrgang. Daher diese Zahlen:

79.000 Studenten werden ab Herbst an die Universitäten in Bayern kommen. Im Vorjahr waren es knapp 55.000.

Der Anstieg beläuft sich daher auf nahezu 25%. Da der Wohnraum in Bayern kaum zunimmt, auch wenn die Zahl der Neubauten dort wie in Baden-Württemberg stärker wächst als im Bundesdurchschnitt, werden die Preise steigen.

Endlich mehr Rendite

Die „armen“ Studenten werden daher mehr zahlen müssen als bislang. Der Markt richtet sich neu aus. Dies ist auch für Sie die Chance, wenn Sie neu vermieten. Da die Fluktuation, der Wechsel der Mietparteien, bei Studenten besonders hoch ist, ergeben sich gute Aussichten noch 2011.

So können Sie nicht nur einzelne Wohnungen vermieten, sondern auch leere oder möblierte Zimmer zusätzlich anbieten. Endlich stimmt die Rendite.

So gehen Sie am besten vor, wenn Sie zusätzlichen Wohnraum anbieten:

  • Wenden Sie sich an so genannte „Mitwohn-Zentralen“
  • Verteilen Sie Aushänge an den Universitäten – die werden regelmäßig gelesen
  • Teilen Sie Ihr Angebot auch dem örtlichen „ASTA“, der Studentenorganisation, mit
  • Teilen Sie Ihr Angebot dem örtlichen Studentenwerk mit
  • Alle diese Strategien sind kostenfrei. Kostenpflichtig sind Kleinanzeigen in Anzeigenblättern. Ideal sind Anzeigen genau jetzt, da Anfänger vor Beginn des Studiums zum 1.10.2011 suchen werden.

Die Nachfrage wird enorm sein. Für den richtigen Preis können Sie beim Ordnungsamt den Mietspiegel einsehen. Oder Sie orientieren sich an bestehenden Aushängen der Universität.

Zur Mieterauswahl: Studenten sind in diesen Jahren vergleichsweise freundliche Mieter. Der Arbeitsmarkt ist zu eng, als dass sich Studenten selbst Probleme bei der Anmietung schaffen wollten. Als Sicherheit lassen Sie sich einfach die Bürgschaft von Eltern geben.

So werden studentische Unterkünfte für Sie als Vermieter 2011 und 2012 tatsächlich zum Renditeobjekt. Die Chance in Bayern ist besonders groß.

Jedoch: auch in anderen Bundesländern herrschen dieselben Rahmenbedingungen – alleine bezogen auf die Wehrpflicht. Nur eine Warnung:

Kaufen Sie nicht eigens neue Immobilien. Viele Faktoren laufen bald wieder aus. So steigt die Anzahl der Studierenden wegen der Wehrpflicht nur kurzfristig. Die Nachfrage setzt einfach früher ein.

8. Oktober 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.