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Mietvertrag: Vermeiden Sie als Vermieter folgende Fehler

Als Vermieter müssen Sie sorgfältig arbeiten.

Fehler im Mietvertrag können Sie schnell bares Geld kosten.

Vermeiden Sie daher unvollständige und unwirksame Verträge.

Im Folgenden werden Ihnen einige Fehler vor Augen geführt, die es zu vermeiden gilt:

1. Fehler: Sie schließen einen mündlichen Mietvertrag

Ein unbefristeter Mietvertrag muss von Ihnen nicht zwingend schriftlich geschlossen werden.

Durch den Abschluss eines Mietvertrags verpflichten Sie sich, dem Mieter den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit zu gewähren.

Im Gegenzug ist Ihr Mieter verpflichtet, Ihnen die vereinbarte Miete zu zahlen.

Mündlicher Vertrag zwar ausreichend

Ihr Mietvertrag kann auch durch ein mündliches Angebot und die Annahme dieses Angebotszustande kommen.

Sie besichtigen mit Ihrem Mietinteressenten Ihre zu vermietende Wohnung. Sie einigen sich über die Miethöhe und den Mietbeginn. Damit haben Sie bereits den Mietvertrag geschlossen.


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Allerdings enthält dieser Vertrag keine Regelungen über so bedeutsame Punkte wie Schönheitsreparaturen und Betriebskostenvorauszahlungen. Insoweit gilt dann das Gesetz und das sagt beispielsweise, dass Schönheitsreparaturen zulasten des Vermieters gehen. Ein schriftlicher Vertrag, in dem Sie Ihre Interessen regeln, ist für Sie also wesentlich günstiger.

Besser auf schriftlichem Vertrag bestehen

Weisen Sie also darauf hin, dass für Sie stets der Abschluss eines schriftlichen Mietvertrags erforderlich ist. Wenn Sie das verlangen, kann mündlich kein Vertrag zustande kommen.

2. Fehler: Sie vereinbaren eine unwirksame Befristung

Ein mündlich abgeschlossener Mietvertrag kann also sehr risikoreich sein. Nur wenn Sie einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von über 1 Jahr abschließen wollen, schreibt das Gesetz die Einhaltung der Schriftform vor.

Achtung: Wenn Sie diese Schriftform nicht beachten, ist der Mietvertrag trotzdem gültig. Er gilt dann als auf unbestimmte Zeit geschlossen. In diesem Fall kann er frühestens von Ihnen zum Ablauf von 1 Jahr nach Überlassung der Wohnung gekündigt werden.

Sie haben am 01.07.09 einen mündlichen Wohnraummietvertrag mit einer Laufzeit von 4 Jahren abgeschlossen und die Wohnung am 01.08.09 Ihrem Mieter überlassen. Da Sie die gesetzliche Schriftform nicht eingehalten haben, können Sie den Vertrag frühestens zum 31.07.10 kündigen.

Unterschrift niemals vergessen

Obwohl Ihre und die Unterschrift Ihres Mieters erst am Ende des Vertrags stehen, sind sie das Wichtigste. Achten Sie darauf, dass jede Vertragspartei unterschreibt.

Sie schließen mit einem unverheirateten Paar einen Mietvertrag. Falls im Mietvertrag als Vertragspartner beide aufgeführt sind, müssen auch beide unterschreiben. Andernfalls hätten Sie den Vertrag im Zweifel nur mit einem Mieter geschlossen.

Wichtig: Jede Änderung des Mietvertrags müssen Sie ebenfalls und ausnahmslos schriftlich vornehmen!

3. Fehler: Sie ändern einen Mietvertragsvordruck

Verwenden Sie ausschließlich einen aktuellen Mietvertragsvordruck. Das Mietrecht unterliegt ständigen Änderungen, insbesondere durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH). Nur mit einem wirklich aktuellen Vordruck sind Sie auf der sicheren Seite.

Diesen Vordruck sollten Sie niemals ändern, insbesondere nicht die Klauseln zu den Schönheitsreparaturen. Falls Sie einen solchen Formularvertrag tatsächlich anpassen wollen, sollten Sie unbedingt weiteren Rechtsrat einholen. Die Gefahr, dass Regelungen durch Ihre Änderungen unwirksam werden, ist für Sie sehr groß.

4. Fehler: Sie vergessen, die Miethöhe aufzunehmen

Weiterhin sollten Sie in jedem Fall

  • eine Vereinbarung über die Miethöhe,
  • deren Fälligkeit und
  • ggf. eine Klausel zu Mieterhöhungen aufnehmen.

Beispielformulierung:

Die Nettomiete beträgt monatlich 500 €. Zusätzlich ist eine Nebenkostenvorauszahlung von 150 € zu zahlen. Die Miete ist auf das Konto des Vermieters so zu überweisen, dass sie am 3. Werktag eines Monats auf dem Konto eingegangen ist.

Tipp: Nehmen Sie in den Mietvertrag bereits Ihre Bankverbindung auf. Dann weiß Ihr Mieter genau, wohin er die Miete zu überweisen hat. Noch besser: Ihr Mieter gewährt Ihnen eine Abbuchungsermächtigung.

12. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.