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Minijob-Anmeldung: Kosten und Steuersparnisse online ausrechnen lassen

Mit dem Online-Rechner der Minijob-Zentrale können Sie die Abgaben ermitteln, die auf den Arbeitslohn des Mini-Jobbers zu entrichten sind. Außerdem wird Ihnen auch der Betrag angezeigt, den Sie pro Beschäftigungsmonat von der Einkommenssteuer abziehen können.

Abgaben und Steuerersparnis online berechnen

Denn für einen angemeldeten Mini-Jobber fallen nur geringfügig höhere Kosten an als für einen unangemeldeten Mini-Jobber. Außerdem kann die Steuerersparnis in bestimmten Fällen sogar höher sein als die gezahlten Abgaben.

Rechenbeispiel für angemeldete Haushaltshilfe

GeVestor.de hat für Sie deshalb mit dem Online-Rechner ein Beispiel durchgerechnet:

Zu zahlende Beträge
ProzentsätzeAbgabenBeträge in €
5,0zur Krankenversicherung10,00
5,0zur Rentenversicherung10,00
19,9voller Betrag zur Rentenversicherung0,00
Von der Haushaltshilfe aufzubringender Anteil bei Aufstockung der Rentenversicherungsbeiträge-0,00
1,6zur Unfallversicherung3,20
0,6Umlage 1 (U 1)1,20
0,07Umlage 2 (U 2)0,14
2,0einheitliche Pauschalsteuer4,00
Abgabenbelastung des Arbeitgebers ohne Steuervergünstigung pro Monat (der Haushalt zahlt keine Einkommensteuer)28.54

Für unsere Beispielrechnung gehen wir davon aus, dass die Haushaltshilfe monatlich 200 € durchschnittlich verdient. Daraus ergeben sich folgende Abgaben, die gezahlt werden müssen – insgesamt 28,54 €:

Ermittlung der Steuervergünstigung (der Haushalt zahlt Einkommensteuer)
durchschnittliche Gesamtaufwendung des Privathaushaltes bei Zahlung von Einkommensteuer (Arbeitsentgeld + Abgaben)228,54
Steuervergünstigung = 20% der Gesamtaufwendung (maximal 510€ im Jahr bzw. 42,50€ pro Monat)42,50
durchschnittliche Mehrbelastung des Arbeitgebers mit Steuervergünstigung pro Monat0,00

Unterm Strich resultieren also aus dem Arbeitsentgelt und den gezahlten Abgaben eine Summe von 228,54 €, die für den Mini-Jobber fällig werden. Gleichzeitig ergibt sich aber eine Steuervergünstigung von 20% dieser Summe = 42,50 €. Diese Steuervergünstigung wird bis zu einer Höhe von maximal 510 € im Jahr gewährt.

Bei einem monatlichen Durchschnittsverdienst von 400 € liegt die durchschnittliche Mehrbelastung des Arbeitgebers inklusive der Steuervergünstigung bei 14,58 € monatlich.

Der Zweck macht den Unterschied. Wird die Wohnung nur privat genutzt, dann muss für die Haushaltshilfe, die im auf Minijob Basis arbeitet keine Insolvenzgeldumlage gezahlt werden. Beim Arbeitszimmer sieht das anders aus.

Keine Insolvenzgeldumlage für Haushaltshilfen

Für im Privathaushalt beschäftigte Minijob-Hilfen brauchen Sie keine Insolvenzgeldumlage zu zahlen. Das bedeutet für alle in Ihrem privat genutzten Haushalt, für dessen Führung Sie Personen angestellt haben – sei es von der einfachen Putzhilfe, hin zum Kindermädchen bis zum eigenen Gärtner. Für die meisten 400-Euro-Kräfte ist die Insolvenzgeldumlage von 0,1% des Arbeitsentgelts zu entrichten.

Ausnahme: Es handelt sich um Tätigkeiten, die ausschließlich in Ihrem Privathaushalt erbracht werden. Typische Fälle sind die Zubereitung von Mahlzeiten, die Reinigung der Wohnung oder die Gartenpflege. Befreit sind auch häusliche Pflege-, Versorgungs- und Betreuungstätigkeiten.

Insolvenzgeldumlage Minijob: Geschäftsräume mit anderen Regeln

Hier aber noch eine wichtige Ausnahme: Für Arbeiten in Geschäftsräumen, die Ihrem Privathaushalt angeschlossen sind, trifft das jedoch nicht zu. Beide Tätigkeiten gelten sozialversicherungsrechtlich dann als einheitliche „normale“ Beschäftigung. Die Folge: Auch bei einem solchen Minijob werden Sie zur Insolvenzgeldumlage für den Mitarbeiter herangezogen.

21. Mai 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.