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Mitarbeiteraktien: Anteilseigner am eigenen Arbeitsplatz

Es klingt fast wie ein sozialistisches Märchen aus längst vergangenen Zeiten: Mitarbeiter sollen zum Teilhaber des eigenen Unternehmens werden. Durch die Ausgabe von Mitarbeiteraktien ist das aber auch schon lange im traditionell marktwirtschaftlich geprägten Teil unseres Landes möglich. Auch wenn davon nur sehr spärlich Gebrauch gemacht wird.

Denn nur 2 % der deutschen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern überhaupt eine Kapitalbeteiligung an. 2014 kamen lediglich 800.000 Arbeitnehmer in den Genuss von Belegschaftsaktien. Selbst bei DAX-Konzernen, die insgesamt 3,8 Mio. Menschen beschäftigen, gehören Mitarbeiteraktien nicht zum Standard.

Vorteile der Beteiligung der eigenen Mitarbeiter

Allerdings steigt das Interesse der Unternehmen an einer Beteiligung ihrer Mitarbeiter. Denn daraus ergeben sich auch für sie besondere Vorteile. Mitarbeiteraktien sind ein wichtiges Instrument, Arbeitnehmer zu motivieren, damit die Produktivität zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Der Fachkräftemangel ist ein wichtiges Argument für Unternehmen, ihre Mitarbeiter stärker an sich zu binden. Darüber hinaus möchten die Unternehmen auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in verstärktem Maße Rechnung tragen. Wegen des niedrigen Zinsniveaus ist eine Vermögensbildung der Mitarbeiter auf andere Weise kaum möglich.


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Allerdings trägt der Mitarbeiter wie bei allen unternehmerischen Beteiligungen mit seinen Aktien auch einen Teil des unternehmerischen Risikos. Aktienkurse können fallen, damit können auch Inhaber von Mitarbeiteraktien Verluste erleiden.

360 € Steuerfreibetrag ist nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“

Verschiedene Verbände wie Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) oder die Anlegerschutzverbände SdK und DSW halten den derzeitigen Steuerfreibetrag von 360 € im Jahr für viel zu niedrig – auch im Vergleich zu den europäischen Nachbarn.

Beispielsweise liegt dieser in Österreich bei 1.500 € oder in Großbritannien sogar bei 3.500 britischen Pfund jährlich. Hierzulande wird vom Deutschen Aktieninstitut ein Betrag von 1.000 € als sinnvoll erachtet.

Beispiel für eine deutsche Mitarbeiteraktie – Siemens

Bei Siemens hat die Beteiligung seiner Beschäftigten bereits Tradition. Die Siemens-Mitarbeiterbeteiligung geht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich sollten die Mitarbeiter belohnt und auch ihre Loyalität gefördert werden.

Zurzeit sind 144.000 von 340.000 Siemens-Mitarbeitern Halter von Aktien des eigenen Unternehmens. Geplant ist, dass es bis 2020 mehr als 200.000 sein sollen. Problematisch ist jedoch, dass die Beschäftigten über verschiedene Länder mit unterschiedlichen steuerlichen Regelungen verteilt sind.

Die Verbände, allen voran das Deutsche Aktieninstitut, erhoffen sich von einer steigenden Zahl der Belegschaftpapiere eine Verbesserung der Kapitalmarkt-Kultur in unserem Land. Ein möglicherweise erster Kontakt zu Aktien über eine Mitarbeiterbeteiligung könnte unter Umständen auch zu einer weiteren Bereitschaft für Investitionen am Aktienmarkt führen.

In jedem Fall lassen Mitarbeiteraktien Arbeitgeber und Beschäftigte enger zusammenrücken. Damit fördern sie in erster Linie das Miteinander, die gegenseitige Loyalität.

8. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.