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Mit dem MACD die Bullenfalle im DAX frühzeitig erkannt

Von mehreren Lesern wurde der Wunsch an mich heran getragen, doch einmal die Funktionsweisen und Anwendungs-Möglichkeiten der gebräuchlichsten Indikatoren vorzustellen.

Diesem Wunsch komme ich gerne nach. Daher werde ich nun immer wieder einmal einen Indikator aus der Technischen Analyse vorstellen.

Natürlich werde ich dabei, wo immer es sich anbietet, den Bezug auf das aktuelle Marktgeschehen herstellen.

Wir starten mit dem MACD.

Diesen hochinteressanten Indikator in nur einem Beitrag abzuhandeln, wäre nicht nur unmöglich, sondern würde auch seiner Bedeutung nicht gerecht.

Daher erhalten Sie hiernach noch weitere Beiträge zum MACD in loser Folge.

Sie werden erfahren, wie der Indikator konstruiert ist, in welchen Marktphasen er eingesetzt werden kann und wie Sie zu gewinnbringenden Analyse-Ergebnisse gelangen.

Der Mann, dem wir den MACD zu verdanken haben, heißt Gerald Appel.

Dieser hat seinen MACD-Indikator zwar schon in den 1960er-Jahren entwickelt. Popularität erlangte er jedoch erst in den späten 1970ern.

Was verbirgt sich hinter dem MACD?

Wofür steht die Abkürzung MACD überhaupt? Es sind die Anfangs-Buchstaben der englischen Worte „Moving Average Convergence Divergence“.


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Die Bezeichnung „Moving Average“ steht für Gleitende Durchschnitte oder Tagelinien.

Das Wort „Gleitend“ bezieht sich darauf, dass mit jedem weiteren Handelstag ein neuer Kurs in die Durchschnitts-Berechnung einbezogen wird und der erste vor X Tagen (je nach Berechnungs-Zeitraum) herausfällt.

„Convergence“ ist das englische Wort für Konvergenz: konvergieren = sich aufeinander zu bewegen, zusammenlaufen.

„Divergence“ heißt übersetzt Divergenz und stellt das exakte Gegenteil dar: divergieren = sich voneinander weg bewegen, auseinander laufen.

Beim MACD geht es mithin um das Zusammen- und Auseinanderlaufen Gleitender Durchschnitte.

MACD: Vielseitiger Indikator

Sie wissen bestimmt, dass die Märkte zumeist über mehr oder weniger lange Zeiträume aufwärts oder abwärts tendieren. Dann überwiegt über eine längere Zeitspanne entweder die Nachfrage (Aufwärtstrend) oder das Angebot (Abwärtstrend).

Ab und an gibt es auch Phasen, in denen sich die Märkte seitwärts bewegen, wie dies im Jahr 2015 in den US-Aktien-Indizes der Fall war:

Von Anfang Februar bis Mitte August pendelten die Indizes in einer ungewöhnlich engen Handelsspanne von wenigen Prozent-Punkten.

Während solcher Seitwärts-Bewegungen befinden sich die Marktkräfte im Gleichgewicht. Das Problem, das sich bei den genannten Trends stellt:

In einem tendierenden Markt liefern Ihnen Trendfolge-Indikatoren wie die Gleitenden Durchschnitte meist prima Resultate.

In Seitwärts-Phasen hingegen sind Oszillatoren wie beispielsweise die Stochastik-Indikatoren aussagekräftiger.

Das Besondere am MACD ist: Er funktioniert in beiden Marktsituationen bestens, weil er die Vorzüge von Trendfolge-Indikatoren und Oszillatoren miteinander kombiniert!

Mit dem MACD die Bullenfalle im DAX frühzeitig erkannt

Der nachfolgende Chart zeigt den DAX mit dem MACD-Indikator. Dort ist sehr schön zu sehen, was mit dem Erkennen von Divergenzen gemeint ist:

dax und macd-08-03-2016

DAX: Mit dem MACD konnten Sie die Bullenfalle im November 2015 frühzeitig erkennen.

Solange Kurs und MACD synchron laufen, ist der Aufwärtstrend intakt (grüne Pfeile im oberen und unteren Chartteil). Laufen Kurs und MACD hingegen richtungstechnisch auseinander, dann ist Gefahr im Verzug.

Während der DAX Anfang November 2015 noch ein neues Hoch markierte, drehte der MACD bereits ab – ein erstes Warnsignal.

Ende November hatte der deutsche Leitindex ein noch höheres Hoch ausgebildet (pinkfarbener Pfeil). Der MACD hingegen markierte ein tieferes Hoch, als noch wenige Wochen zuvor: eine Divergenz.

Der Bruch der (roten) Abwärtstrend-Linie war zunächst als Kaufsignal (übrigens auch von mir) interpretiert worden.

Nach dem erneuten Abdrehen der MACD-Linie (nach dem vertikalen blauen Balken) wurde aufgrund der Divergenz schnell klar, dass hier eine „Bullenfalle“ vorlag.

8. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.