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Mit MDax bessere Gewinne einfahren als mit DAX: So geht’s

Nachdem der deutsche Leitindex DAX im vergangenen Jahr einige Male kurzzeitig die „magische“ 10.000-Punkte-Marke überwinden konnte, schaffte er es im Januar 2015 dann auch nachhaltig, diese Marke zu knacken. Seither kennt der DAX unterm Strich nur noch eine Richtung, aufwärts.

Aktuell notiert er sogar deutlich oberhalb von 11.000 Punkten. In einer Langzeitbetrachtung des DAX wird deutlich, dass der deutsche Leitindex trotz zwischenzeitlicher Krisen und Crashs eine Erfolgsgeschichte ist.

Doch ich möchte mich heute nicht dem vielbeachteten DAX widmen, sondern dem „kleinen Bruder“, dem Mittelstands-Index MDAX, der zwar deutlich weniger Beachtung findet als der deutsche Leitindex, doch in den vergangenen 15 Jahren eine noch viel größere Erfolgsgeschichte schrieb.

Denn: Während der deutsche Leitindex DAX in den vergangenen 15 Jahren um gut 49% zugelegt hat, sind es beim MDAX knapp 374%! Damit ist der MDAX der eindeutige Punktsieger in diesem Duell.

MDAX: Nicht nur renditestärker als der DAX sondern auch krisenfester

Als Anfang dieses Jahrtausends die sogenannte New Economy zusammenbrach und die Börsenkurse weltweit abstürzten, litten die im MDAX vertretenen deutschen Mittelständler weitaus weniger als die internationalen Großkonzerne. Am Höhepunkt der Spekulationsblase, im Jahr 2000, ereichte der DAX am 7. März einen Schlussstand von 8.065 Punkten.

Der tiefste Schlussstand des DAX vor dem Aufschwung im Jahr 2003 betrug am 12. März des Jahres 2003 2.203 Punkte. Damit verlor der DAX von März 2000 bis März 2003 rund 73% seines Wertes. Der MDAX hingegen erreichte am 7. März des Jahres 2000 einen Schlussstand von 4.250 Punkten und am 12. März 2003 einen Schlussstand von 2.647 Punkten.

Damit verlor der MDAX im selben Zeitraum lediglich 38% seines Wertes. Das ist absolut gesehen natürlich ein herber Verlust des MDAX. Doch der DAX verlor in diesem Zeitraum fast das Doppelte. Relativ gesehen war also auch hier der MDAX der Punktsieger.


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Der MDAX bewies in der Krise mehr Stehvermögen als der DAX. Und auch in der Folge – ab dem Aufschwung im Jahr 2003 – präsentierte sich der Mittelstands-Index stärker als sein großer Bruder, der DAX.

Denn die MDAX-Mitglieder profitierten ab dem Jahr 2003 überproportional vom Aufschwung der Weltkonjunktur und der damit verbundenen Aktienhausse. Und so wird es aller Voraussicht nach auch künftig sein.

Warum der MDAX den DAX schlägt

Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die Zusammensetzung des MDAX ausgewogener ist als die des DAX. Dazu der Portfoliomanager Lothar Koch von Goldman Sachs Asset Management (GSAM): „Im MDAX ist ein ausgewogenes Gemisch wachstumsstarker Unternehmen versammelt, die zum Teil in Nischenmärkten weltweit eine marktführende Stellung haben und hohe Gewinnmargen erzielen“.

Beispiele dafür sind Unternehmen wie der Schmiermittelspezialist Fuchs Petrolub oder der Maschinen- und Anlagenbauer Krones. Ein weiterer Grund ist, dass im MDAX stets viele Unternehmen vertreten sind, bei denen die Gründerfamilien einen großen Einfluss haben. Warum dies ein Erfolgsfaktor ist, zeigt das jetzt folgende Musterbeispiel Fielmann.

Musterfall Fielmann: 773% Kursplus in den vergangenen 15 Jahren

Das Unternehmen Fielmann ist ein sehr gutes Beispiel für das, was ich Ihnen gerade kurz beschrieben habe: Das Unternehmen hat sich stets auf das Kerngeschäft konzentriert und vorsichtig und mit Augenmaß neue Geschäftsfelder erschlossen.

Dies ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass Günther Fielmann, der das Unternehmen 1972 gründete, bis heute fest die Zügel bei Fielmann in der Hand hält und zusammen mit seiner Familie über knapp 72% der Fielmann-Anteile verfügt.

Unter anderem dieses Augenmaß im Hause Fielmann sorgte dafür, dass sich die Fielmann-Aktie in den vergangenen 15 Jahren sogar noch erfolgreicher entwickelte als der MDAX, in dem die Fielmann-Aktie aktuell notiert ist. Zur Erinnerung: Der MDAX konnte in den vergangenen 15 Jahren um starke 374% zulegen.

Die Fielmann-Aktie schaffte sogar ein Kursplus von rund 773% und konnte den MDAX damit deutlich hinter sich lassen. Grundlage für die hervorragende Kursentwicklung der Fielmann-Aktie war die Umsatz- und Gewinnentwicklung von Fielmann, welche sich stetig verbesserte.

Nachdem Sie jetzt die Entwicklung der wichtigsten Geschäftszahlen der vergangenen 10 Jahre kennen, möchte ich Ihnen in Kurzform die Anfänge von Fielmann schildern. Denn diese bilden das Fundament für die späteren Erfolge.

Die Anfänge der Erfolgsgeschichte Fielmann

Im September 2014 feierte der Fielmann-Gründer Günther Fielmann seinen 75. Geburtstag. Im Jahr 1981, nach einem wegweisenden Deal mit der AOK (mehr dazu gleich), startete der gelernte Optiker damit, sich das aufzubauen, was inzwischen nicht mehr anders als ein Brillen-Imperium bezeichnet werden kann.

Sein Erfolgsgeheimnis ist so einfach wie genial: Er lässt qualitativ hochwertige Brillen in großen Stückzahlen produzieren und verkauft diese günstiger als die Konkurrenz. Dabei waren die Anfänge von Fielmann noch sehr bescheiden. Nach dem Berufsstart als Angestellter eröffnete Fielmann 1972 im Alter von 33 Jahren im niedersächsischen Cuxhaven sein erstes Optiker-Geschäft.

Steil bergauf ging es, nachdem Fielmann einen Deal mit der Krankenkasse AOK eingefädelt hatte, der den Grundstein für das heutige Brillen-Imperium legte: Fielmann handelte mit der AOK in Essen einen Vertrag aus, bei dem es um den Verkauf von Kassenbrillen auf Rezept ging. Fielmann nahm dadurch die riesige Zielgruppe der Kassenpatienten ins Visier. AOK-Versicherte konnten zwischen 90 zeitgemäsen Brillentypen wählen – zum Nulltarif.

Erfolgreich in der Nische

Das Optikergeschäft ist natürlich nur ein Nischenmarkt, doch genau auf solche Nischenanbieter – sofern Sie innerhalb der Nische über einen großen Marktanteil verfügen – lohnt es sich für Sie zu setzen, da diese, wie am Beispiel Fielmann gesehen, überaus erfolgreich sein können.

Fielmann ist in Deutschland mit einem Marktanteil von rund 50% unangefochtener Marktführer. Hinzu kommt, dass Fielmann nach wie vor inhabergeführt ist. Die Familie Fielmann kontrolliert über die Holdinggesellschaft Korva SE insgesamt knapp 72% der Fielmann-Aktien.

16. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.