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Mietvertrag kündigen: So geht das

Kein Mietvertrag währt ewig. Mietverhältnisse enden durch Zeitablauf, Kündigung oder durch einvernehmliche Vertragsaufhebung.

Die meisten Mietverhältnisse werden durch Kündigung beendet. Wollen Sie als Vermieter Ihrem Mieter kündigen, gilt es Verschiedenstes zu beachten. Warum Sie einer Verlängerung des Mietvertrages widersprechen sollten und wie Sie sichergehen können, dass die Kündigung auch beim betroffen Mieter ankommt, erfahren Sie nun folgend.

Warum Sie einer Verlängerung widersprechen sollten

Als Vermieter sollten Sie in dem Kündigungsschreiben ausdrücklich eine Verlängerung des Mietverhältnisses ausschließen.

Formulieren Sie beispielsweise: „Ich erkläre ausdrücklich, dass ich einer Verlängerung des Mietverhältnisses gemäß § 545 BGB widerspreche.“

Wenn Sie diese Klausel nicht in die Kündigung aufnehmen, besteht die Gefahr, dass die Kündigung unwirksam wird. Dies kann geschehen, wenn der Mieter nicht zum Beendigungstermin auszieht und Sie es versäumen, innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach diesem Zeitpunkt einer zukünftigen Nutzung der Wohnung durch den Mieter zu widersprechen.

Der Mieter ist dann berechtigt, weiterhin in der Wohnung zu verbleiben. Auch wenn er Ihnen in der Vergangenheit Anlass zu einer berechtigten Kündigung gegeben hat, ist der Grund für die Kündigung dann unter Umständen verbraucht und wirkungslos.


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Beispiel: Sie haben einem Mieter wegen Störung des Hausfriedens wirksam gekündigt aber im Kündigungsschreiben der Verlängerung des Mietverhältnisses nicht widersprochen.

Zieht der Mieter bei Ablauf der Kündigungsfrist nicht aus, wird das Mietverhältnis ungeachtet der früheren Kündigung und des Grundes verlängert, wenn Sie nicht unverzüglich innerhalb von zwei Wochen einschreiten.

Wie Sie den Zugang der Kündigung sicherstellen

Aus Gründen der Beweisbarkeit in einem später möglichen Räumungsprozess, sollten Sie die Zustellung der Kündigung durch Einschreiben mit Rückschein, durch einen Boten oder durch eigenhändigen Einwurf in den Briefkasten des Mieters im Beisein eines Zeugen sicherstellen.

Einwurfeinschreiben und Übergabeeinschreiben erscheinen als sichere Zustellungsform, aber auch der Post unterlaufen Pannen.

Vorsicht beim Einschreiben mit Rückschein: Muss der Mieter das Kündigungsschreiben von der Post abholen, liegt erst beim Empfang ein Zugang der Kündigung vor.

Lässt der Mieter mehrere Tage verstreichen, kann die Kündigung zumindest zum von Ihnen angestrebten Termin unwirksam werden. Wenn Ihr Mieter nicht zu weit entfernt wohnt, werfen Sie das Kündigungsschreiben am besten im Beisein eines Zeugen in den Briefkasten. Diese Form der Zustellung ist am zuverlässigsten und sichersten.

Praxis-Tipp: Ein Bote oder Zeuge sollte auf einer Kopie des Kündigungsschreibens vermerken: „Das Original der Kündigung wurde heute in meinem Beisein/durch mich in den Briefkasten des Mieters eingeworfen (Datum/Unterschrift).“

Wenn Sie das Kündigungsschreiben persönlich (oder durch einen Boten) in den Briefkasten des Mieters einwerfen, sollten Sie die Zustellzeiten der Post berücksichtigen. Werfen Sie den Brief beispielsweise erst am späten Nachmittag ein, gilt er erst am nächsten Tag als zugegangen.

Wenn eine Überschreitung der Frist droht, sollten Sie die Kündigung besser noch schnell in Anwesenheit eines Zeugen persönlich übergeben.

Wenn auf der Mieterseite mehrere Personen den Vertrag unterschrieben haben, muss auch allen diesen Personen die Kündigung des Mietverhältnisses zugehen.

Eine Klausel im Mietvertrag, nach der ein Mieter zur Vertretung der anderen Mieter berechtigt ist, kann unwirksam sein.

1. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.