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Mittelstandsunternehmen als Wachstumstreiber: Rekord-Renditen nutzen

Unternehmen aus dem Mittelstand haben gegenüber Großkonzernen einige Vorteile: So sind sie nicht nur wendiger und anpassungsfähiger, sie haben zugleich mehr Wachstumspotenziale. Große Unternehmen, die etwa im Dax gelistet sind, haben die Decke meist schon erreicht und konkurrieren in einem schwierigen Umfeld.

Natürlich gibt es auch im Dax Wachstumstreiber. Ein Beispiel ist die Aktie von Continental. Sie hat in 10 Jahren um 279,14% zugelegt. Doch der mittelständische Autovermieter Sixt brachte es in der Zeit auf 490,85%. Das Unternehmen ist im S-Dax gelistet. Ganze 1.366,86% Zuwachs verzeichnen die Papiere des Anlagenbauers Dürr im M-Dax.

Die Mittelstandsunternehmen dürften auch in 2015 wesentlicher Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft sein. Laut der jüngsten Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) stufen 58% der Befragten ihre gegenwärtige Geschäftssituation als gut bzw. sehr gut ein.

Fast alle gehen davon aus, dass dies bis Ende des Jahres so bleibt. Negativ äußerten sich nur 8%, vor allem Firmen, die stark von den Sanktionen gegen Russland betroffen sind.

Potenziale für Mid- und Small-Caps

Auf einen Wachstumstreiber innerhalb des Mittelstands weist eine Studie der Boston Consulting Group hin: Firmen, die verstärkt das mobile Internet und cloudbasierte Dienstleistungen nutzen, konnten ihren Umsatz in den letzten Jahren angeblich um durchschnittlich 16% steigern.


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Würde von den restlichen Unternehmen nur jedes zehnte auf moderne IT-Strukturen umsteigen, könnten insgesamt rund 110 Mrd. € zusätzlich umgesetzt werden. Offenbar gibt es im Mittelstand noch große Potenziale.

Anleger sollten diese Entwicklung nutzen und sich die deutschen Small- und Mid-Caps genauer ansehen. Etliche Mittelständler besetzen lukrative Nischen und sind dort weltweite Marktführer. Beispielweise Krones in Sachen Abfüll- und Verpackungstechnik oder Leoni mit Bordnetz-Systemen für Fahrzeuge.

Nachhaltige Unternehmenskultur

Diese Unternehmen können mit geringerem Preisdruck sehr hohe Margen erzielen. Der Begriff Mittelstandsunternehmen kann unterschiedlich definiert werden.

International wird eher von KMU gesprochen, also klein- und mittelständische Unternehmen bis zu 50 Mio. € Umsatz bzw. 500 Beschäftigten. Aus deutscher Sicht zählen auch größere Firmen dazu. Es geht vor allem um den Ansatz, dass sie familien- oder unternehmergeführte Unternehmen sind.

Dies wirkt sich auf die Unternehmenskultur aus. Die Strategie ist vor allem auf langfristigen Erfolg und weniger auf kurzfristige Gewinne ausgerichtet. Mittelstandsunternehmen sorgen weniger für Schlagzeilen als für gute Geschäftsergebnisse.

Die mittelständischen Wachstumstreiber finden sich sowohl im M-Dax als auch im S-Dax. Hier dominieren Maschinenbauer, Spezialzulieferer, Export- und Chemieindustrie sowie Immobilienunternehmen, die vom Boom auf dem hiesigen Häusermarkt profitieren. Problemtitel wie Banken oder Energieversorger gibt es nur wenige.

Renditen und Wertentwicklung im Vergleich

Die Entwicklung der deutschen Mittelstands-Indizes kann sich sehen lassen. Der M-Dax legte in den vergangenen 5 Jahren 157,44% zu und der S-Dax um 120,49%. Der Dax hingegen nimmt sich mit 97,70% eher bescheiden aus.

Ähnlich das Bild bei der durchschnittlichen Rendite. Wer 2004 in den M-Dax investiert hat, kommt auf einen Ertrag von 15,3%. Beim S-Dax liegt die Rendite mit 12,4% gleichauf mit der des Dax.

Wer vom Potenzial solider Mittelstandsunternehmen profitieren will, sollte eher auf den M-Dax setzen, der insgesamt ruhiger ist als der S-Dax. Zwar sind die großen deutschen Nebenwerte nicht mehr ganz billig. Das KGV liegt bei 18. Doch die meisten Analysten gehen von einem Gewinnzuwachs von ca. 16% in 2015 aus.

Wer sich nicht mit Einzelaktien beschäftigen will, der kann einfach in einen Indexfonds bzw. M-Dax-ETF investieren. Gleiches geht auch beim S-Dax. Die Auswahl der Produkte ist groß. Zudem sind sie denkbar günstig.

3. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.