MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Mietvertrag: Was unbedingt mit dem neuen Mieter geklärt werden muss

Bevor der Mietvertrag unterschriftsreif ist, müssen noch einige Feinheiten geklärt werden. Dabei stehen sich Ihre Interessen und diejenigen Ihres Mieters als Gegensatz gegenüber:

Jeder versucht natürlich, für sich selbst möglichst viel Kalkulationssicherheit zu schaffen und die Risiken auf die jeweils andere Vertragspartei abzuwälzen.

Im Interesse eines langfristig sicheren und guten Mietverhältnisses und eines dauerhaften wirtschaftlichen Mieterfolgs sollten Sie in einigen Punkten Klarheit schaffen:

Netto-Kaltmiete

Wenn Sie im Mietvertrag keine ausdrückliche Regelung treffen, sind mit der Mietzahlung alle damit verbundenen Nebenkosten abgegolten.

Das wäre zwar schön für den Mieter, aber sehr nachteilig für Sie als Eigentümer. Steigen beispielsweise die Betriebskosten oder öffentlichen Abgaben drastisch an, können Sie diesen Mehraufwand nicht an den Mieter weitergeben.

Vereinbaren Sie daher im Mietvertrag ausdrücklich eine „Netto-Kaltmiete“ mit dem Hinweis, dass sämtliche Betriebskosten vom Mieter zu tragen sind. Das können Sie beispielsweise wie folgt formulieren:

„Die Netto-Kaltmiete beträgt monatlich 850 € zuzüglich einer monatlichen Stellplatz-Miete von 75 €. Darüber hinaus ist für die Betriebskosten gemäß §xx im Mietvertrag eine monatliche Vorauszahlung von 175 € zu leisten.“

Kaution im Mietvertrag deutlich machen

Als Vermieter sind Sie daran interessiert, im Fall von ausstehenden Zahlungen oder Streitigkeiten ein gewisses Pfand zu halten – und das ist auch Ihr gutes Recht.

Üblicherweise geschieht dies, indem Sie mit dem Mieter die Stellung einer Mietkaution vereinbaren, deren Höhe in der Regel zwei bis drei Monatsmieten beträgt.

Alternativ können Sie auch vereinbaren, dass die Kaution als Bürgschaft eines Dritten gestellt wird. Formulierungsbeispiel:


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


„Der Mieter leistet bei Beginn des Mietverhältnisses eine Mietsicherheit in Höhe vo 2.000 €. Der Vermieter legt diese Mietsicherheit gesondert bei der örtlichen bank oder Sparkasse als Spareinlage mit dreimonatiger Kündigunsfrist an.“

Kleinreparaturen

Wenn Sie Ärger und Kosten wegen „Kleinkram“ vermeiden wollen, sollten Sie mit Ihrem Mieter vereinbaren, dass er für kleinere Reparaturen selbst aufkommen muss.

Allerdings müssen Sie darauf achten, dass das Kostenrisiko für Ihren Mieter überschaubar bleibt und er keine größeren Ausgaben befürchten muss.

Typische Kleinreparaturen beziehen sich vor allem auf Lichtschalter, Steckdosen, Wasserhähne, Toilettenspülkästen, Kochplatten, Fensterund Türgriffe, Klingel und Türöffner.

Auch Schönheitsreparaturen wie Tapezieren und Streichen von Wänden, Türen und Heizkörpern sollten vom Mieter übernommen werden.

Das kann folgendermaßen formuliert werden:

„Der Mieter trägt die Kosten für Kleinreparaturen bis zu einer Höhe von 150 € pro Einzelfall und 400 € pro Jahr jedoch nicht höher als 50% der Nettokaltmiete.

Dazu zählen (hier die einzelnen Reparaturen aufführen). Außerdem verpflichtet sich der Mieter, die Schönheitsreparaturen (Tapezieren, Streichen von Decken, Wänden, Heizkörpern, Fußbodenpflege) in Küche, Bad und Dusche alle drei Jahre, in Toilette, Flur, Diele, Wohn- und Schlafräumen alle fünf Jahre und in den anderen Räumen alle sieben Jahre auszuführen.“

Achtung: Achten Sie beim Gespräch mit dem Mieter auf eine kooperative und partnerschaftliche Atmosphäre.

Jeder vernünftige Mieter wird einsehen, dass Sie als Eigentümer an Kalkulationssicherheit interessiert sind – und ein seriöser Mieter wird ebenfalls daran interessiert sein, mit Ihnen langfristig und möglichst reibungslos zusammenzuarbeiten.

Checkliste für das Gespräch mit Mietkandidaten

  • Wurde für den Mietinteressenten ein aussagefähiges Exposé mit Grundriss sowie Daten zu Wohnung/ Miete/Nebenkosten erstellt?
  • Macht der Interessent auf Sie persönlich einen guten Eindruck?
  • Liegen alle persönlichen Daten des künftigen Mieters vor?
  • Hat der künftige Mieter eine feste Anstellung mit regelmäßigem Einkommen?
  • Musste er/sie bislang keine eidesstattliche Versicherung abgeben?
  • Will der Mieter allein oder mit seiner Familie einziehen, oder soll möglicherweise eine Wohngemeinschaft gegründet werden?
  • Besitzt der Mieter Haustiere?
  • Werden in der Familie des Mieters keine lauten Musikinstrumente gespielt?
  • Kann der Mieter eine Kaution in Höhe von zwei bis drei Monatsmieten stellen oder eine entsprechende Bürgschaft eines Dritten vorweisen?
  • Ist der Mieter mit der Regelung über die Nebenkosten (Pauschale oder Vorauszahlung) einverstanden?
  • Ist der Mieter damit einverstanden, in angemessenem Umfang Klein- und Schönheitsreparaturen finanziell zu übernehmen?

18. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Thomas Hammer
Von: Thomas Hammer. Über den Autor

Thomas Hammer ist Betriebswirt und freier Wirtschaftsjournalist in Ötisheim. Er arbeitet für Zeitungen, Zeitschriften und Buchverlage und hat bereits mehrere erfolgreiche Ratgeber zu Finanzierungs- und Immobilienthemen verfasst.