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Mittelstandsanleihe: Die wichtigsten Fakten

Die Mittelstandsanleihe ist ein Finanzierungsinstrument für mittelständische Unternehmern.

Früher war es eher größeren Unternehmen vorbehalten, sich über Anleihen Kapital an der Börse zu beschaffen.

Volumen meist unter 100 Mio. Euro

Für Mittelständler war dieser Finanzierungsweg meist zu aufwändig und teuer, sie erreichten auch nicht die Größenordnung einer üblichen Anleihe.

Seit 2010 gibt es nun aber ein spezielles Börsensegment für Mittelstandsanleihen – das macht es für manche Unternehmen leichter, an den Kapitalmarkt zu gehen.

Dieser noch relativ junge Börsenbereich erweitert die Finanzierungsmöglichkeiten für einen Teil der Unternehmen.

Diese können nun schon Anleihen ab einer Größenordnung von etwa zehn Millionen Euro herausgeben; die meisten Mittelstandanleihen liegen mit ihrem Emissionsvolumen zwischen 25 und 150 Mio. Euro.

Dies liegt deutlich unterhalb der Größenordnung von Anleihen, die von großen Konzernen herausgegeben werden.


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Neues Börsensegment

Für die Emission (Ausgabe, Platzierung) von Mittelstandsanleihen hat sich auch ein neuer Bereich an den Börsen gebildet.

„Marktführer“ für mittelständische Unternehmensanleihen sind die Börsen in Stuttgart (bondm), Frankfurt (Entry Standard) und Düsseldorf (der mittelstandsmarkt).

Mehr zum Thema: Immer noch aktuell: Studie zum Thema Mittelstandsanleihen

Dort können Unternehmen ihre Anleihen emittieren (herausgeben), dort werden sie bei ihren Emissionen betreut und dort werden die Anleihen auch börsentäglich mit ihren Kursen notiert.

Keine Emissionsbank notwendig

Neben der Tatsache, dass kleinere Größenordnungen möglich sind und ein spezielles Börsensegment nun viel Aufmerksamkeit bei Investoren erhalten hat, gibt es für Unternehmen einen weiteren Vorteil:

Sie müssen bei ihrer Anleihe-Emission keine Bank einschalten, wie das sonst üblich ist.

An den Mittelstandsbörsen ist die Platzierung ohne Bank möglich, als so genannte „Eigenemission“.

Allerdings braucht ein Unternehmen einen Emissionsberater (Coach) bzw. Kapitalmarktpartner.

Höhere Rendite, höheres Risiko

Eine Anleihe kann nur dann erfolgreich sein, wenn das Unternehmen genügend Investoren findet, die die Anleihe kaufen.

Die Mittelstandsanleihe richtet sich dabei in erster Linie an Privatanleger sowie kleinere Vermögensverwalter und nicht an sehr große – institutionelle – Investoren (wie z. B.  Versicherungen).

Die Verzinsung ist mit ca. 7 bis 9 Prozent deutlich höher als bei Anleihen großer Konzerne wie Siemens oder Daimler, aber Anleger müssen hier auch das Risiko sehr stark im Auge behalten.

Trotz Kritik als Finanzierungsoption etabliert

Der Mittelstandsanleihemarkt geriet insbesondere 2012 bereits stark in die Kritik, da einige Unternehmen in Schwierigkeiten gerieten und die Anleihekurse zum Teil deutlich sanken.

Anleger sollten deshalb auf die Bonität der Unternehmen, deren Geschäftsmodell  und Zukunftsperspektiven achten.

Insgesamt aber hat sich die Mittelstandsanleihe als ein zusätzliches Instrument zur Unternehmensfinanzierung etabliert.

Größere Mittelständler können sich damit unabhängiger von der Kreditfinanzierung über die Banken machen.

5. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Bernd Frank
Von: Bernd Frank. Über den Autor

Bernd Frank hat sein finanzwirtschaftlichen Hintergrund beim Handelsblatt und der Nachrichtenagentur Reuters über lange Jahre ausgebaut und vertieft und vermittelt heute komplexe Sachverhalte aus der Finanzwelt für die Leser von GeVestor.