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Mit Flugzeugbauern abheben – Aktien haben Potenzial

Aktien von Flugzeugbauern haben erhebliches Potenzial. Negativschlagzeilen zu Problemen mit dem A380 von Airbus oder Boeings Dreamliner dürfen nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es gerade bei Langstreckenflügen immer mehr auf eine optimale Sitzplatzauslastung im Vergleich zum Spritverbrauch ankommt.

Die wird nach Prognosen des Fluggesellschaften Dachverbands IATA genauso steigen wie die Zahl verfügbarer Sitzplätze.

Flugzeugbauer-Aktien: langfristiger Auftrieb

Flugzeugbauer-Aktien werden generell vom anhaltenden Zuwachs im Luftverkehr profitieren, der bis 2030 auf jährlich rund 5% geschätzt wird – Luftfracht inklusive. Letztes Jahr waren es sogar 5,7%. Die Kapitalrendite der Luftfahrtbranche lag bei einem Redkordwert von 7,5%, wozu allerdings der niedrige Ölpreis beigetragen hat.

Die Hersteller denken langfristig: Immerhin kostet die Entwicklung neuer Mittel- und Langstreckenflieger gut 10 Mrd. US-$. Auf Sicht von 20 Jahren dürften nach Prognosen von Boeing und Airbus gut 32.600 neue Flugzeuge benötigt werden, 40% davon allein in der Region Asien-Pazifik.


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Ostasien mit Nachholbedarf

Der enorme Nachholbedarf beflügelt die Flugzeugbauer. Die Aktie von Boeing hat sich zwar in jüngster Vergangenheit besser geschlagen als die des Rivalen Airbus, doch in Ostasien haben die Europäer die Nase wieder vorn. Fragt sich nur, wer mehr Großraumflugzeuge verkaufen wird. Mindestens 720 werden bis 2035 schätzungsweise gebraucht.

Von dem Trend will auch Chinas Staatsbetrieb COMAC profitieren. Ob dessen jüngst vorgestellter Mittelstreckenflieger C919 jedoch eine ernsthafte Konkurrenz zum A320 oder zur Boeing 737 ist, wird in Fachkreisen bezweifelt: zu viel Spritverbrauch, zu unökonomisch und äußerst fehlerbehaftet. Langfristig aber wird COMAC nicht nur Marktanteile in China und Afrika abgreifen.

Die Airbus-Aktie

Im Vergleich zum Branchenführer Boeing scheint Airbus wieder aufzuholen, was sich jedoch im Aktienkurs noch nicht widerspiegelt. Brachte das Papier in den letzten fünf Jahren ein Plus von 113,47%, waren es in den vergangenen 12 Monaten Minus 18,25%. Analysten hatten sich von den jüngsten Konzernzahlen etwas mehr erhofft.

Vor allem aber drückt die angekündigte vorübergehende Produktionskürzung beim A380. Zur Gewinnschwelle müssten 400 Maschinen verkauft werden, nur 300 sind derzeit bestellt. Auf Erfolgskurs hingegen sind spritsparende Typen wie der neuentwickelte A320neo. Airbus rechnet allein im laufenden Jahr mit bis zu 799 Bestellungen.

Mit den Anlaufkosten für den Mittelstreckenjet sowie für das Langstreckenmodell A350 erklärt sich auch der bislang stagnierende Betriebsgewinn von 4 Mrd. €. Die insgesamt gute Auftragslage und die Entspannung im Rüstungsbereich dürften für Auftrieb und weiter steigende Dividenden sorgen.

Die Boeing-Aktie

Das Papier von Boeing wiederum brachte in den letzten fünf Jahren Gewinne von 140,46%, im letzten Jahr allerdings ein Minus von 9,17%. Ähnlich wie der A380 von Airbus steht auch die neue Jumbovariante B747-8 auf der Bremse. Für etwas Auftrieb sorgt ein jüngerer Einzelauftrag über 20 Maschinen.

Zwar hat Boeing in der letzten Quartalsbilanz mit 1,98 US-$ Gewinn pro Aktie die Erwartungen übertroffen, doch drücken die Entwicklungskosten für ein neues Tankflugzeug der Air Force die Margen. Bei leicht steigendem Umsatz liegt die Hoffnung auf dem Dreamliner 787. Insgesamt entwickelt sich das Papier etwas schlechter als die Aktie von Airbus. Die Europäer haben aktuell etwas mehr Bestellungen in den Büchern.

Militärsektor mit eigenen Gesetzmäßigkeiten

Alternativ empfiehlt sich bei Flugzeugbauer-Aktien ein Blick auf den Militärsektor. Lockheed Martin etwa konnte in den vergangenen fünf Jahren um 321,56% zulegen und verzeichnete in den letzten zwölf Monaten ein Plus von 23,19%. Ähnlich die Werte bei Northrop Grumman. Die Hoflieferanten des Pentagon verspüren derzeit noch viel Schub. Unklar ist aber, ob und inwieweit sich eventuelle Haushaltskürzungen in den USA auswirken werden.

Der Rüstungsbereich unterliegt ganz anderen Gesetzmäßigkeiten als die zivile Luftfahrt. Für die wird es darauf ankommen, sich langfristig auf neue Strukturen einzustellen, wenn neue Hersteller wie COMAC mehr Marktanteile erobern. Airbus beispielsweise stellt bereits die Weichen für zusätzliche Geschäftsfelder und plant mit dem Fahrdienstvermittler Uber einen Ruftaxidienst in der Luft.

Außerdem wird im zivilen und militärischen Bereich der Einsatz vollautomatischer Flugzeuge ohne Piloten sowie von Drohnen zunehmen. Die großen Hersteller sind bereits darauf eingestellt. Boeing produziert längst eigene Drohnen und entwickelt jüngst sogar Laserkanonen zur Drohnenbekämpfung. Airbus indes hängt hinterher und plant einen neuen Anlauf. Bisherige Projekte sind vor allem an der Politik gescheitert.

12. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.