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Modernisierungen: Vorteile und Chancen auf einen Blick

Manche Vermieter scheuen sich, umfangreiche Modernisierungen in Angriff zu nehmen, schieben mitunter gar notwendige Instandsetzungen hinaus.

Natürlich ist nicht zu leugnen, dass eine Gebäudemodernisierung mit Arbeit und Kosten verbunden ist.

Modernisierung bringt Ihnen mehrere Vorteile

Aber einerseits werden Sie als Vermieter schon durch entsprechende Gesetze, beispielsweise die Energiesparverordnungen, immer mehr zu Modernisierungen gezwungen, und andererseits: Unterm Strich rechnet es sich für Sie.Denn: Bei Modernisierungsmaßnahmen in Ihrem Mietobjekt profitieren Sie gleich mehrmals:

  1. Die von Ihnen getätigten Investitionen können Sie unter den gesetzlichen – und auf den folgenden Seiten beschriebenen – Voraussetzungen auf Ihre Mieter umlegen. Die Mieter tragen so letztlich einen erheblichen Teil der Modernisierungskosten.

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  3. Ihre Wohnung erhält durch die Modernisierung einen zeitgerechten Wohnkomfort. Dadurch können Sie sie am Markt besser vermieten und Ihre Wohnung wird auf diese Weise zukunftssicher.
  4. Höhere Mieten bedingen zudem regelmäßig eine bessere Mietklientel.
  5. Der Wert Ihrer Immobilie steigt durch die vorgenommene Modernisierung nachhaltig.
  6. Ihre Modernisierungskosten können Sie in voller Höhe steuerlich absetzen. Das beschert Ihnen einen hohen Steuervorteil.
  7. Schließlich: Nach rund 9 Jahren hat Ihr Mieter die Modernisierung durch die gestiegene Miete „bezahlt“. Die Miete bleibt aber auch danach weiter erhöht.

Diese Urteile erleichtern Ihre Modernisierung und steigern die Rentabilität Ihres Mietobjekts

Die Modernisierungskosten können Sie nicht nur im Rahmen einer Modernisierungsmieterhöhung auf Ihre Mieter umlegen. Auch bei späteren Mieterhöhungen profitieren Sie.

So hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass eine Wärmedämmung im Mietspiegel wohnwerterhöhend zu berücksichtigen ist – auch wenn der Mietspiegel dies nicht ausdrücklich ausweist (LG Hamburg, Urteil v. 11.09.09, Az. 311 S 106/08).

Modernisierungen, die Sie aufgrund behördlicher Anordnung oder gesetzlicher Verpflichtung durchführen, brauchen Sie Ihrem Mieter nicht 3 Monate vor Baubeginn detailliert anzukündigen. Es genügt eine kurzfristige Mitteilung, damit der Mieter sich auf den Termin einstellen kann, urteilten die Richter des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil v.04.03.09, Az. VIII ZR 110/08).

Und auch bei der Verteilung von Modernisierungskosten auf mehrere Wohnungen gibt es Erleichterungen: Diese dürfen Sie nach einem Urteil des Landgerichts Münster jetzt einfach nach Wohnfläche umlegen (LG Münster, Urteil v. 26.11.09, Az. 8 S 131/09).

14. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.