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Mit dieser Rentenerhöhung können Sie in 2015 rechnen

20 Mio. Rentner gibt es in Deutschland, die auch im Jahr 2015 wieder auf eine Erhöhung der Renten hoffen konnten. Während die Spekulationen über die Rentenanpassung schon vor mehreren Jahren begannen, wurden die genauen Zahlen erst im März 2015 von der Bundesregierung bekannt gegeben.

So können Rentner in Ostdeutschland eine Steigerung von 2,5 % erwarten, während die Pensionen in Westdeutschland um 2,1 % steigen werden. Damit liegen beide Werte deutlich über der aktuellen Inflationsrate von 0,1 % (Stand: Februar 2015), sodass Rentner von der Erhöhung sogar etwas spüren. Gründe für die Erhöhung der Rente sind hohe Löhne und eine gute Konjunktur.

Genaue Höhe der Rentenanpassung wird im Frühjahr 2015 bekannt gegeben

Zum 01. Januar ist der Rentenbeitrag von 18,9% auf 18,7% gesunken, was die Belastung sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer um 1 Mrd. € reduziert. Umgerechnet auf einen Durchschnittsverdiener liegt die Senkung bei rund 35 € im Jahr.

Gemessen an den letzten Spekulationen fällt die Rentenerhöhung nun deutlich höher aus. Zuletzt war über eine Rentenanpassung im Frühjahr 2015 von 1,57 % in den alten Bundesländern und 1,71 % in den neuen Bundesländern gesprochen worden. Kritiker hatten jedoch bemängelt, dass diese Steigerung der Renten zu gering sei und nicht einmal die gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgleiche.

2016 soll die Rente weiter steigen und zwar um mehr als 4,5 %. Im Osten sollen es 4,62 % sein, was die höchste Rentenanpassung seit 1997 wäre. Im Westen wird eine Steigerung um 4,51 % erwartet, die höchste seit 1991. Die Anpassung der Renten erfolgt immer zum 01. Juli eines Jahres.

Beitragssatz bis 2020 unter 20 %

Skepsis bei diesen Zahlen ist allerdings berechtigt, da in ersten Spekulationen auch schon für 2015 höhere Steigerungen prophezeit wurden, die sich dann doch nicht bewahrheitet haben. 3,76 % mehr Rente sollten es ursprünglich sein – die reelen Zahlen für 2015 liegen nun bei gerade mal rund zwei Dritteln.

Experten gehen davon aus, dass der Beitragssatz zur Rente bis mindestens 2018 stabil bleibt, 2019 aber deutlich angehoben werden dürfte, um die Rentenkassen wieder zu füllen. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll der Beitrag aber unterhalb der 20 %-Marke liegen.

Fortschreitender Altersarmut durch private Vorsorge entgehen

Da grundsätzlich die Kluft zwischen dem Arbeits- und dem Renteneinkommen stetig wächst, bedeuten selbst die Rentenerhöhungen wenig. Um im Ruhestand den gleichen Lebensstandard wie während der Erwerbstätigkeit zu halten, reicht die gesetzliche Rente sowohl jetzt als auch in Zukunft kaum noch aus.

Private Vorsorge ist unerlässlich geworden, um im Alter entsprechend abgesichert zu sein. Hierzu eignen sich verschiedene Vorsorgeprodukte wie Aktien oder die Investition in Fonds. Festgeldanlagen sind aufgrund des niedrigen Zinsniveaus gerade wenig ertragreich, weshalb Anleger mit Wertpapieren das bessere Geschäft machen können.

25. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.