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Mode-Versender ASOS zeigt, wie man Geschäfte macht

Weihnachtszeit ist Einkaufszeit: Welche Bedeutung die Weihnachsteinkäufe über das Internet inzwischen erlangt haben, zeigen die aktuellen Zahlen der internationalen Studie des Gutschein- und Rabattportals Deals.com. Demnach geben alleine die Deutschen in diesem Jahr 70 Mrd. Euro für Weihnachtsgeschenke aus, wovon 14%, also knapp 10 Mrd. Euro auf Online-Bestellungen entfallen.

Online-Umsatz mit Bekleidung steigt auf 3 Mrd. Euro

Stimmt das Zahlenwerk, entfallen hiervon dann 30,4% auf Kleidung und Accessoires, rechnerisch somit 3 Mrd. Euro. Der Anteil der elektronischen Geräte und Spielzeuge addiert sich auf 45,9% (oder 4,5 Mrd. Euro), doch von Elektronikhändlern wie Amazon soll an dieser Stelle keine Rede sein.

Das Augenmerk gilt an dieser Stelle dem Online-Handel mit Bekleidung, Schuhen und Accessoires, zugegeben, auch inspiriert durch die „schreiende“ TV-Werbung der deutschen Zalando AG, die uns mehrfach täglich erfreut oder belästigt. Je nach persönlichem Gusto. Im Oktober 2014 ging der 2008 in Berlin gegründete Online-Versandhändler an die Börse.

Asos liefert in 237 Länder der Erde

Kannten wir Deutschen bislang nur Zalando, Mirapodo und einige andere lokale Größen, ist seit einigen Wochen einer Vielzahl von Fernsehzuschauern auch der englische Online-Versand-händler ASOS bekannt. Deren Einkäuferin Anne Rech ist Jurorin der Pro-Sieben-Show „Fashion Hero“, in der Nachwuchs-Designer ihre Kollektionen vorstellen und von der Jury bewerten lassen.

Das TV-Formt beschleunigt den Bekanntheitsgrad von ASOS und trägt dazu bei, dass sich Deutschland für das britische Unternehmen zum viertwichtigsten Markt entwickelt hat. Wobei man inzwischen in 237 Länder der Welt liefert und jüngst eigenen, muttersprachliche Internet-seiten für Russland und China online gestellt hat.


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Dass ASOS eine Erfolgsgeschichte ohne Gleichen schreibt, mögen ein paar Zahlen belegen. Gegründet im Jahr 2000, also auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase, war das junge Unternehmen bereits im Jahr 2001 an der Londoner Börse platziert und fristete dort bis 2007 eher ein Schattendasein.

Nettomarge liegt bei über fünf Prozent

Doch mit schnellerem Internet und den ersten Smartphones und Tablet-Pcs entdeckten die Kunden das Online-Portal und schoben die Käufe von Bekleidung, Schuhen und Accessoires deutlich nach oben. Mit 13 Mio. Kunden und einem Umsatz von 769 Mio. Britischen Pfund erlöste man 2012/13 eine Nettomarge von 5,33%, somit 41 Mio. Britische Pfund.

Von der Umsatz- und Gewinnexplosion profitierte auch der Aktienkurs, der sich von Oktober 2007 bis Dezember 2013 von 1,00 € auf 73,00 € entwickelte. Eine gigantische Performance, die nicht nur die Gründer, sondern auch zahlreiche Aktionäre reich machte. Der Langfristchart zeigt die exorbitante Kursentwicklung.

Asos-Chart_1 04-12-2013

(anklicken zum Vergrößern)

Im Dezember 2013 notiert die Asos-Aktie (WKN 912703, Ticker DYQ) nahe ihrem Allzeit-Hoch von 72,75 €, zeigt aber zuletzt deutliche Ermüdungstendenzen.

Asos-Chart_2 04-12-2013

(anklicken zum Vergrößern)

Sie sehen es im zweiten Chartbild, nach dem zweimaligen Test des Hochs bei 72,00 € erfolgte jeweils eine Korrektur. Trotz der aktuellen Point&Figure-Kaufsignals (grüner Kreis) wurde hier ein Widerstand ausgebildet, den es für weitere Kurssteigerungen unbedingt zu überwinden gilt.

 

 

4. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.