MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Mischfonds: Vor- und Nachteile

Mischfonds sind in aller Regel aktiv gemanagte, offene Investmentfonds. „Offen“ deswegen, weil der Kreis der Investoren ebenso wenig beschränkt ist wie die Zeichnungsfrist.

Mischfonds-Anteile können sie als Anleger jederzeit kaufen und wieder verkaufen.

Wer Mischfonds-Anteile kauft, legt sich damit automatisch einen Mix aus Aktien und Anleihen ins Depot (zum Teil werden auch noch Edelmetalle oder Immobilien-Investments beigemischt).

Für diesen Mix sorgt der Fondsmanager. Er ist für das Geld der Anleger verantwortlich, die davon Fondsanteile gekauft haben. Seine Aufgabe ist es, dieses Geld entsprechend den Fondsstatuten anzulegen.

Was bedeutet: Der Fondsmanager entscheidet, in welche Wertpapiere das Fondsvermögen investiert wird.

Mischfonds: Der Fondsprospekt gibt Auskunft über Investment-Regeln

Es ist allerdings von Mischfonds zu Mischfonds verschieden, in was investiert wird.

Das betrifft zum einen die Anlageklassen, zum anderen aber auch die konkrete Auswahl einzelner Wertpapiere.

Ein Buch mit 7 Siegeln sind die Investmentfonds allerdings nicht. Sie können sich sehr wohl Informationen über die konkrete Anlage in einem Fonds beschaffen:

In welche Wertpapierklassen der Fondsmanager investieren darf und an welche Anteile er sich dabei halten muss, darüber gibt der Fondsprospekt Auskunft.

Welche Wertpapiere sich zum Quartalsende im Fondsvermögen befunden haben, können Sie vierteljährlich im Quartalsbericht nachlesen (oder oft in Kurzform im Monatsbericht).

Mischfonds: Defensiv, ausgewogen oder gewinnorientiert? – Die Ausrichtung

Setzt ein Mischfonds eher auf Sicherheit, wird er verstärkt in Anleihen investieren und nur einen kleinen Anteil an Aktien halten.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Daneben gibt es Mischfonds, die auf Ausgewogenheit achten und zu etwa gleichen Teilen in Aktien und in Anleihen investieren.

Es gibt aber auch Mischfonds, bei denen der Aktienanteil den Anteil von Rentenpapieren bei weitem übersteigt (oder zumindest übersteigen darf) und die deshalb als riskanter, aber dafür auch als gewinnträchtiger gelten.

Wichtig: Festgelegt oder flexibel?

Häufig ist für einen Mischfonds eine Bandbreite definiert, innerhalb derer er in Aktien und in Anleihen investieren darf.

So kann in den Fondsstatuten beispielsweise stehen, dass der Aktienanteil allenfalls 30 bis 50% betragen darf, der Anleihenanteil dagegen zwischen 50 und 70%.

Es gibt daneben aber auch Mischfonds, die ohne solche Vorgaben auskommen und dem Fondsmanager völlig freie Hand lassen. Er kann dann flexibel auf jede Marktlage reagieren.

Das geschieht beispielsweise, indem er den Aktienanteil fast auf null reduziert, wenn die Aktienmärkte gerade sehr nervös sind.

Oder er senkt den Rentenanteil im Fondsportfolio und investiert verstärkt in Aktien, wenn die Aktienkursen gerade steigen.

Wichtig: Ein Mischfonds muss zu Ihrem Anlageverhalten passen.

Es hat keinen Sinn, als sicherheitsorientierter Anleger auf einen Mischfonds mit sehr hohem Aktienanteil zu setzen.

Umgekehrt werden sie als risikobereiter Anleger, der zumindest hohe einstellige Jahresrenditen erwartet, mit einem konservativen Mischfonds mit geringem Aktienanteil nicht glücklich.

In was genau der Mischfonds investiert

Viele Mischfonds haben noch genauer in ihren Statuten festgelegt,

  • in welchen Regionen sie investieren (z. B. Europa, Nordamerika, Asien, weltweit)
  • in welche Wertpapiere sie genau investieren (z. B. Blue Chips, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe)

Die Rahmenbedingungen finden Sie im Fondsprospekt, die größten Positionen, in denen der Fonds aktuell investiert ist, werden jeweils zum Quartalsende veröffentlicht.

Mischfonds: Die Vorteile

  • Die breite Streuung in verschiedene Anlageklassen reduziert Ihr Risiko. Mischfonds weisen in der Regel deutlich geringere Kursschwankungen als reine Aktienfonds auf.
  • Mischfonds passen dank ihrer individuellen Ausgestaltung (Bestimmungen zur Höhe des Aktienanteils) zu Ihrem persönlichen Risikoprofil. Sie können defensive Mischfonds für Ihr Basis-Depot kaufen und offensive Mischfonds für Ihr Chancen-Depot.
  • Langfristanleger vermeiden mit dem Kauf von Mischfonds noch in diesem Jahr die 25%-ige Abgeltungssteuer ab 2009. Der Fonds darf auch nach dem 31.12.2008 beliebig zwischen Aktien und Anleihen umschichten, ohne dass die Gewinne steuerpflichtig werden.

Mischfonds: Die Nachteile

  • Es gibt keine Garantie dafür, dass das Fondsmanagement optimal handelt. Bei einer (zu) niedrigen Gewichtung des Aktienanteils fallen Ihre Gewinne in guten Börsenphasen geringer aus. Bei einer (zu) hohen Aktiengewichtung drohen Ihnen in schwachen Börsenphasen ähnlich hohe Verluste wie mit Aktienfonds.
  • Die meisten Mischfonds beschränken sich auf Anlagen in Aktien und Anleihen. Eine (wünschenswerte) zusätzliche Streuung in Rohstoffe und Immobilien erfolgt meist nicht.

31. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.